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Leserbrief

Wasserzinsen, eine wichtige Stütze für unseren Kanton

Andreas Liesch,
04. August 2019, 16:49:01

Der Kanton Graubünden in seiner kulturellen, sprachlichen und regionalen Vielfalt bzw. dessen Regionen und periphären Gemeinden ist auf mehrere wirtschaftlichen Stützen angewiesen. Unter anderem bilden die Wasserzinsen eine wichtige Ertragsquelle für periphäre Konzessionsgemeinden. Deren Erträge resultieren bis zu 40% aus den Wasserzinserträgen. Das Potential eines Wasserschloss Graubünden, wie unser Kanton auch genannt wird, wurde somit für mehrere Jahre gesichert. In der 50. Legislaturperiode 2015-2019 durfte die SVP-Bundeshausfraktion in qualifizierter Mehrheit, einen Beitrag zu diesem Erfolg leisten.

Gerade die Sicherstellung eines solchen Anliegens, setzt eine starke Bündner Delegation voraus, welche im Verbund mit anderen Bergkantons-Delegationen, solche exemplarische Anliegen erfolgsversprechend einbringen.

Die Einsitznahme in möglichst starken Bundeshaus-Fraktionen von Vertretungen unseres Kantons erleichtern die Realisierung solcher Anliegen.

Andreas Liesch, Parteisekretär SVP Herrschaft/Fünf Dörfer u. Regionalvertreter Parteileitung SVP Graubünden, Malans

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Das die Wasserzinsen im Kanton ein wichtiger Einnahmefaktor sind ist unbestritten, ob das nur ein Verdienst der SVP ist wage ich zu bezweifeln. Der Preis per Kilowatt beträgt 110.- Sfr. und beschert so Graubünden Einnahmen von 18 Millionen pro Jahr. Dieser Preis ist vom Bundesrat bis 2023 garantiert. Die Krucks ist aber dass alle grossen Energieträger wie das EWZ (Elektrizitätswerk Zürich) ausserhalb des Kanton besteuert werden und ein Grossteil der Infrastruktur (wie Speicherung) zu Lasten des Kantons gehen, hier wäre eine gerechtere Besteuerung von Nöten. Dazu kommt, das der Kanton es bis heute nicht geschafft hat, Alternativenergien wie Sonne, Wind usw. sinnvoll zu fördern. Z.B. ist es in Graubünden nicht möglich, was beim Bund schon längstens usus ist, seine Photavoltaikanlage steuerlich abzusetzen. Wenn die SVP es wirklich mit der Energieförderung ernst nehmen würde, müsste sie hier ansetzen.

Sehr geehrter Herr Tucek

Recht herzlichen Dank für Ihren Kommentar und Ihre Gedanken. Selbstverständlich ist es nicht nur ein Verdienst unserer Bundeshausfraktion. Darum die Vormulierung einen "Beitrag" leisten. Mit dieser Formulierung sollte bewusst gemacht werden, dass unsere Fraktion in ihrer Mehrheit mitwirkte. Glücklicherweise haben andere Fraktionen bildete sich eine Allianz aus Bergkantonen, SP, SVP, wie auch Teile der CVP sowie eine waadtländer Minderheit der FDP-Liberalen.

Herzliche Grüsse
Andreas Liesch