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Leserbrief

Die Gefahr einer Überschuldung

Fritz Schulthess,
08. Mai 2019, 23:16:36

Offensichtlich glaubt man nicht, dass die neue Bahn selbsttragend sein wird. Sonst müssten wir ja nicht darüber abstimmen, ob die jährlichen Betriebsbeiträge gestrichen werden sollen. Was geschieht, wenn das Volk für deren Streichung stimmt und es sich später zeigt, dass es ohne diese nicht geht? Das erhöht mein Vertrauen in die Nachhaltigkeit dieses Projekts überhaupt nicht, zumal da noch einige Kosten auf uns zukommen werden, die im Uffa-Budget nicht inbegriffen sind, wie das Ersetzen der Tschu-Tschu-Bahn und der Skilifte, ohne das es oben zu langen Wartezeiten kommen würde, zusätzlichen Bikeanlagen etc. Zudem erfordert der Bau der neuen Talstation den Abriss der Markhalle. Die muss dann ersetzt werden und das Volk hat gar keine andere Wahl als zuzustimmen.
In 2008 machte die CVP einen Antrag für die Einführung einer Schuldenobergrenze auf Verfassungsstufe, was zur Ablehnung empfohlen wurde, weil die Schulzinsen tief waren und die Nettoverschuldung in den vorhergehenden acht Jahren um 46.7 Millionen auf 81.3 Millionen Franken reduziert worden ist. Seither hat sie sich mehr als verdoppelt und es ist kein Ende in Sicht. Das ist bedenklich. Mit den noch geplanten Grossprojekten und anfallenden «Kleinprojekten», über die die Bevölkerung nicht abstimmt wie z.B. eine 800 000 Franken Rutschbahn und der Betongarta an der Oberen Au, besteht die Gefahr einer Überschuldung. Daran solle man vor allem denken, wenn man spätere Genrationen und Jugend als Argument (miss)braucht um ein Projekt durchzudrücken, dessen endgültigen Investitionen und Kosten nicht voraussehbar sind, und dessen Rentabilität zweifelshaft ist. So würde man sein eigenes Geld nicht investieren. Ich stimme mit nein.

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Herr Schulthess: wir stimmen einfach darüber ab, ob wir die Beträge der letztn 15 Jahre fortführen wollen oder nicht. Bei einem Ja gibt es für dasselbe Geld viel nehr Leistung. Bei einem Nein gibt es, wenn überhaupt, für dasselbe Geld eine Flicklösung ohne Potential. Der Skilift wurde dank den Uffa-Geldern komplett saniert. Die neuen 3 Bikeanlagen zahlt die Gemeinde Churwalden. Letztlich ist alles eine Vertrauensfrage: trauen Sie dem VR, der in drei Jahren bei 60 Prozent mehr Gästen den Umsatz verdoppelt hat oder trauen sie ihm nicht. Wenn nicht, müssen Sie Nein stimmen. Wenn Ja wird der VR sein Bestes geben.