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Leserbrief

5G und der Wahlherbst

Alexandra Blumenthal,
30. September 2019, 06:26:48

Seit einigen Wochen lächeln uns die Kandidaten der National- und Ständeratswahlen von ihren Plakaten an. Nur wenige unserer Volksvertreter erheben jedoch ihre Stimme gegen unsere drei Mobilfunkbetreiber Swisscom, Sunrise und Salt und ihre Machenschaften bezüglich der 5G-Technologie. Leider sind es zarte Stimmen, die von vielen, sogenannten fortschrittsbewussten Bürgern unseres Landes, belächelt werden. Von überall ertönt die Litanei, dass wir als Standort Schweiz auf den Zug aufspringen müssen und durch die 5G-Technologie wettbewerbsfähig bleiben müssen. Für unsere Gesundheit und das Wohlergehen unserer Umwelt steht viel auf dem Spiel. Gekonnt werden jedoch diese kritischen Stimmen von den Befürwortern unter den Teppich gekehrt. Es geht um zu viel Geld und zu viel Druck wird von Seiten des Bundes und der Mobilfunkbranche auf kritische Stimmen ausgeübt. Wahrlich eine gelungene Lobbyarbeit wurde in Bern vollbracht!
Ich wünsche mir für den Wahlherbst sehnlichst mehr wagemutige Politiker, die für die Interessen ihrer ehrlichen Wähler einstehen und sich fundierte Gedanken zu der neuen 5G Technologie machen. Ich wünsche mir Volksvertreter, die für das Wohl ihres Landes und seiner Bevölkerung einstehen und sich offen und deutlich gegen 5G stellen. Ich wünsche mir eine Wiederwahl derjenigen Politiker, die sich für eine 5G freie Zukunft für unsere Kinder und Enkelkinder einsetzen und sich nicht auf der gierigen Suche nach Macht kaufen lassen!
Mir ist bewusst, dass diejenigen Kandidaten, die sich zu weit aus dem Fenster lehnen, ihre Wiederwahl in Frage stellen, da zu viel Druck seitens der Mobilfunkbetreiber herrscht. Deshalb werden nur wenige Mutige sich wirklich für mein Anliegen und somit sich gegen die 5G-Technologie stellen.
Ich werde mir somit diesen Herbst genauestens überlegen, wem, oder ob überhaupt, ich meine Stimme geben werde.

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Danke, Alexandra Blumenthal. Ich sehe kaum Wählbare. Und Greta, die in Davos auf die Reporterinfrage, was sie ändern wolle, sagte: «alles», steht leider nicht zur Wahl.
https://www.republik.ch/2019/09/27/welche-partei-sind-sie
Einzige Lösungschance aus meiner Sicht: Prototyp durch Gleichgesinnte erschaffen, beispielsweise ein Tal, in dem andere Regeln als in unserer infausterweise alternativlosen Gesellschaft gelten. Das würde idealerweise als Tatbeweis/Dominoeffekt dienen, die Masse könnte via Medien bzw. dorthin pilgern statt in Europapark-Rust, Disneyland, Schlagerparade-Chur, Oktoberfest-Chur, und wie die heutige "Kultur" sich sonst noch synonymt:
https://oktoberfest-chur.webnode.com/