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Leserbrief

Frauenhaus

Erika Cahenzli-Philipp,
06. Juni 2019, 08:06:32

Was gibt es da zu feiern?

Kann man etwas feiern, was besser wäre, es nicht zu brauchen? Man kann. Das zeigten die Macherinnen hinter dem Frauenhaus Graubünden mit einem gelungenen Anlass zum 30-Jahre-Jubiläum diese Woche im GKB Auditorium in Chur. Herzlichen Dank an die Organisatorinnen und an die verschiedenen Vortragenden für die eindrücklichen, würdevollen und Mut machenden Beiträge und den grossartigen musikalischen Auftritt. Vor 30 Jahren von beherzten Pionierinnen aus der Not gegründet, braucht es das Frauenhaus Graubünden heute leider immer noch und nötiger denn je. Frauen und ihre Kinder finden dort Schutz vor Gewalt, die sie in ihrem eigenen Zuhause erleben mussten. Sie werden aufgenommen und erhalten Betreuung und Beratung durch kompetente und engagierte Frauen. Frauen, die damit einen eigentlichen Akt der Nächstenliebe leisten, wie es eine Rednerin formulierte.
Es wurden erschreckende Zahlen zur Statistik präsentiert. Es ist unvorstellbar aber in der Schweiz stirbt alle zwei Wochen eine Person infolge häuslicher Gewalt. Das ist ein gesellschaftliches Problem, darüber müssen wir reden und aufklären, immer wieder. Der Frauenstreik vom 14. Juni ist eine Gelegenheit dazu, weil wir Gewalt gegen Frauen nicht hinnehmen wollen.
Erika Cahenzli-Philipp, Grossrätin aus Untervaz

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