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Leserbrief

Klimaerwärmung: CO2-Budget

Jürg Thudium,
07. August 2019, 17:55:02

Der im Artikel postulierte lineare Zusammenhang zwischen globaler Erwärmung und emittiertem CO2 besteht nicht. Währendem die Erwärmung in den letzten 100 Jahren etwa linear mit der Zeit verlaufen ist, hat die weltweite CO2-Emission von 1950-1980 und dann wieder von etwa 2000-2010 besonders stark zugenommen, nach 2010 ist die Zunahme abgeflacht. Die über die Jahre akkumulierte CO2-Emission hat immer mehr zugenommen und kann am besten durch eine Parabel dargestellt werden, im Gegensatz zur globalen Erwärmung.
Grund für diesen unterschiedlichen Zeitverlauf ist, dass die Erwärmung u.a. von der Konzentration des CO2 in der Atmosphäre abhängt, nicht direkt von den Emissionen. Die Einträge von CO2 in die Meere, den Boden und die Vegetation und viele weitere Wechselwirkungen beeinflussen die resultierende CO2-Konzentration. Die im Artikel geäusserte Möglichkeit, mittels Steuerung der CO2-Emissionen eine bestimmte «Klimaerwärmung zuzulassen» ist wirklich irrig.
Die Klimaszenarien des IPCC und davon abgeleitet die 'Klimaszenarien CH2018' berücksichtigen eine grössere Anzahl von unter sich gleichwertigen Klimamodellen, die die weltweiten komplexen Wechselwirkungen auf unterschiedliche Weise formulieren. Bei den Ergebnissen werden 5% der Modelle mit den tiefsten und mit den höchsten Temperaturänderungen weggelassen, der Rest bildet den Bereich möglicher Temperaturänderungen ab. Für die Ostalpen (mit Graubünden) ergibt sich z.B. im mittleren Szenarium 'RCP4.5' für 2060 eine Erhöhung der mittleren Sommertemperatur um 1.6 bis 3.4 °C. Mit dieser Spannbreite müssen wir leben. Auch die Wirkungen von 1.5 bzw. 2 °C Temperaturerhöhung oder Eintretens Wahrscheinlichkeiten weisen grosse Unsicherheiten auf.
Was bleibt? Die Klimaerwärmung ist zu erheblichen Teilen menschengemacht, und die Netto-CO2-Emissionen müssen weltweit stark und rasch reduziert werden. Am besten schon nächstes Jahr 2020 auf netto 0. Wieso bis 2030 warten? Wenn also bestimmte Kräfte die 0 Emissionen 2030 und andere 2050 erreichen wollen, so ist es nicht so, dass die einen die Wissenschaft verstanden haben und die anderen "Ignoranten" sind, sondern es bestehen unterschiedliche Auffassungen, was technisch mit welchen Ressourcen und ohne wirtschaftliche und soziale Verwerfungen machbar sein könnte. Ich bin selbst Atmosphärenphysiker und finde es falsch, mit einer Mischung von falschen und wahren Darstellungen eine politische Stossrichtung als "objektiv notwendig" und die anderen als "ignorant" zu bezeichnen. Ich würde gerne die Konzepte vergleichen, mit welchen die einen bzw. die anderen ganz konkret und geplant die Netto-Null-Emissionen erreichen wollen.

Zum Artikel: Klimaerwärmung: Verwirrung mit Jahreszahlen

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Sehr geehrter Herr Dr. Professor Atmospährenphysiker Thudium

Danke für Ihre Reaktion. Die Frage wurde nicht beantwortet und für einen Atmosphärenphysiker absolut inakzeptabel.

In der Schule würde es heissen: 1 und setzen!

In Ihren Ausführungen widersprechen Sie sich komplett: In Ihrem Leserbrief fordern Sie absolut unrealistisch Null CO2-Nettoemissionen bis 2020, andererseits schreiben Sie plötzlich richtigerweise, dass CO2 nicht am Hauptanteil der Erderwärmung bzw. Treibhauseffekt ist.

Dabei ignorieren Sie die einfachsten Regeln der Physik.

Der sogenannte Treibhauseffekt in dieser Form existiert nicht.

