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Leserbrief

Sorgenbarometer Schweiz – Konkrete Lösungen

Ursin Widmer,
23. September 2019, 11:26:13

Beherzigt man das Sorgenbarometer 2019 der Schweizerinnen und Schweizer (gfs), fällt auf, dass nicht etwa die Klimadebatte, sondern die Altersvorsorge so manche Bauchschmerzen verursacht. Die Frage nach dem «wie weiter mit der AHV» ist demnach die grösste Sorge im Chancenland Schweiz.

Im Dezember 2012 hat die Bundeshausfraktion der BDP eine Motion zuhanden des Bundesrats eingereicht, die eine automatische Verknüpfung von Rentenalter und Lebenserwartung fordert. Vor sieben (!) Jahren also war es die BDP, die als erste Partei eine konkrete Lösung zur langfristigen Sanierung der AHV präsentierte. Die Motion wurde vom Bundesrat zur Ablehnung empfohlen. Nachdem der Nationalrat sich für das Anliegen der BDP ausgesprochen hatte, lehnte es der Ständerat ab – somit war die Idee vom Tisch.

Heute, nachdem mit dem AHV/Steuerdeal ein erster Schritt getan ist, diskutiert die Schweiz über genau diesen Ansatz zur langfristigen Sanierung der AHV. Wir sind froh darüber, dass unsere Lösung heute mehrheitsfähig wird.

Die BDP steht bestimmt nicht für spektakuläre Versprechen. Sie versucht vielmehr seit jeher, vernünftige Lösungen zu präsentieren. Langweilig, aber gut!

Ursin Widmer, Grossrat und Nationalratskandidat JBDP GR
Gian-Reto Trepp, Nationalratskandidat JBDP GR

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BDP: "Langweilig, aber gut!"
Medizynisch diagnostiziere ich das anders und sehe entsprechend auch anderen Handlungsbedarf.
Bloss einige Aspekte:
Die Lebenserwartung dürfte auch wieder gegenteiligen Trend aufweisen (zumal bei dieser Umwelt inklusive Megacities), zudem die Frage, in welcher Verfassung multimorbidmalaiserweise sich die noch Lebenden befinden und ob der Arbeitsmarkt das steigende Arbeitsalter zu absorbieren in der Lage sich sieht. Vor allem aber ist das Schrauben am Rentenalter keine ätiotrope Behandlung, ähnlich wie bei der Weltwirtschaftskrisenkrankheit das Schrauben an den Zinsen bloss eine Verzögerung des Absturzes bzw, bloss eine grössere Fallhöhe ergibt.
Das Krankheitswesen ist krank, das ist die Ursache. Ich nenne das nicht primär Kostenexplosion, sondern Leidensexplosion.
Fragen Sie mich:
Unlangweilig, aber gut!