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Leserbrief

Wieviel Negativwerbung für unseren wunderschönen Kanton erträgt es noch?

Hubert Allemann,
28. November 2019, 02:21:38

Bravo Quadroni-PUK! Wieder einmal mehr werden die Unzulänglichkeiten gewisser kantonaler Institutionen wie Regierung, Polizei, KESB etc. schonungslos offengelegt (Fall Quadroni). Ich frage mich einfach nur, wieviel Versagen es in unserem Kanton noch braucht bis die letzten Regierenden, Amtsstellen, Firmeninhaber und Richter etc. begreifen, dass die Zeiten der Mauschelei, Ignoranz, Vertuscherei, Vetterliwirtschaft und Unprofessionalität etc. definitiv vorbei sind? Irgendwann sollte der letzte «Hinterwäldler» in unserem Kanton erkennen, dass dank dem von genau diesen Zeitgenossen so gefürchteten Recherche-Journalismus, (zum Glück) früher oder später schonungslos aufgedeckt wird, was da vermeintlich vor der Öffentlichkeit verborgen bleiben sollte. Nämlich das, was von diesen Akteuren an Versagen (man könnte es auch Korruption und Ignoranz nennen) geleistet wird.

Herrschaften (oder auch die, welche glauben, solche zu sein) – die alten Zeiten von «Sauhäfeli - Saudeckeli - Mauschelei» und «unter den Teppich-Kehrerei» (auch Bündner Filz genannt) sind (dank der Transparenz-Forderung des mündigen Bürgers und des «wachen» Journalismus) endgültig und definitiv vorbei! Begreift das endlich!

Ich komme nicht um den Eindruck herum, dass in gewissen Amtsstuben in unserem Kanton immer noch die Meinung vorherrscht, dass man das Recht nach eigenem Gutdünken zurechtbiegen und auslegen kann. An exemplarischen Beispielen fehlt es nicht – siehe z.B. all die vom Bundesgericht kassierten oder zurückgewiesenen Urteile unserer Richter – oder eben der aktuelle Fall Quadroni.

Wir geben Unsummen dafür aus, unseren Kanton im besten (Tourismus-)Licht erscheinen zu lassen. Und gleichzeitig bringen es die Ewiggestrigen in unseren Amtsstuben und auch in der Wirtschaft (siehe Bauskandal – nur die Spitze des Eisberges) mit ihrem unsäglichen und sträflichen Verhalten fertig, genau diese Bemühungen zu sabotieren. Haben sich diese Akteure auch schon gefragt, was für ein Bild sie durch ihr schändliches Verhalten von unserem Kanton nach aussen vermitteln? Eine kantonale Bananenrepublik! Da nützen auch alle Image-Kampagnen nichts mehr! Es ist einfach nur eine Schande für unseren Kanton! Und all diese Leute werden noch mit unseren Steuergeldern fürstlich honoriert! Für was? Für ihr glänzendes Versagen! Und sogar wiedergewählt! Aber immerhin bringt man es so zu kostenloser Negativwerbung in allen Medien. Unser wunderschöner Kanton hätte Besseres verdient!

Zum Artikel: Parteien reagieren auf den PUK-Bericht / SO 27.11.2019 / GR

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«Demokratie ist ein Mechanismus, der sicherstellt, dass wir genau so regiert werden, wie wir es verdienen.» George Bernhard Shaw, irischer Schriftsteller
Ich habe lange in Afrika gelebt. Da zählt bei der Wahl v.a. die Stammeszugehörigkeit. Die kann auch bei uns ausschlaggebend sein.

Das Totschweigen kritischer Stimmen bzw. das Aussitzen politischer Fehlentscheide ist bekanntlich d a s Markenzeichen unseres Kantons. Es wird in regelmässigen Abständen vom Bundesgericht korrigiert. Der dümmste Kommentar von immunisierten Parlamentariern lautet stets "Ich habe von allem nichts gewusst...!"

Sehr geehrter Herr Oberli

Danke für Ihren Kommentar zu meinem Leserbrief. Ja - wie Recht Sie haben! Eigentlich wäre Ihre Bemerkung noch eine gute Ergänzung meines Leserbriefes gewesen.

Und es gäbe zum Verhalten unserer Politiker, Behörden etc. noch viel zu kritisieren. Aber das würde Bücher füllen!

Herzliche Grüsse

Hubert Allemann

 

 

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