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Leserbrief

Komfortzone verlassen mit einer honorierten Glosse und vielen Likes ?

Priska Haldner,
13. Juni 2019, 01:54:51

Komfortzone verlassen mit einer Glosse mit Honorar und sicher vielen „Likes“ und Zuspruch der Pseudogutmenschen ?

Zum Artilkel: „Die Wende“ von Linard Bardill in der „Südostschweiz“ vom 7. Juni 2019

Das Engagement der Anni Lanz ist löblich – ihre Geschichte - seinerzeit in der „WoZ“ publiziert - zur Rettung des afghanischen Asylbewerbers war ergreifend. Sicher hat sie richtig gehandelt, als sie ihn aus Kälte und Not geholt hat - jenseits der Grenze - in Italien - und verdient für diesen Einsatz Anerkennung, dass aber „Flüchtling“ als Begriff abwertend sein soll, auch als Ironie oder Glossen-hafte Begriffserklärung, wie Bardill dies weismachen will in seiner Glosse „Die Wende“, ist nichts anderes, als das Dauer-Lügengebilde der Pseudolinken aufrechtzuerhalten.
Flüchtlingen nach GFK (und OAU) zu helfen ist Pflicht für Staaten, die um Hilfe gebeten werden – meistens sind es die Anliegerstaaten an die Länder, in denen Menschen, die an Leib und Leben bedroht sind zur Flucht getrieben werden, die die Aufgabe haben nach internationale Richtlinien, solche Verfolgte aufzunehmen - und wenn ein weiter entfernter Staat ein hohes Brutto-Inland-Produkt hat, kann er sicher noch mehr helfen, auch als nicht anliegender Staat – aber n i c h t auf Kosten der eigenen, ausgegrenzten armen Bevölkerungsschicht.

Was die Pseudogutmenschen immer ignorieren ist, dass der Begriff „Flüchtling“ nach Genfer Flüchtlingskonvention (GFK) und der Organisation afrikanischer Einheiten ( OAU) definiert ist und sich klar abgrenzt vom Begriff „Wirtschaftsmigrant“, dem nämlich keine Rechte aufgrund des Begriffs „Flüchtling“ zustehen.
Nur - wenn man sich an den Flüchtlingsbegriff der GFK nicht hält - ist die sogenannte Flüchtlingspolitik eben keinen „Pfiffer-ling“ wert – dann sind die Begriffe „Flücht-ling“ und damit die Rechte, die sich daraus ableiten, „Eier-schwammige“ Begriffe - und d a s beim Namen zu nennen, „braucht Eier“ - aber schwammige Mainstream-Begriffe, die Etikettenschwindel nach sich ziehen, nicht - und am wenigsten ist mit dem schwammigen Begriffs-Verwirrspiel den Flüchtlingen selbst geholfen - und die, die wirklich dazu gehören zum Begriff Flüchtling, werden dann von Pseudogutmenschen immer wieder als ( zugegebenermassen Erschreckendes erlebt Habende ) – medienwirksame Beispiele vorgezeigt, mit ihrer ergreifenden Geschichte und diesen Menschen ist sicher Empathie geschuldet und auch die Hilfe, die ihnen zusteht – aber j e d e m Wirtschaftsmigranten, der es einfach ausnützt, dass er auch aus einem sogenannten Drittweltstaat stammt, eben nicht.