Aber nun zu Ihrer Theorie als Atmosphärenphysiker. Die Sonne schickt Ihre Strahlung durch die Atmosphäre, dadurch die UV Strahlung in Infrarotstrahlung umgewandelt wird und diese dann von der Erde zurückgestrahlt, aber nicht mehr aus der Atmosphäre kommen, da 0.040% CO2 dies angeblich verhindern, d.h. 400 Lufteilchen auf 1'000'000 Luftteilchen bewirken diesen sogenannten Treibhauseffekt.

Es wäre in der Physik neu, dass Strahlung die Moleküle der Inhalt der Atmosphäre (Luft) erhitzt. Die Abstrahlung wo die Wellen auftrifft, erhitzen die Luft und wird durch die sogenannte Konvektion wiederum gekühlt.

Selbst wenn ein CO2 Molekül von der Strahlung getroffen wird und dieses beginnt zu schwingen, gibt es die Energie und Wärme gleichmässig ab und nicht in eine Richtung, d.h. die CO2 Moleküle strahlen nicht die Wärme direkt zur Erde ab sondern geben diese in alle Richtungen ab auch in den Weltraum.

Das einzige was massgeblich das Wetter und Temperaturen auf unserem Planeten beinflusst ist Wasserdampf und wie dieser beschaffen ist, so strahlen die Wasser- und Eispartikel die Wärme ab oder reflektieren diese zurück.

Das Phänomen kennt jeder, Wolken je nach Höhe und Beschaffenheit, können kühlen oder die Temperatur erwärmen.

Dies sehr Herr Dr. Professor Thudium, hat nichts, absolut nichts mit CO2 bzw. 400 Luftteilchen von 1'000'000 Luftteilchen zu tun.

Und nochmals appelliere ich an Sie als Wissenschaftler, bleiben Sie bitte bei der Wahrheit und Fakten und vermischen Sie dies bitte nicht mit grünen Ideologien.

Das schadet der Glaubhaftigkeit der Wissenschaft.

Die einfache Frage konnten Sie mir nicht beantworten, der CO2 Gehalt war massiv höher, egal ob zu Warm oder Kaltzeiten, defacto hat CO2 keinen nenneswerten Einfluss auf das Klima, sondern das CO2 folgte immer dem Verlauf der Natur, in Wärmephasen Ausgasung der Ozeane und bei Kälteperioden wurde es wiederum abgebaut.

Herzliche Grüsse

Frau Zogg,
obwohl ich eigentlich immer anderst denke als Sie, möchte ich Ihnen trotzdem vielmals Dankeschön sagen für Ihren Kommentar... kurz, ohne Aggression und für Viele auch aufklärend .
Hans Wattenhofer

Jürg Thudium

Herzlichen Dank für Ihren ausführlichen Leserbrief:

Endlich ein Atmosphärenphysiker der uns den Zusammenhang von CO2 und der Erderwärmung erklären kann.

Luft enthält 0,04% CO2 d.h. 400 ppm. Das entspricht genau einem CO2-Molekül auf ca. 2‘500 andere Gasmoleküle bzw. 400 CO2-Teilchen auf 1‘000‘000 Luftteilchen.

Gerne können wir hier mathematische Gleichungen aufstellen, wie sich die Zunahme von 120 von 280 auf 400 zu 1'000'000 Luftteilchen das Resultat grossartig verändern, nicht wirklich viel.

Aber mal zur Theorie. Gemäss wissenschaftlichem Konsens ist der natürliche Anteil von 0.028% CO2 dafür verantwortlich, dass wir mit dem Treibhauseffekt einen Temperaturunterschied von 33 Grad haben, d.h. anstelle -18 Grad plus 15 Grad.

Nach der Theorie des IPCCs und angeblichen 97% der Wissenschaft hat die Erhöhung des (durch menschen verursachten CO2s) von 0.012% (oder 120 ppm) von 0.028% (280 ppm) auf 0.040% (400 ppm) einen globalen Temperaturanstieg um 1 Grad verursacht (moment 0.028% plus 33 Grad 0.012% 1 Grad, lassen wir die Theorie so stehen.

Weiter mit der Theorie: Gemäss Klimamodellen des IPCC, dass ein weiterer Anstieg von 0.010% also weiteren 100 ppm auf 0.050% einen weiteren Anstieg um ein weiteres Grad verursachen d.h. insgesamt d,h. 2.0 bis 2.5 Grad.

