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Leserbrief

Konkrete Auswirkungen der Vorstösse der Klimabewegung Glarus

Rolf Stüssi,
23. Mai 2019, 08:45:05

Die Unterschriftenaktion der Klimabewegung Glarus verlangt mit der ausserordentlichen Klima-Landsgemeinde, dass bis ins Jahr 2030 jeder Einwohner des Kantons Glarus seine CO2-Emissionen auf netto Null senkt.

Dies ist eine klimapolitisch diktatorische Forderung, die in ihrer Radikalität und Unsinnigkeit neue Dimensionen erreicht. Eine Annahme der geforderten Vorstösse der Klimabewegung Glarus würde bedeuten, dass schon im Jahr 2030 im Kanton Glarus keine Autos, Motorräder, Lastwagen, etc. mit Verbrennungsmotoren mehr fahren dürfen. Alle Öl- und Gasheizungen in sämtlichen Häusern müssten durch klimaneutrale Systeme ersetzt werden. Die Produktion und Herstellung von Gütern im Kanton Glarus wären somit nicht mehr möglich.

Der Versuch, dies zu tun, würde sicher einen zweistelligen Millionen von Steuerfranken verschlingen. Gewaltige Mengen an wertvollen Rohstoffen verschwenden und die Umwelt zusätzlich belasten, ökologisch also genau das Gegenteil bewirken. Wohnungsmieten, Lebenshaltungskosten und die Arbeitslosigkeit würden sich enorm erhöhen, aber die Lebensqualität und Wirtschaft im Kantons massiv verschlechtern. Sprichwörtlich es zerstört die aufgebauten und wertvollen Grundlagen unserer modernen menschlichen Zivilisation.

Diese radikale illusorische Klimapolitik, welche vor allem die grünen Parteien, Initianten und Unterstützer der Klimabewegung Glarus mit ihren Klimastreiks als Wahlkampflokomotive nutzen, weist jedoch einen zentralen blinden Überlegungsfehler auf: Sie fusst alleine auf kantonaler Egozentrik. Das Grössenverhältnis und die Bedeutung des Kantons Glarus ,selbst der gesamten Schweiz im internationalen und weltweiten Vergleich werden gänzlich ausgeblendet, aber an einem natürlichen Klimawandel und dessen Auswirkungen nichts ändert.

Rolf Stüssi, Bilten

Zum Artikel: Klimabewegung Glarus fordert eine ausserordentliche Klima-Landsgemeinde (GL 03.05.2019)

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Herr Stussi, man kann einfach “ Carbon permits” kaufen, und dann fahren, fliegen und heizen wie bis jetzt.
Übrigens diese Berechtigungsscheine könnten Sie vermutlich auch selbst verkaufen, wenn Sie viel Spinat anpflanzen.

100 Jahre Klimakommentare ohne Beweise
Unsere Gesellschaft hat verlernt kritisch zu sein, dazu ein paar Überlegungen.
Nimmt man die Berichte von katastrophalen Wettererscheinungen und anormalen Jahreszeiten der vergangenen 100 Jahre zur Hand, dann lassen sich auch immer Gedanken über eine bevorstehende Klimaänderung und Klimaverschiebung herauslesen. Selbstverständlich wollte die Wissenschaft wissen welche Ursachen dafür verantwortlich sind. Es blieb aber bei Andeutungen, Annahmen und Meinungen. Die eigentliche Ursache allen Wetters ist klar. Es ist die von der Sonne auf die Erde fallende Strahlung. Was sich daraus entwickelt ist nur schätzbar, ist so komplex, dass Rätsel wahrscheinlich im Rätsel bleiben. Schon die Bewegung der Luftmassen lässt alle Wetterprognosen durcheinander bringen. Beim Klima ist es nicht anders, es ist ja das durchschnittliche Wetter eines ganzen Jahres.
Heute soll jedoch alles ganz anders sein, man ist davon überzeugt genau zu wissen, CO2 ist am Klimawandel schuld. Ein Klimawandel läuft aber seit Urzeiten ab, fast wie der Vorgang in einem Atomreaktor. Was am langen Klimawandel schuld ist, kann wirklich niemand wissen. Die Politik hat kurzerhand, auf welchen Grundlagen auch immer beschlossen, CO2 ist für den Klimawandel verantwortlich. Diese Theorie zu verteidigen ist jedes Mittel recht. Wurde mit diesem Beschluss ein Irrtum ausgeschlossen? Was ist, wenn sich herausstellen sollte, dass dieses Geschäft mit dem CO2 doch ein Irrtum ist? Heikel ist es jedenfalls, denn man weiss, dass CO2 von Menschen technisch produziert in der Atmosphäre im Gegensatz zum Wasserdampf fast ohne Bedeutung ist.
Zu wissenschaftlichen Irrtümern hat der Physiker Max Planck gesagt: „Irrtümer der Wissenschaft brauchen 50 Jahre bis sie durch neue Erkenntnisse abgelöst werden, weil nicht nur die alten Professoren, sondern auch ihre Schüler aussterben müssen“. Das wäre für unsere Kindeskinder bis weit in die Zukunft bitter.
Max Matt, Altstätten