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Leserbrief

Neuer Leserbrief zur Kolumne des Stadtpräsidenten von Chur

Annina Giovanoli,
07. November 2019, 12:42:24

Welch grosses Privileg steht dem Churer Stadtpräsidenten zu, in dem er an bis zu sieben Kolumnen pro Jahr in der Bündner Woche als Gefäss nutzen kann. Wohlverstanden in einer breit gestreuten Wochenzeitung, die als unpolitisches Gratisblatt oft und gerne gelesen, dem Stadtvater eine wunderbare Plattform bietet über Chur zu berichten. Sein überaus zynischer Beitrag über die politisch anstehenden Geschäfte in der Nachbargemeinde Haldenstein gehören nicht zu den Aufgaben eines Stadtpräsidiums und eine freie Kolumne in der BüWo für solche Spiele zu benutzen ist unlauter, ja fast schon grusig.

Zum Artikel: Kolumne vom 6.11.2019

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Ja, Annina Giovanoli,
1) warum bekommen die Fusions-Befürworter so viel und prominenten Platz in den (So)Media, 2) und zudem vor dem 20. Oktober 2019 hiess es bei der SO, Wahlwerbung werde nicht mehr in Leserbriefen abgedruckt?
3) Wie der vielgepriesene Minderheitenschutz in der Schweiz konterkariert wird, wie Minderheiten majorisiert werden, dafür sind (neben Majorz-Wahl-/Abstimmungsrecht betreffend 5G etc.) die Fusionen ein weiterer Hebel, Menschen zu etwas zu zwingen, was sie nicht wollen. Einen Augenöffner finde ich den geradezu schockierenden Leserbrief von Michael Balzer "Eine Fusion kann ins Abseits führen" (SO 8.10.2019).

Die Somedia-Bündner Woche wählt selbst aus, welche Politiker (wie Stadtpräsident Marti) oder welche Rechtsanwaltskanzlei (FDP-Kunz) oder welche Klinik (PDGR) sie jeweils auf einer ganzen Seite erzählen lässt, was sie will, das heisst WER hier PR betreiben darf (die mehr wiegt als nur Werbung).
Apropos Werbung: im etwa mittleren bis hinteren Teil der BüWo jeweils seitenweise die viertelseitigen kommerziellen Berichte, die aber nicht als kostenpflichtiges Inserat (Publireportage, Content oder wie die Verhüllungsworte sonst noch lauten) deklariert sind – was sie aber müssten gemäss www.presserat.ch meines Wissens. Oder kriegt man die Viertelseite gratis?
Immerhin standen in der BüWo schon berührende Artikel wie über das Huhn mit den grünen Eierschalen, das wegen einem zu ihm plazierten Chüngel flüchtete und fast erfroren wäre, wenn es der umsichtige Bauer nicht gesucht hätte.