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Leserbrief

Es gibt keinen Klimanotfall

Flurin von Albertini,
19. September 2019, 09:19:13

Wir, die unterzeichnenden 300 unabhängigen Klimaforscher und Experten aus 15 Ländern, möchten Ihnen fünf dringende Botschaften übermitteln:

1. Der Klimawandel ist eine Tatsache. Das geologische Archiv zeigt, dass sich das Klima der Erde seit jeher verändert hat, mit natürlich angetriebenen kalten und warmen Zyklen.

2. Nach dem Verlassen der Kleinen Eiszeit um 1870 ist es keine Überraschung, dass wir jetzt eine Aufwärmphase erleben. Dies entspricht voll und ganz dem natürlichen Verhalten des Klimasystems. Messungen zeigen jedoch, dass der Temperaturanstieg deutlich geringer ist, als die gängigen Klimamodelle vorhersagen.

3. Es gibt keinen Beweis dafür, dass der Ausstoß von anthropogenem Kohlendioxid (CO2) die Hauptursache für die globale Erwärmung ist. Im Gegenteil, neueste Erkenntnisse bestätigen, dass mehr CO2 nur einen geringen Einfluss auf das Klima hat, aber für die Land- und Forstwirtschaft sowie für die Photosynthese, die die Grundlage des Lebens auf der Erde darstellt, von großem Nutzen ist.

4. Darüber hinaus gibt es keine wissenschaftlichen Belege dafür, dass sich steigende CO2-Werte verstärkt auf Naturkatastrophen auswirken. Im Gegenteil, es gibt viele Anzeichen dafür, dass die meisten CO2-Reduktionsmaßnahmen verheerende Auswirkungen auf Wildtiere, Landnutzung und wirtschaftliche Entwicklung haben.

5. Die Energiepolitik muss auf wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Realitäten beruhen. Wir sprechen uns nachdrücklich gegen eine schädliche und unrealistische „klimaneutrale Politik 2050“ aus. Es gibt keinen Klimanotfall und daher keinen Grund für Panik und Alarm. Wenn überlegene Ansätze auftauchen, haben wir ausreichend Zeit, um zu reflektieren und umzusteigen. Unser Ziel sollte immer zuverlässige und bezahlbare Energie sein.

In Bezug auf eine gut durchdachte Zukunft raten wir den europäischen Politikern, dass die Wissenschaft ein wesentlich besseres Verständnis des Klimasystems anstreben und sich die Politik darauf konzentrieren sollte, Schäden zu minimieren, indem wirksame Anpassungsstrategien an extreme Wetterereignisse Vorrang erhalten.

Wir empfehlen den europäischen Staats- und Regierungschefs außerdem, in ihrer Politik einen klaren Unterschied zwischen der Umwelt der Erde und dem Klima der Erde zu machen. Der Schutz unserer Umwelt ist eine Frage der Verantwortung. Der Klimawandel wird jedoch hauptsächlich durch eine komplexe Kombination von Naturphänomenen verursacht, die wir nicht kontrollieren können.

Unterzeichner der Erklärung Juli 2019

Professor Guus Berkhout (Niederlande)
Professor Richard Lindzen (USA)
Professor Alberto Prestininzi (Italien)
Jim O’Brien (Republik Irland)
Professor Fritz Vahrenholt (Deutschland)
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https://klimatsans.com/2019/07/28/no-climate-emergency/
oder
https://www.fachinfo.eu/masson2019.pdf

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Sofern die Meinung des Herrn von Albertini als Zeitungs-Leserbrief erscheint, wäre es unabdingbar, dass auch die Gegendarstellungen der Herren Schulthess und Hess gleichzeitig für die Leserschaft der SO erscheinen! Ansonsten könnte ein einseitiges Bild dieser Problematik entstehen.

Unkritisch um jeden Preis! G. Berkhout ist kein Klimawissenschaftler und arbeitete u.a. fuer Shell; er war vor allem Politiker. A. Prestininzi is Geologe, J. O`Brian hat nie eine klimarelevante Arbeit in einer Fachzeitschrift publiziert. R. Lindzens Thesen wurden kurz nach ihrem Erscheinen widerlegt; er erhält Geld von der Erdölindustrie. F. Vahrenholt hat einen Ehrenprofessortitel in Chemie und arbeitete u.a. in der Kohlenforschung. Von den auf der Webseite aufgeführten Namen sind die wenigsten Klimaspezialisten und von den wenigen ist nicht bekannt, ob sie jemals in der Klimaforschung arbeiteten. Man muss schon tiefgläubig sein, um mit solch schwacher Evidenz überzeugen zu wollen.

Herr von Albertini

Es gibt auch in der Wissenschaft restaurative Tendenzen. Insbesondere in den bestehenden Energiekonzernen. Nun denn. Dann werden diese Konzerne dem Seneca-Effekt zum Opfer fallen. Kein Problem. Neue innovative Firmen und Lösungen werden in die Bresche springen.

Grüsse

Korrektur! F. Vahrenholt war Politiker. Trotzdem hat er von Klima nicht die geringste Ahnung.
Herr Nützi hat natürlich recht. In der Ökonomie spricht man von Creative Destruction. Wer nicht mitzieht, bleibt auf der Strecke. Deshalb bin ich auch überzeugt, dass die Chinesen bald sehr «grün» werden. Die haben Langzeitpläne und werden keine Gelegenheit verpassen und uns alle überflügeln, wenn wir zu sehr sperren. Zu wünschen wäre es nicht.

Nur soviel , Herr von Albertin, Der von Ihnen erwähnte Professor Guus Berkhout ist Guus Berkhout
Ingenieur, also kein Klimasachverständiger.
Augustinus Johannes "Guus" Berkhout ist ein niederländischer Ingenieur. Er arbeitete für Shell in der Öl- und Gasindustrie und war von 1976 bis 2007 Professor für Akustik, Geophysik und Innovationsmanagement an der Technischen Universität Delft. Kunststück, dass er nichts von Klimawandel hören will.
Sie sind ein fieser Miesmacher, dem jedes Mittel recht ist, Unsinn in die Welt zu setzen.

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