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Leserbrief

Kampf den Superreichen

Robert Cavegn,
19. August 2019, 22:14:52

Liebe Landsleute

Die Studie aus Luzern zeigt, dass Reiche mehr Steuern zahlen als Arme.
Herr Masüger freut sich in seinem Kommentar über soviel Steuergerechtigkeit.

Die Wirklichkeit sieht leider anders aus: Es findet ein Kampf der Superreichen gegen die Bevölkerungsmehrheit statt. (Das sagt übrigens auch Warren Buffet, selbst Milliardär).

Ein Beispiel: Frau Martullo Blocher, eine Reiche, erhält alleine an Dividenden über 100 Millionen Franken pro Jahr... und weil sie mehr als 10 % der Aktien der EMS Chemie besitzt , muss sie nur 50 % dieser Einnahmen versteuern. Also mehr als 50 Millionen kann sie vollkommen unversteuert in den eigenen Sack stecken.
Wer aber arbeitet, also z.B. die Angestellten von Frau Martullo, müssen jeden Franken Lohn versteuern.
Das reichste 1 % besitzt beinahe 50% des Gesamtvermögens, bezahlt dank solchen Steuerschlupflöchern jedoch nur knapp 25% der Einkommenssteuer.

Mehr als die Hälfte der Schweizer Bevölkerung (nämlich 55,9%) besitzen weniger als 50’000 Franken Vermögen, und sie kommen so auf einen Gesamtvermögensanteil von gerademal 1,6 %!

Tja, da staunt man, wenn man einmal im Jahr liest, dass die Schweiz das reichste Land der Welt ist, weil das Durchschnittsvermögen jedes Einzelnen fast 500’000 Franken beträgt.
Dieser Durchschnitt vermittelt leider ein vollkommen falsches Bild.
Er ist nur deshalb so spektakulär gross, weil es eben Superreiche bei uns gibt, die auf Vermögen von 10`000`000`000 Franken (10 Milliarden) sitzen (z.B. weit vorne die Blochers). (Soll hier bloss jemand bei diesen absurden Zahlen mit dem Neidargument kommen.)
Dieses riesige Vermögen für ihre Chefin haben ganz und gar die Arbeitenden der EMS – Chemie erarbeitet, - sie kriegen einen bescheidenen Lohn, von dem sie jeden Rappen versteuern müssen.

Nun, - die 99%-Initiative gibt uns die Möglichkeit, etwas mehr Gerechtigkeit zu erwirken.

Zum Artikel: Kommentar von Herr Masüger zu Steuergerechtigkeitsstudie

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Herr Cavegn, ich verstehe Ihre Frustration, aber warum spricht man denn von der reichen Schweiz, dem Wohlstands Land. Nun an eines möchte ich Sie erinnern, man kann nicht alle Leute reich machen, aber in einem Sozialistischen Land alle Leute arm machen innert kurzer Zeit.

Dieser Leserbrief sollte einen Preis bekommen! Besser kann man es nicht darlegen. Die Wahrheit gefällt wahrscheinlich nicht allen, aber sie ist unumstösslich. Alles braucht eine Reifezeit, vielleicht bis man die Realität am eigenen Leib erfährt... Vielen Dank, Herr Cavegn.