Und was diejenigen, die nicht in der Komfortzone leben in der sogenannten Ersten Welt, zum berechtigten heiligen Zorn treibt, ist, dass es vermutlich viele begüterte Familien aus der Oberschicht der Komfortzone aus der Dritten Welt sind, die ihre Jugend als Vorhut in die Erste Welt schicken – um sie als „Flüchtlinge“ auszugeben, obwohl sie es nach Definition der GFK nicht sind – denn Wirtschaftsmigranten stehen keine Flüchtlingsrechte zu – das wäre allen anderen Migranten gegenüber, die ihre Heimat auch verlassen haben, um eine wirtschaftliche Besserstellung zu erreichen, wie beispielsweise die Migranten aus Südeuropa in den 70 er Jahren oder auch später noch - nicht gerecht.
Aber die Hiesigen, die hier ihre Komfortzone nie verlassen haben, da schon immer im privilegierten Mittelstand lebend, blenden das – in ihrem eigenen Interesse - immer bewusst aus.
Dasselbe Gedankengut zeigte sich, als sich eine Leserbriefschreiberin vor einigen Tagen im „Tages-Anzeiger“ empörte, weil man in Zürich den „armen jugendlichen Flüchtlingen“ die dreissig Franken Kleidergeld im Monat streichen wollte, um sie zum weniger teuren Kleidertragen aufzufordern – sie ( die „armen Flüchtlinge“ ) hätten doch schon so nichts und man könne sie doch nicht zwingen mit weniger modernen Kleidern rumzulaufen als einheimische Jugendliche – wenn man aber im Strassenbild Jugendliche aus Eritrea und Afghanistan usw. sieht, hat man den Eindruck, dass sie immer die neusten und teuersten Markenartikel tragen und das übersteigt das Kleidergeld von dreissig Franken sowieso schon jetzt.

Daher ist es auch lächerlich, immer wieder pauschal von den „armen Flüchtlingen“ zu sprechen– zweifellos gibt es diese, die wirklich armen Flüchtlinge - nach OAU und GFK- , aber das sind sicher nicht die zahlreich durch das Schweizer Strassenbild flanierenden, modisch gekleideten Jugendlichen, deren Herkunftsfamilien in der „Dritten Welt“ vermutlich zu den wohlhabenden Schichten gehören und die vielleicht nicht jene sind, die Menschenrechtsverletzungen in ihrem Land erlebt haben, sondern vielleicht jene, die sie sogar noch ausgeübt haben, um die hohen Schlepperpreise bezahlen zu können.
Hier müssten einmal die Komfortzone des „Bubble-Denkens“ verlassen werden – auch von den netten Beamten, die im Café in Flims hockend, erzählen, uns in der Schweiz gehe es doch gut - und zwar allen und gleichzeitig bei Menschenrechtsverletzungen gegen die hiesige Bürgerin mitmachen, die nach dem Schweizer Strafgesetz-Artikel 179 quater mit vier Jahren Zuchthaus geahndet werden würden– wenn denn die Schweiz ein Rechtsstaat wäre und nicht nur für die „armen Flüchtlinge“ die Menschenrechte gelten und Rechtsverfahren eingeleitet würden, bei denen sie dann ( auch als Angeklagte) – im Gegensatz zur einheimischen Klägerin in der Schweiz Recht bekommen - oder spätestens in Strassburg - mit dem teuren Anwalt - obwohl sie oft nicht Recht haben – die Menschenrechte werden hier verletzt und die Schweiz ist ein Unrechtsstaat – den eigenen BürgerInnen gegenüber, die ausgegrenzt, gedemütigt und in ihrer Menschenwürde und ihren Menschenrechten verletzt werden – wo aber Pseudogutmenschen dann zu den Tätern gehören, wollen sie das nicht merken – ihre Opfer sind ja nur „Schweizer-linge“…und die sogenannten „armen Flüchtlinge“ sind wahrscheinlich bei der Täterschaft mit dabei – mit dem grossen Taschengeld haben sie ja auch die neusten und teuersten Smartphones und Smartphone-Abos und können beim Cybermobben oder sonstigen Menschenrechtsverletzungen mittun und vielleicht Intergrations -Punkte abholen für ein paar neue Sneakers, wenn sie sich besonders schön ins Wir-Gefühl integrieren, das ihnen ihre teuer bezahlten „Peers“ vorleben…

