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Leserbrief

Wild Jagd

Riet Caspescha,
24. Oktober 2019, 14:53:58

Genug der Schönrederei !
Zu Zeiten als die Rehwildbestände in Graubünden noch intakt waren, hatten wir ebenfalls strenge Winter. Die Schönrederei sowie die Präsentationen von absurden aus den Finger gesogenen Vergleichen ist für einen aufmerksamen Beobachter der Jagdszene im Kanton Graubünden kaum mehr auszuhalten. "Eine Statistik ist für die Sache immer sinnlos, wenn sie zur persönlichen Entlastung bei Misserfolg oder Versagen manipuliert wird. Die vergangenen Winter, der stetig wachsende Lebensraumverlust der Wildtiere durch immer intensivere Nutzung der Natur durch den Menschen, sowie das Einwandern der grossen Beutegreifer (Bär Wolf und Luchs) ist nur ein Teil des Problems und der Wahrheit, die zu der miserablen Jagstrecke 2019 und Zustand der Wildtiere im Kanton Graubünden geführt hat. Durch unerklärliche sich seit Jahren wiederholende Fehler, sind wir bei Reh (aktuell) und Gämse (seit Jahrzehnten) an einem kritischen Punkt angekommen. Bei der nicht nachhaltigen Jagdplanung durch den massiven und komplett übertriebenen Eingriff bei Weiblichen und Jungentieren, wurden die Rehe in den letzten Jahren auf ein Minimum durch die Jagd zusammengeschossen. Dort liegt in unseren Augen das Hauptproblem und nicht bei den im Bericht aufgeführten Ausreden. Die Jagdplaner beim AJF (Amt für Jagd und Fischerei) haben in unseren Augen versagt und sich durch verschiedene Interessenvertreter vor den Karren spannen lassen, dies zum Nachteil unserer Wildtiere. Unerklärlicherweise schweigt Jägerschaft und befolgt gehorsam die Weisungen des Kantons, ohne sich ernsthaft für das Wohl der Tiere und somit ihrem eigenen einzusetzen.
Für die "Jagdfreundliche" FB Gruppe im Namen der Wildtire Riet Caspescha

Zum Artikel: https://www.suedostschweiz.ch/politik/2019-10-24/die-sonderjagd-muss-es…

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Gratulation zu Ihrem Bericht.
Endlich einer der die Wahrheit ans Licht bringt, aber leider wird die Mehrheit der Jägerschaft von den (möchte-gern-Spezialisten) vom AJF nur als Unwisser wahrgenommen.
Schade das unsere Bündner Jagd immer mehr kaputt gemacht wird und wir diese Leute noch fürstlich dafür bezahlen.