×
Leserbrief

Frauenstreik und NR-Wahlen

Anita Caflisch Müller,
09. Juni 2019, 20:54:45

Lob und Lohn

Die Vorbereitungen zum Frauenstreik laufen auf Hochtouren – es sind nur noch wenige Tage bis zum 14. Juni 2019. Es herrscht grosse Solidarität, Vorfreude und Hoffnung, dass auch der zweite nationale Frauenstreik ein Tag mit nachhaltiger Wirkung sein wird.
So wie damals 1991 als in der Folge das Gleichstellungsgesetz geschaffen, der Schwangerschaftsabbruch legalisiert und die Mutterschaftsversicherung eingeführt wurde.
Damit alle mehr Freiheit haben in der Entscheidung wie sie das Leben bezüglich Beruf und Familie gestalten wollen, müssen grosse Schritte gemacht werden.
Es wird nicht ausreichen den Sorge- und Versorgungssektor - dazu gehören Kinder- und Altenbetreuung, Betreuung von Menschen mit körperlichen und psychischen Einschränkungen, Reinigungsfachkräfte, Hausfrauen etc. - zu loben. Es müssen Bemühungen stattfinden, um eine Entlöhnung von diesen einzuführen bzw. um eine Anpassung der Löhne an andere Wirtschaftszweige anzustreben.
Heute schränken Lohnungleichheit, Verfügbarkeit und Kosten für Kinderbetreuung und kaum etablierter Vaterschaftsurlaub die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ein. Aber auch Sexismus und Diskriminierung der Frau beeinflussen deren Präsenz in der Welt der angesehenen bezahlten Arbeit.
Wir fordern deshalb die Lohngleichheit, die Umwandlung von unbezahlter Arbeit in bezahlte Arbeit und die Anpassung der Löhne im Sorge- und Versorgungssektor.
Wir wollen am 14. Juni 2019 der Frauenbewegung neue Impulse geben. Damit wir die notwendigen Schritte auslösen können, brauchen wir in der Politik viele für diese Themen sensibilisierte, ökonomisch versierte, bevölkerungsnahe VertreterInnen.Wir brauchen in Bern mehr Leute, insbesondere mehr Frauen, die unseren Anliegen eine Stimme geben.
Ich wähle im Herbst die KandidatInnen der SP-Liste 9 mit Sandra Locher Benguerel, Erika Cahenzli-Philipp, Franziska Preisig, Philipp Wilhelm für den Nationalrat und Jon Pult für den National- und Ständerat. Sie werden unsere Anliegen aktiv und unabhängig vertreten.
Anita Caflisch Müller, Domat/Ems

Kommentar schreiben

Kommentar senden