Menschenrechte werden verletzt – in Chur zum Beispiel durch den Stadtrat, der ChristInnen jagen lässt mit Polizeiwagen vor der Kirche, aber gleichzeitig werden in „Tom‘s Moschee“, die vom Stadtrat Tom Leibundgut bewilligt wurde, ohne Mitwissen seines Stadtratskollegen, Patrick Degiacomi, am Winterbergweg jeden Abend während des Ramadans Rambazamba-Partys gefeiert bis 3 Uhr und keiner darf dagegen etwas sagen – denn bis vier Uhr früh feiert ja auch die eritreische Gemeinde gegenüber auf der anderen Strassenseite im Welschdörfli - und wenn ein Streifenwagen wegen der Eritreer vorfährt mit vier Beamten, dann lachen die andern nur – mit ihrer mehr als fünfzig Personen-Party sind sie ja in der Mehrheit und nehmen dann lieber das Taxi ohne Streifen am Rand - und in der Komfortzone im Lürlibad und in Scharans oder am Arraschgerrank und auch an der rechten Zürichseeküste und in der Villa in Köniz, bekommt man ja von all dem nichts mit und schläft wohlig den Schlaf der Un-Gerechten.
Und sicher erhält ja auch niemand Befehl einzuschreiten - nicht, dass sich die „armen ausgegrenzten Migranten“ noch in ihrer Komfortzone gestört fühlen – aber die in die Armutsfalle gedrängte, eigene hiesige Schweizer Bevölkerung zu jagen, dazu fühlt sich scheinbar jeder Pseudogutmensch, Pseudoflüchtlingsschützer und Pseudolinke berufen – und mit illegalen Filmen, die ein Neonazi, ein NSU-Nachbar, aufgenommen hat, zu demütigen - das scheint dann keine Menschenrechtsverletzung zu sein für die Pseudogutmenschen und wenn sie selber auch noch aktiv mitmachen, auch kein Delikt – wie scheinheilig, wie Pharisäerhaft: Die „LINGE“, die man man in dieser Gesellschaft quält, sind nicht die, die von den Pseudogutmenschen als „Flücht-LINGE“ bezeichnet werden, sondern die, die sie als Armutsbetroffene ausgrenzen und zu „Geflüchteten“ machen in diesem „Wohlfühl-Komfortzonen- Diktaturstaat“ – mit dem Segen der Korruptionspolitiker und ihrer Zinnsoldaten.

In Spanien scheint, wie das kürzlich publizierte Beispiel eines Urteils gegen einen Menschenrechtsverletzer zeigt,
das Bewusstsein vorhanden zu sein, dass auch die Menschenwürde von nicht Begüterten nicht verletzt werden darf: Ein social-media-Influencer hatte in Menschenwürde-verletzender Haltung sich mit einem Film über einen Obdachlosen lustig gemacht und sein hämender Film wurde von einer riesigen Anzahl seiner Follower gesehen – das spanische Gericht kam zu dem Schluss, dass mit diesem „Sauglattismus-Filmli“ die Persönlichkeitsrechte und die Menschenrechte des Opfers massiv verletzt wurden und sperrte das Konto des angeklagten Youtubers und verurteilte ihn zu fünfzehn Monaten Gefängnis und zu einer Wiedergutmachung-Summe für das Opfer von 20 000 Euro.

