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Leserbrief

Ironie und Unwissenheit bezüglich CO2 und Verlauf eines natürlichen Klimawandels

Rolf Stüssi,
07. Mai 2019, 11:22:42

Herr Rohrer fordert Entscheidungen gegen die Mehrheit der Bevölkerung und eine stärkere Einflussnahme des Bundes zur Durchsetzung von Windkraftanlagen. Sozusagen eine grüne Diktatur ohne auf die Auswirkungen und Gefährdung der Bevölkerung Rücksicht zu nehmen. Die SAK hat aufgrund ihrer Informationspolitik schwerwiegende Fehler gemacht. Ehrlicherweise wurde auch seitens der SAK selber bestätigt, dass die effektiven Windwerte schlechter waren als angenommen. Damit hat sich die zu erwartende Stromproduktion und Wirtschaftlichkeit massiv verschlechtert. Somit war das Projekt „Linthwind" bereits wirtschaftlich wie ökologisch mehr als fragwürdig.

Herr Rohrer erwähnt jedoch kein Wort, dass Kohlendioxyd kurz CO2 ein natürlicher und lebenswichtiger Bestandteil der Luft ist, ansonsten ist das Leben auf unserer Erde in dieser Form nicht möglich. Pflanzen und Bäume benötigen CO2 um den für uns lebenswichtigen Sauerstoff mittels Fotosynthese zu produzieren. Der Anteil an CO2 in unser Atmosphäre beträgt 0.038%, 78.084% ist Stickstoff N2 und 20.946% ist Sauerstoff O2, 0.934% ist Argon, der Rest sind andere Edelgase wie Helium etc. 96% des CO2 in unserer Atmosphäre sind natürlichen Ursprungs, d.h. von der Natur selber, 4% vom Menschen gemacht.

Dabei ist wichtig zu wissen, dass CO2 für uns alle lebenswichtig ist. Sinkt der CO2-Wert rein theoretisch unter 0.015% (150 ppm), beginnt die Pflanzenwelt, die Bäume und ganze Vegetation abzusterben, somit auch alles übrige Leben auf der Erde! Seitens der Medien wird verschwiegen, dass die Auswirkungen von CO2 auf den angeblich von Menschen gemachten Klimawandel unter Wissenschaftler umstritten ist. Es gab in der Erdgeschichte nachweislich laufend Wärme- und Kälteperioden. Der Anstieg des CO2 erfolgte jedoch immer verspätet in den Wärmeperioden, indem CO2 aus dem natürlichen Klimawandel freigesetzt wurde und nicht in der verbreiteten Theorie, dass zuerst freigesetztes CO2 zur Erderwärmung bzw. Klimawandel führt. Die Tatsache ist, dass nach den Wärmphasen und erhöhtem CO2 Gehalt das Klima sich wieder abkühlte und Eiszeiten zur Folge hatte.

Weiter wird seitens Herr Rohrer verschwiegen, dass selbst eine Reduktion des CO2-Ausstosses der ganzen Schweiz auf Null, eine Reduktion des Welt-Gesamtausstoss um nur 1 Promille (d.h 0.001%) bedeuten würde. Also rein theoretisch Null komma Null-Effekt auf das Klima hätte, sogar wenn die alarmistischen Szenarien zutreffen würden. Das Klima hat sich in der Erdgeschichte laufend verändert, die Herausforderung für die Menschen wird sein, sich anzupassen. Die Natur hat dies in ihrer Geschichte mehrmals eindrücklich bewiesen.

Hier sollte dem Leser bewusst sein, dass mit teuer verkauften und unnützen CO2 Zertifikaten und ferngesteuerten Klimademos von Jugendlichen, nichts zur Veränderung des natürlichen Klimawandels beeinflussen lässt, sondern nur dubiose und gigantische Kassen füllt.

Naturverbunde Menschen tragen Sorge, schützen die Erde, die Natur und das Leben!

Rolf Stüssi, Bilten

Zum Artikel: «Der Entscheid gegen den Windpark ist fatal und unsolidarisch» «Klimawandel und das böse CO2» von Jürg Rohrer Energieallianz Linth Ausgabe Südostschweiz vom 7. Mai 2019

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Von der Luftverschmutzung zum Klimawandel
Wer sich gut informiert, nimmt es leichter und kann erst noch mehr einstecken, so einfach ist das Leben!
Die mannigfaltigen Wetterextreme, die vor den 1950er Jahren schon seit Jahrzehnten in Erscheinung getreten sind wurden damals mit der Luftverschmutzung in Verbindung gebracht. Dass dies richtig sein kann, ist immer nach grossen Vulkanausbrüchen feststellbar. Ende der 1950er Jahre standen Klimaverschiebungen und Klimaänderungen zur Diskussion, aber es kam immer wieder anders. Die extremen Wetterlagen in verschiedenen Weltregionen hatten bis in die 1970er furchtbare Folgen.
Alle Appelle und die hohen finanziellen Aufwände gegen die Luft- und Umweltverschmutzung konnten das Bewusstsein weltweit nur wenig ändern. Das sollte sich ändern, Mitte der 1980er Jahre wurde ein eindrückliches Bild gezeigt. Auf dem Titelblatt eines Wochenmagazins sah man den Kölner Dom im Wasser stehen. Damit wurde deutlich gemacht, welche Folgen die Luftverschmutzung haben wird, wenn dagegen nicht angekämpft wird. Die Erde wird sich erwärmen und die Meeresspiegel werden steigen.
Da alle Aufrufe gegen die Luftverschmutzung und Mahnungen zu wenig halfen, musste eine neue Strategie her. Gefunden wurde bereits Ende der 1980er Jahre das CO2, das ein Holländer im 19. Jahrhundert beschrieben hat. Man weiss, dass CO2 im Wärmehaushalt der Erde eine Rolle spielt, also konnte man ruhig darauf bauen. Bekannt ist aber auch, dass CO2 viel weniger Einfluss hat als der Wasserdampf. Aber zur Panikmache tut es CO2 alleweil. Damit war der Übergang von der Luftverschmutzung zum Klimawandel auch politisch vorgegeben. Aber so einfach mit dem CO2 ist es nicht. Man weiss ganz genau, dass sich die Erde natürlich erwärmt. Man weiss auch, dass das CO2 schwerer als Luft ist. Somit kann es in der Wetterzone (5 bis etwa 17 km) weniger CO2 geben als in unserem Lebensbereich, usw..
Die Parteien versprechen allen Menschen Wohlstand und genügend Nahrung. Wie wird die Politik dieses Versprechen einlösen, während der Kampf gegen das CO2 auf vollen Touren läuft? Die Grundnahrungsmittel könnten zur Steigerung des Ertrages mehr CO2 gebrauchen als vorhanden ist. Dann müsste auch weniger Kunstdünger eingesetzt werden. Müsste daher das Ziel der Demonstranten und der Politik nicht ganz anders gesetzt werden? Es wäre sicher besser lauthals gegen die vorhandene Luft- und Umweltverschmutzung anzutreten, als auf den Klimawandel zu warten, oder etwa nicht? Max Matt, Altstätten