Wiederum hat dann ein nochmaliger Anstieg des CO2s um weitere 0.010% d.h. 100 ppm auf 0.060% CO2 Gehalt wiederum einen Anstieg um ein weiteres Grad insgesamt 3 Grad, gemäss Theorie des IPCC der absolute Klima-GAU und führt zu irreversiblen Schäden und Klimakollaps führt, Abschmelzen der Polkappen, Anstieg des Meeresspiegels, etc.

Welche Temperaturen hatten wir bei einen nachweislichen CO2 Gehalt von 1%, das wäre 25 mal CO2 als heute und Erhöhung des Faktors 80 bzw. 81.

Sehr geehrter Herr Thudium, es ist Ihnen als Atmospärenphysiker und Vertreter der 97% der Wissenschaftler eine Leichtigkeit, mir diese einfache Frage zu beantworten. Leider haben mir 100% Ihrer Kollegen diese Frage nicht beantwortet.

Auf Ihre anderen Ausführungen gehe ich nach Beantwortung dieser einfachen Frage gerne noch ein.

Herzliche Grüsse

Rolf Stüssi
Verein ProCo2

Herr Stüssi, Sie schreiben:
"Welche Temperaturen hatten wir bei einen nachweislichen CO2 Gehalt von 1%?" ...
In den letzten 400'000 Jahren schwankte der CO2-Gehalt zwischen 200 ppm und 300 ppm.
Der Gehalt von 1% (10'000 ppm) muss viel früher als vor 400'000 Jahren sein.
Verraten Sie bitte uns das Datum der 1% und die zugehörigen Nachweise!

Lieber Herr Jean-Marrie Zogg

Gerne liefere ich Ihnen die gewünschten Daten und zwar von einer Seite der der Befürworter des Klimawandels, welche sich selbst widerspricht.

https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php/Datei:CO2_60Mio.jpg

https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php/Datei:CO2_640000.j…

Und ebenfalls aufzeigt, dass immer zuerst die Temperatur anstieg und nachher die Erhöhung des CO2s, d.h. der Anstieg des CO2 folgte nach dem Anstieg der Temperatur und nicht umgekehrt zuerst das CO2 Anstieg und dann die Temperatur.

Hier verwechseln 97% der Wissenschaftler also die Profis, die Wirkung mit der Ursache!

Die Vereisung der Arktis und Antarktis erfolgte millionen Jahre später als das CO2 massiv gesunken war.

Gemäss IPCC war der CO2-Wert über die letzten zehntausenden Jahre mit ca. 280 ppm stabil, dennoch hatten wir Warm- und Kaltzeiten sogar eine Minieiszit und das CO2 hat sich innerhalb der 280-300 ppm beweg. Das belegt, dass CO2 keinen Einfluss auf die Warm- oder Kaltzeiten hatte.

Die CO2 Werte sind sowieso mit Vorsicht zu geniessen, ich persönlich bin der Meinung, dass die Werte des CO2s aus den Eisbohrkernen höher waren, da CO2 während dein Einfriervorgangs ausgasen bzw. entweichen und somit die Werte verfälschen kann.

Die Theorie mit dem Treibhauseffekt mit der Sonneneinstrahlung hinkt und entspricht jeglichen physikalischen Gesetzen. Ein Treibhaus wandelt nicht die Sonneneinstrahlung Licht in Wärme um, sondern hält diese zurück, da die aufgeheizte Luft nicht entweichen bzw. sich umwälzen kann.

Jedes Gas ist mehr oder weniger ein Treibhausgas, egal ob CO2 mit 0.04% oder Stickstoff mit 70.08% in der Luft.

Der sogenannte Treibhauseffekt der Erde funktioniert nur, weil unser Planet eine Atmosphäre hat. Der Hauptanteil, was das Klima beeinflusst und die Wärme zurückhält ist Wasserdampf (Wolkenbildung) und hat einen massiven Einfluss auf das Wetter bzw. Klima und die Temperaturen. Gehen Sie mal in die Natur, wenn eine Wolke hoch oder tief ist, merken Sie den Temperaturunterschied, sie können aber auch 100 CO2 Flaschen aufdrehen, sie merken sie nichts auch wenn man z.B: zwei identische Glaskästen mit Luft und einen mit 100 CO2 auffüllt und die Temperatur misst, ist die Erwärmung im Kasten mit CO minimal. Wenn ihnen das nicht genügt, wie Wasserdampf die Temperatur erhöht, dann gehen Sie mal in die Sauna und machen einen Aufguss.