Bardill hat zumidest in einem recht: Menschenrechts-Verletzungen sind nicht gleich Menschenrechts-Verletzungen - jedenfalls nicht in der Schweiz - für die armutsbetroffenen eigenen BürgerInnen - die werden als Menschen zweiter Klasse behandelt – auch von den „armen Flüchtlingen“, die mit dem Geld, das vermutlich den eigenen BürgerInnen eher zustehen würde, in Markenklamotten rumlaufen können und Mittelstands-Wohnungen erhalten und jede erdenkliche Zuwendung in finanzieller oder sonstiger Weise – ( der in Spanien in seiner Menschenwürde verletzte Obdachlose hatte hingegen Glück - das Gericht gab ihm Recht – der „Tages-Anzeiger“ titelte dazu am 5. Juni: „ Lustig geht anders“) aber „arme Flüchtlinge“ mit Etikettenschwindel auch noch zu verhätscheln, auch wenn sie straffällig wurden und offensichtlich auch weder „arm“ noch „Flüchtlinge“ sind, ist scheinbar salonfähig. Um Empathie zu erlangen für die „armen Flüchtlinge“ und ihre Flüchtlingspolitik zu rechtfertigen, werden dann aber immer die paar Beispiele aufgezählt von Menschen, die wirklich schlimmes Unrecht erfahren haben - und die gelten dann als Beweis, im Sinne von: „Seht, alle diese Zehntausenden von Wirtschaftsmigranten haben das auch erlebt“ - und das ist und bleibt eine Lüge und hilft auch den Flüchtlingen nicht, jenen auf die sich der Begriff bezieht, der ist nämlich nicht abschätzig, aber genau definiert – abschätzig ist der Umgang der wohlhabenden Pseudogutmenschen und Pseudoflüchtlingen mit denen, die sie an den Rand der Gesellschaft drängen – beispielsweise als 50plus Arbeitnehmer, als Whistleblower, die nicht zu ihrem Recht, sondern in den finanziellen Ruin kommen, als AHV-Rentner, denen es kaum zum Leben reicht, als Alleinerziehende ohne ausreichende Unterstützung, als Ausgesteuerte, die fast das ganze Vermögen abgeben müssen, bis sie vom Staat, in dem sie legal leben und Steuern bezahlt haben, auch nur einen Fünfer bekommen und sich dafür noch pausenlos vor der Gesellschaft rechtfertigen müssen - während jedem sogenannten „armen Flüchtling“ sein staatlich bezahlter „Peer“, im Restaurant beim teuren Cappuccino oder in der Kantonsbibliothek, lautstark die neusten Kniffli beibringt, wie man diesen Staat noch mehr abzocken kann - natürlich alles mit dem Gefühl, das steht einem zu - wir sind schliesslich aus der „Dritten Welt“ und die andern, die hier nicht in Wohlstand leben, sollen hinten anstehen, die sind ja selber schuld, wenn sie in diesem reichen Land Schweiz Unrecht erfahren haben als eigene BürgerInnen – die, die hier nicht wissen wie sie bis Ende Monat über die Runden kommen sollen – wie beispielsweise die AHV-Rentnerin, die berichtete, sie beschränke sich jetzt schon auf nur noch eine Mahlzeit pro Tag, aber noch mehr sparen gehe einfach nicht, oder wie der Obdachlose, der verächtlich behandelt wird - auch von den jugendlichen Nike-Turnschuh-Migranten aus dem Asylbereich, die Milliarden im Jahr kosten für den Staat, in dem der Obdachlose vermutlich legal lebt und in dem zumindest seine Familie sicher schon Steuern bezahlt hat – und komischerweise sind diese wirklich - zumindest materiell - armen Menschen meist SchweizerInnen, die den lokalen Dialekt sprechen - “aber uns geht es ja gut und zwar allen “ hat Simonetta Sommaruga sicher auch gesagt und wenn „schwarz auf weiss“ etwas anderes behauptet wird – mit Statistiken und mit den paar wenigen Recherchen über armutsbetroffene SchweizerInnen, dann ist das - weil nicht UNO-Migrationspakt-kompatibel- einfach tot zu schweigen – die Alten sterben ja sowieso bald einmal weg und die anderen dürfen sich auch nicht mehr äussern, sonst nimmt man ihnen nicht nur das tägliche Brot und die Menschenwürde weg, sondern auch noch die letzten Krümel vom wohlgedeckten Tisch, den man den „armen Flüchlingen“ reich gedeckt hat, weg….KrümeLINGE von den FlüchteLINGEN, für die sich die SchweizerLINGE noch krümmelen müssen – so hoffe man auf den aufrechten Gang und darauf, dass es einen baldigen „Gang nach Canossa“ geben möge für die , die dem eigenen Volk nicht einmal das Brot, aber den Fremden ganz selbstverständlich den Kuchen gönnen mögen...

