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Leserbrief

Falsche oder keine Rezepte in Bundesbern

Heinz Brand,
23. September 2019, 08:00:34

In Bern wetteifern die CVP und SP darum, die Gesundheitskosten zum erfolgversprechenden Wahlvehikel zu machen. Nur sind leider ihre Vorschläge völlig unbrauchbar: Die CVP kann bis heute nicht schlüssig darlegen, wie die „Kostenbremse“ ohne Rationierung umgesetzt werden könnte. Die „10-Prozent-Initiative“ der SP schliesslich zieht einfach dem Steuerzahler aus der Tasche, was sie dem Prämienzahler geben will - gespart wird dadurch gar nichts. Gar kein Rezept hat die FDP, im Gegenteil: Sie stellt sich immer wieder gegen angemessenere Preise und Tarife beispielsweise bei horrenden Medikamentenpreisen und Abzocker-Ärzten. Den Bürgerinnen und Bürger viel mehr bringt hingegen das zielstrebig Schaffen der SVP in Bundesbern: Statt das Bewährte über Bord zu werfen, wurde in den vergangenen Monaten sehr erfolgreich zu Gunsten der Qualität unserer Gesundheitsversorgung gearbeitet. Die überflüssigen Behandlungen, die immerhin rund 6 Milliarden Franken ausmachen, müssen systematisch eliminiert werden. Das ist gut so: Die Qualität hat unsere kleine Schweiz gross gemacht. Die Qualität ist auch der richtige Ansatz, um im Gesundheitswesen die Spreu vom Weizen zu trennen. Die Verschwendung, die den Patientinnen und Patienten nichts bringt, muss konsequent eingedämmt werden. Dann dürfen wir auch in Zukunft darauf vertrauen, die notwendige medizinische Behandlung zu erhalten, wenn wir sie tatsächlich brauchen.

Heinz Brand, Nationalrat SVP, Klosters

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Lieber Herr Brand
Sie selber machen doch gerade mit dieser Schreibe die Gesundheitskosten zum Wahlvehikel der SVP
und Ihrer selbst.
Wohlweislich verschweigen Sie, dass Sie Präsident der Santé Suisse (Krankenkassenvereinigung) sind und von denen für diesen Nebenjob jährlich ca. 100000 Franken kriegen.
Da merkt man schnell, wessen Interessen Sie vertreten.
Ihr Vorschlag ist, dass die Krankenkassen nur noch die ganz schwerwiegenden Erkrankungen bezahlen müssen, alles andere soll der Bürger selbst berappen.
Zitat von Ihnen: "Die Behandlung eines Armbruchs oder des grauen Stars kann nahezu jeder bezahlen, das kostet einige tausend Franken..." ( " Blick", 17.04.2018 ) .
Für jemanden wie Sie, der für einen Nebenjob 100'000 Franken jährlich kassiert, sind ein paar Tausend Franken natürlich nichts. Aber für die Mehrheit der Bevölkerung, das sogenannte Volk, das Ihre Partei immer zu vertreten vorgibt, trifft das sicher nicht zu.

Und WIE gedenken der Herr Nationalrat und seine SVP, die "überflüssigen Behandlungen, die 6 Milliarden ausmachen", systematisch zu eliminieren? Und: Wann ist eine Behandlung überflüssig? Entscheidet das die SVP?
Einmal mehr nichts, aber rein gar nichts Konstruktives seitens der SVP.

Lieber Heinz Brand, dass sehe ich wesentlich anders, dies führt zu einer Zweiklassenmedizin, die wir schon teilweise haben, nur die mehr im Portmonnaie haben können sich eine Zusatzversicherung leisten, die andern können sich nur knapp die Grundversicherung leisten. Das Rezept ist eine Einheitskasse, die ihre Prämien nach Einkommen und Vermögen ihrer Versicherer berechnet. Es kann doch nicht sein dass sich Spezialkliniken und Krankenkassen CEO's Milliarden an Gewinnen einstreichen und der Bürger muss bezahlen.

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