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Leserbrief

Jäger und E-Bike

Astrid Wallier,
29. August 2019, 18:48:28

Bezugnehmend Artikel Südostschweiz, Dienstag, 6. August:
«Jägerveteranen wünschen sich kleines Motörchen.»

Wann kommt der Jäger-Rollator?

Gehhilfe für alte Männer auf der Jagd. Jäger, die nicht mehr fit sind, sollten auf die Jagd verzichten. Ausserdem würden mit Sicherheit auch jüngere Jägerinnen und Jäger mit dem E-Bike den Wald und das Gebirge unsicher machen. Ich glaube kaum, dass das im Wandermonat September für den Tourismus förderlich ist. Viele Wanderer sind jetzt schon genervt, weil die Biker oft rücksichtslos durch Wald und Flur preschen. Das bedeutet noch mehr Stress für das Wild und es ist schwierig zu kontrollieren, wozu die Jägerschaft das E-Bike benutzt. Ausserdem sehr anonym und schwer feststellbar, wem das E-Bike gehört. Autos mit Kontrollschildern kann man zuordnen, E-Bike nicht. Die Alkoholpromille-Grenze analog dem Strassenverkehr ist auch nicht gewährleistet und könnte zu Sicherheitsproblemen führen. Immerhin hätten die Jägerinnen und Jäger das Gewehr während der Fahrt geschultert, was bei einem Sturz gefährlich werden könnte. Ausserdem sieht es lächerlich aus. Ist das die vielgerühmte freie, schöne, traditionelle Bündner Jagd? Mit Handys, E-Bike, Zielfernrohr, Präzisionswaffen, Helikoptertransporte usw.? Was kommt als nächstes? Vielleicht der Jäger-Rollator? Wenn ihr als Jägerinnen und Jäger nicht mehr fit genug seid, dann hängt die Flinte an die Wand und geniesst unsere schöne Bündner Natur mit Wandern und Fotografieren.

Astrid Wallier, Davos
Wildtierschutz Schweiz

Zum Artikel: Jägerveteranen wünschen sich kleines Motörchen

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