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Leserbrief

Glaub- / Unglaubwürdige Politiker/inen

Gila Arpagaus, Savognin
16. Dezember 2019, 10:53:14

Meines Erachtens nicht, wenn nur die Hälfte davon stimmt, was über die Medien zu hören und
zu lesen gibt!

Es fängt schon bei den «Kleinen» an, das heisst bei der Gemeindepolitik. Und je höher es geht, desto mächtiger und arroganter werden mit – wenigen Ausnahmen – unsere Frauen und Herren Gewählten, die von «uns Laien
Nichtswissenden wie es immer heisst», gewählt wurden, aber schon vergessen haben, dass wir Diejenigen sind, die ihren überdurchschnittlichen, verdienten oder nicht verdienten, «Sitzungsgeld» bezahlen!

Bei den Wahlen wird das Blaue vom Himmel versprochen, (übrigens von allen Parteien) die Ergebnisse kennen wir. Es gibt zahlreiche Beispiele. Wenn sie einmal gewählt sind, kommen die «beliebten» zahlreichen, gut bezahlten Verwaltungsratsmandate dazu (von oberster Stelle vorgemacht) dann lassen die eigenen Interessen die wichtigsten Wahlversprechen vergessen. Wie sagt schon das Sprichwort: Man kann nicht zwei Herren dienen.
Darum, liebe Leserinen und Leser, sind mit wenigen Ausnahmen unsere Gewählten nicht glaubwürdig, weil sie immer macht- und geldgieriger werden und keine Grenzen mehr kennen, wir Steuerzahler/innen müssen endlich aufwachen, uns dagegen wehren und vielleicht bei den nächsten Wahlen einfache Bürger/innen mit gesundem Menschenverstand wählen anstatt lauter Anwälte, Juristen oder sonst Studierte, die alles umdrehen und nur nach schwammigen Gesetzen und Paragrafen handeln!

Zum Artikel: Sind unsere vom Volk Gewählten glaubwürdig? Ausgabe GR, GL 16.12.2019

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Ja, Gila Arpagaus, wie Sie weiss auch nicht, wen ich wählen soll, finde das System falsch.
Ich gebe jemanden meine Stimme (die dann er hat, nicht mehr ich, ich bin stumm dann), weiss aber nicht was er damit macht.
Es müsste beim MANDAT für Politiker wie beim Rechtsanwalt oder anderen Dienstleistern eine Feedback-Pflicht geben, Transparenz, Rechenschaftsbericht, und vor allem sollte ich jederzeit mit Anliegen dort empfangen werden - denn er ist nur in seiner Position dank der Stimmen der Wähler - der Wähler sollte die Verantwortung/Steuerung innehaben bzw. sich dessen bewusst sein. Bisher ist alles so undurchsichtig-nebulös-unbekannt, dass man sich als Souverän ganz unsouverän aus der Verantwortung für Land und Gemeinschaft verabschiedet hin zum Ego, Konsumrausch und Ignoranz.
Dass Alois Steinmann meint (so wie die Journalistin Michel, siehe weiter unten), man müsse wählen, ansonst dürfe man nicht reklamieren, finde ich falsch. Denn die Wahl zwischen Pest und Cholera ist keine Wahl. Der deutsche Kabarettist Volker Pispers sagte sinngemäss, in den (ich glaube 30) Jahren, in denen er nun Kabarett mache, hätten alle Parteien (CDU CSU SPD FDP GRÜNE) in allen Themenbereichen alles Mögliche versprochen, aber das Publikum solle ihm sagen, wo etwas besser wurde (und er zählt alle Bereiche auf), das Publikum solle ihm sagen wo, denn das Publikum müsse das doch wissen, weil: "Sie wählen die doch immer!"
https://www.suedostschweiz.ch/politik/2019-10-22/wer-nicht-waehlt-soll-…
Wolfgang Reuss
22.10.2019 - 12:43 Uhr
Jein, Frau Michel, so einfach finde ich es nicht (zumal in der Demokratie jeder dasselbe Werbebudget bzw. am besten jeder eine Seite im Wahlkatalog haben sollte und sonst nichts, also gleichlange Formalspiesse, sodass nur die Ideen zählen würden, und das sollte das Staatswesen sein: ein Ringen um die besten Ideen). Wenn ein Multimilliardär die Direktdemokratie super findet, nährt das meine Zweifel. Denken Sie an den Lynchmob im Wildwest, und dass das Volk prosaisch Hammelherde genannt wird in Westernromanen. Wie wollen Sie für quasi medizinische Akutmassnahmen am Weltkörper eine Mehrheit bekommen beim "Mensch, dem Gewohnheitstier" (ich sähe da nur die indirekte Prototypprinziplösung)?
https://www.watson.ch/schweiz/wissen/895022858-nach-diesen-22-zitaten-u…

Frau Arpagaus - ich hoffe doch, dass sie glaubwürdige Personen wählen. Ich sehe jedenfalls wenige, die nach der Wahl nicht dafür einstehen, was sie vor der Wahl sagten. Nur können sie sich nicht immer durchsetzen, weil die Mehrheit anderer Meinung ist. Zudem braucht es ja Mandate, damit die Politiker auch einen Bezug zur Wirtschaft haben und nicht reine "Theoretiker" sind. Das grössere Manko ist doch, dass viele sagen, ich wähle nicht, aber nachher immer unzufrieden sind ! Um Änderungen herbeizuführen, braucht es aktive Wähler.