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Leserbrief

Lügen als Strategie - Schweiz / EU

Hubert Allemann,
29. Juni 2019, 20:30:42

Um es vorweg zu nehmen: Der Verdacht liegt nahe, dass beide Seiten lügen.

DIE SCHWEIZ - bzw. das EDA welches damit den Verhandlungs-Dilettantismus und die Verhandlungs-Unfähigkeit aller Beteiligten aus Bundesbern vertuschen will. Das 'Verhandlungsresultat' = Rahmenabkommen in der vorliegenden Form zeigt überdeutlich, zu was die hochgebildeten und durch die Steuerzahler überbezahlten 'Verhandler' des EDA fähig, bzw. eben nicht fähig sind. Meiner Meinung nach bedeutet verhandeln nicht, sich dem Diktat des Stärkeren zu beugen. Und die Konsequenzen aus diesem jämmerlichen Versagen seitens des EDA nützt die EU nun in unverschämter und erpresserischer Art und Weise aus. Das haben wir nun davon, dass man in Bundesbern schon seit jeher eine Kniefall- und Bittsteller-Politik gegenüber der EU praktiziert. Und warum? Aus lauter Angst vor allfälligen Nachteilen und Sanktionen. Aber wie man sieht, hält diese Unterwürfigkeitspolitik aus Bundesbern die EU nicht davon ab, Sanktionen gegen die Schweiz zu ergreifen (siehe jüngstes Beispiel - Aberkennung der Börsen-Äquivalenz). Und weitere werden folgen - mit oder ohne Rahmenvertrag! Und das unter 'befreundeten' Staaten und Handelspartnern! Sieht so eine wahre Freundschaft aus? Wohl nur aus der Sicht der Machtstrategen in Brüssel! Trump lässt grüssen!

DIE EU bzw. die Europäische Kommission und deren vergreister (aber für die EU cleverer) Präsident kann damit die Schweiz nach Belieben unter Druck setzen und erpressen, was die EU jetzt schon weidlich ausnützt, und es bei einer allfälligen Unterschrift des Rahmenvertrages durch die Schweiz erst recht tun wird. Dann lieber kein Rahmenabkommen mit all seinen offensichtlichen Nachteilen, welches die Schweiz noch mehr unter das Joch der EU zwingt! Die gefürchteten Sanktionen der EU werden so oder so eintreffen! Der Grund: Die EU will mit aller Kraft, Macht und Erpressung bewirken, dass die Schweiz Mitglied der EU wird! Die EU hat erkannt, wie man Bundesbern 'weichklopfen' kann.

Irgendwie scheint man dies - nur leider sehr spät - nun auch in Bundesbern zu realisieren. Jetzt sitzt man dort auf dem 'Scherbenhaufen', welchen man durch die eigene Unfähigkeit selbst verursacht hat. Und die EU lacht sich in die Faust - nein - ich denke man lacht dort sogar öffentlich über die Blauäugigkeit, Strategielosigkeit, Verhandlungsunfähigkeit und Unerfahrenheit des EDA. Ein guter Schweizer Sekundarlehrer hätte vermutlich mit der machtbesessenen und erpresserischen EU besser verhandelt als das EDA mit seinen 'Koryphäen'!

Ein Kränzchen muss man aber Bundesbern zum Schluss doch noch winden: Langsam erkennt man dort scheinbar - leider viel zu spät, dass man sich hierzulande gegen die Erpressungsversuche der EU auch wehren kann - siehe Massnahmen bezüglich der Aberkennung der Börsen-Äquivalenz und Rückbehalt der (sowieso unnötigen) Kohäsionszahlungen. Bravo - nur so weiter - es gibt da nämlich noch viele Möglichkeiten der EU zu zeigen, dass man mit der Schweiz nicht ungestraft so umspringen kann, wie sich das die EU vorstellt! Es ist höchste Zeit dazu!

Zum Artikel: SO am Wochenende GR v. 29.06.2019: Lügt die Schweiz oder die EU?

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