Zum Artikel: "Die Wende", von Linard Bardill in der SO vom 7. 6. 2019

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Ich muss mir, „lieber“, bemitleidenswerter Herr Wattenhofer, weder von in der Schweiz gebliebenen noch ausgewanderten, im relativen oder absoluten Wohlstand Lebenden, bashende Bemerkungen gefallen lassen - und traurig ist, dass Leute wie Sie, auch wenn man ellenlange Leserbriefe schreibt, eben doch nicht auf die Argumente und den Inhalt eingehen und das, was ihnen daran nicht passt mit Fakten kritisieren, sondern nur bashen können und nicht auf den Inhalt eingehen – das ist erstens ignorant, zweitens blödsinnig und am Gedanken eines Forums vorbei: Ich sage deshalb „touché“ für „blödsinnig“, denn ich finde Ihren Kommentar, da von oben herab – geistig „armselig“ - was Sie schreiben über Ihr Elternhaus- könnten viele aus dieser Generation schreiben, wenn Sie meinen Leserbrief verstanden hätten, hätten Sie gemerkt, dass es mir gerade darum geht: In der Schweiz hat eine Generation von Arbeitern, kleineren Angestellten und Bauern den Wohlstand aufgebaut – in einem Land, in dem die, die früher diese Menschen ausgebeutet und verachtet haben – weil sie schon damals zu den Ausbeutern gehörten und sich nun „Gutmenschen“nennen, mit grösster Selbstverständlichkeit Leute sich einnisten lassen, die sich fälschlicherweise auf Flüchtlingsrechte berufen, die ihnen nicht zustehen und die nur hier sind, weil sie ihr e i g e n e s Land nicht aufbauen wollen – und Herr Wattenhofer, ich weiss nicht, was genau Sie aus meinem Leserbrief ableiten, aber ich bin nicht die im Wohlstand lebende, reiche Politikerin, die die Flüchtlingspolitik kritisiert und den „armen Flüchtlingen“ nichts gönnen mag - oder was auch immer Sie aus meinem Leserbrief, den Sie offensichtlich nicht verstanden haben, herausgelesen haben – und wenn es Sie beruhigt-ich lebe heute in der reichen Schweiz ohne fliessendes Wasser und ohne Wohlstandswohnung und werde deshalb - wegen einem weniger hohen materiellen Wohlstand, als es ihn jeder sogenannte Flüchtling hat, von einer Gesellschaft, die den Wert eines Menschen nur an Materiellem misst – ausgegrenzt und geächtet- (auch von den sogenannten Flüchtlingen, die mit Geld , das ihnen nicht zusteht materiell mehr haben) obwohl ich ein abgeschlossenes Studium habe, legal in meinem Land lebe und als Whistleblowerin nicht zu meinem Recht, sondern in den finanziellen Ruin kam – diese oder ähnliche Situationen in der reichen Schweiz erleben auch noch viele andere, wenn sie sich dagegen wehren wollen, werden sie - wie Ihr Kommentar zeigt - noch mehr angefeindet -und Sie beruhigt-auf Twitter und anonym hat es sicher ganz viele Hasskommentare gegeben, da danke ich Ihnen direkt dafür, dass sie wenigstens mit Ihrem Namen hin stehen und seien Sie beruhigt, weinen Sie über sich und die vielen anderen, die nie verstehen, was man Ihnen sagen will (beispielsweise der wohlstandsverwahrloste Jugendliche, der mit seinem Kollegen am Samstagnachmittag Steine auf den 4er Bus geworfen hat – wie in Südafrika in der Apartheitszeit, wenn eine Schwarze im Bus gesessen wäre)i- wenn es gegen die Mainstream-Meinung geht – denn irgendwann wird der heilige Zorn gegen das Unrecht so gross, dass von weiter oben eingegriffen wird - und dann weinen die Täter – nämlich über sich selbst - sparen Sie sich also die Tränen und heben Sie sie für sich selbst auf...

Frau Haldner, ich war scheinbar nicht fähig mich zu erklären, mein Brief war vorgesehen als eine Unterstützung für Sie. Ich hatte spezifische Gründe warum ich nicht einzelne Punkte diskutierte. Dieser Gedankenaustausch mit Ihnen , hat mich aber auch überzeugt mein Meinung in Zukunft für mich zu behalten . Schade .