Seit 1850 am Ende einer Eiszeit messen wir die Temperaturen auf einem tiefen Niveau und befinden uns seit daher in einer Wärmephase, dies bedeutet die Temperaturen steigen logischerweise. Nochmals hatten wir 1850 überall so genaue Messstationen? Möchte ebenfalls darauf hinweisen, obwohl wir angeblich auf dem Mond landeten wir im Jahr 2019 massiv verfälschte Temperaturwerte und Messungen hatten, Meteo Schweiz musste die Werte teilweise bis um 2 Grad korrigieren. Hier die Frage, wenn wir nicht mal die aktuellen Temperaturen mit modernen Messgeräten messen können, wie wollen wir das Klima für die nächsten 30 Jahre berechnen?
Weiter können wir nicht mehr messen, wie hoch die Sonnenaktivität, Sonnenstürme etc. waren.

Die Sonne sowie kosmische Einflüsse, sowie die Aktitivät des Erdmagnetfeldes tragen dazu bei, wie viel Wärme, Strahlung etc. auf unserem Planeten ankommt. Einfaches Beispiel ist, dass wir auf der Erde Stromausfälle oder Ausfall der Kommunikation haben, wenn die Erde auf einen Sonnenstrum oder nur teilweise getroffen wird.

Ausserdem vergessen Sie, dass die Erde im Erdinnern ebenfalls eine riesige thermische Reaktion erfolgt. Dies äussert sich, durch Vulkanausbrüche oder Verdunstung ganzer Seen sowie auch diese im offenen Meer stattfinden.

Ausserdem hat sich die Weltbevölkerung seit 1850 fast verachtfacht von knapp einer Milliarde auf bald 7.5 sind

Ein weiterer Punkt ist, dass wir massiv Wälder (die Lunge) der Erde abholzen oder schlimmer abbrennen und darauf Strassen und Häuser etc. bauen, das führt dazu, dass weniger CO2 aus der Luft durch die Planzen gebunden und in Sauerstoff umgewandelt wird und andererseits zusätzlich neues CO2 ausgestossen wird und durch die Bebauung zusätzlich mehr Wärme zurückgestrahlt wird.

Da CO2 schwerer ist als Luft, kommt dieses vorallem in der Bodenregion vor, wo dieses durch die Pflanzen aufgenommen und mittels Photosynthese mittels Licht, Nährstoffen und Wasser in den uns lebenswichtigen Sauerstoff umgewandelt wird, ohne CO2 leben keine Pflanzen und Bäume, somit auch keine Menschen und Tiere und das Leben stirbt, rein theoretisch sterben bzw. verhungern die Planzen, wenn der CO2 Wert auf 0.015% also 150 ppm sinkt, d.h. wir sterben vorher indem wir ersticken als Folgen eines natürlichen Klimawandels.

Der natürliche Klimwandel hat absolut nichts mit mit dem CO2 Gehalt in der Luft zu tun, ob nun 280, 380 oder 400 Luftteilen auf 1'000'000 sind und wie die zurückstrahlen.

Übrigens, ich habe Sie 3 mal per Mail wie in den Leserbriefen angeschrieben, hätte gerne noch den Verweis auf Ihre 97% der Wissenschaftler. Diesbezüglich habe ich Ihnen den Gegenbeweis der Studie erbracht, dass man hier eher davon ausgeht, dass 2/3 der Klimawissenschaftler keine eigene Meinung dazuhaben oder sich nicht äussern möchten.

Gerne bringe ich Ihnen dann noch ein Beispiel was Theorie und Praxis ist, damit Sie es auch noch verstehen.

Herzlichen Dank.

Rolf Stüssi
Aktuar
Vereine Pro CO2 / Gegenallianz

Der natürliche Treibhauseffekt, der die Mitteltemperatur der Erde um etwa 35 grad erhöht, rührt nur zum Teil vom CO2 her. Auch Methan, Ozon und vor allem Wasserdampf sind daran beteiligt. Deshalb gelten auch hier keine Proportionalitäten.

In der Erdgeschichte gab es Zeiten mit deutlich höherer Temperatur und CO2-Gehalt im Vergleich zu heute, allerdings vor menschlichen Gesellschaften im heutigen Sinne. Gute Zusammenfassungen dazu können z.B. in Wikipedia nachgelesen werden.

Freundliche Grüsse

Jürg Thudium

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