Herr Wattenhofer, scheinbar gab es da Missverständnisse bei der Interpretation des Textes – ja, Schade - aber wer auf dem Zahnfleisch geht, pausenlos von wildfremden Leuten digital und analog diffamiert wird, verliert manchmal die Gelassenheit um adäquat reagieren zu können - was da als Reaktion kam, war vermutlich an die falsche Adresse gerichtet – da habe ich Ihren Text wohl falsch interpretiert – und bitte Sie dies zu entschuldigen und nochmals: Sicher gebührt Eltern wie den Ihren und auch meinen und vielen dieser Wohlstands-Aufbaugeneration ( auch den sogenannten „Fremdarbeitern“ , den Migranten aus Italien, Spanien, Portugal usw,) in der Schweiz Ehre und ein Orden für das, das sie geleistet haben für dieses Land – und schreiben Sie doch weiterhin – in dieser heutigen Steinewerfer-Gesellschaft, in der Hetzer analog oder digital anonym und ungestraft mit Steinen und Hater-Kommentaren werfen können, braucht es andere Stimmen – alles Gute.

Frau Haldner, es waren unsere Eltern die geholfen haben den heutigen Wohlstand zu erarbeiten und jetzt wird die Frucht dieser Arbeit zerstört.
Sie Frau Haldner sind eine bemerkenwerte Person, aber wenn Sie sich weiterhin für zu viele “Sachen” einsetzen werden Sie sich selbst zerstören, ich weiß dass es nicht einfach ist für Sie ein wenig Abstand zu nehmen , wenn man so viele Ungerechtigkeiten sieht.

Liebe Frau Haldner,
ich danke Ihnen dass Sie sich bemüht haben einen so langen aufklärenden Leserbrief zu schreiben. Einerseits bin ich enttäuscht dass niemand einen Kommentar dazu geschrieben hat, aber zu selben Zeit auch froh, damit niemand Sie als “ Dumm oder Blödsinnige “ eingestuft hat, nur weil die selbe Person nicht fähig war Ihre Punkte zu diskutieren.
Wenn ich gewisse Sachen mit Freunden/ Bekannten versuche zu diskutieren ,sagt man mir auch meistens “ wir leben doch im Wohlstand “.
Oh, jetzt erinnere ich mich, den Wohlstand den man erarbeitet hat über die letzten 100 - 200 Jahre.
Meine “armen” Eltern und Geschwister, in einer Wohnung aufgewachsen mit einem Beton Boden in der Küche wie im Schlachthof, ohne heißes Wasser, ausser meine Mutter hat es selbst heiß gemacht mit Holz das man aus dem Fluss “ gefloetzt” hatte. Mit zwei Schlafzimmern und vier Betten für ein Familie von sieben , ohne Toilette in der Wohnung und natürlich ohne Dusche oder was ähnlichem. Wie hatte man sich gewaschen.... vermutlich sehr selten, und wenn schon dann stehend in einer Holzwanne und am Ende mit viel Wasser auf dem Beton Boden. Und Überkleider waschen meines Vaters ? Nach zwei Wochen tragen da war mehr Schmutz und Diesel als Gewebe.
Waren da auch Untermieter ? Oh viele, aber die Anzahl der “Russenkaefer” ( mein Mutter ) und der Mäuse hatte man ab und zu mal verringert mit kochendem Wasser in der Nacht ..
Leserinnen und Leser, war diese damalige Zeit auch ein Teil des heutigen “Wohlstands “ , oder wann hat der Schweizer Wohlstand denn angefangen. Und wenn heute so viel Geld zur Verfügung steht vom Staat für fremde Leute, da könnte man für meine gestorbenen Eltern auch ein großes Denkmal erstellen.
Ihnen liebe Priska Haldner kann ich leider nicht helfen, da ich vor vielen Jahren von dem Schweizerischen Wohlstand flüchtete
Aber ich denke an Sie, ich weine für Sie.

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