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Leserbrief

Chipo - Hunde wollt ihr (oder wir) ewig leben?

Gyssler Gyssler,
11. April 2019, 15:33:10

Hallo liebe Freunde

wieder mal eine kleine Story vom Herdenschutzhund Chipo, aus der Unteren Gasse in Chur.

Jetzt ist es offiziell, wir Hunde müssen jetzt auf dem Rossboden an die Leine. Kein Spielen mehr mit Freunden oder freies herumtollen.

Na ja, das freie herumtollen wurde sowieso sehr eingeschränkt, seit auf dem Rossboden, kriegsähnliche Zustände herrschen, die mit dem Dauerfeuer und Kanonendonner doch einige von uns recht verunsichern. Nicht nur uns Hunde, auch unsere Pferdefreunde haben immer mehr Probleme die Reitwege zu benutzen.

Heute wurden wir wirklich Zeuge und Opfer dieser unsinnigen Abmachung zwischen Bund und unserer Stadtverwaltung. Aggressivität durch angeleinte Hundefreunde war keine Seltenheit zu beobachten.

Wir sind dann weiter gegangen in Richtung Felsberg, da dort ja, nach dem Bundesareal, noch einige Wiesen zum herumtollen sind. Was wir natürlich auch zur Genüge genutzt haben. Na ja, und dann geschah das für uns so unverständliche.

Auf unserem Rückweg Richtung Chur (wir befanden uns an der Leine, wie vorgeschrieben), wurden wir dann von einem Jung-Bauern, den wir aber nicht kannten, der aber mit seinem riesigen Vehikel auf der Wiese stand, zum Anhalten gezwungen.

Dieser Mensch, hat sich dann mit Guido unterhalten, über die Tatsache, dass wir uns vorher auf der Wiese, Vergnügt hatten.
Er meinte, dass dies eine Schweinerei sei (obwohl wir ja beide, Titou und ich, nicht gerade wie Schweine aussehen), und man Leuten wie meinem Freund Guido vor 100 Jahren noch eine aufs Maul gehauen hätte, man dies aber leider heute ja nicht mehr dürfe.

Also ich verstand eh nur die Hälfte was dieser Mensch da von sich gab, habe aber sehr wohl gefühlt,, dass seine Äußerungen sehr unfreundlich und beleidigend gegenüber Guido waren.
Ich habe diese Bauern-Menschen immer als sehr offen und sehr nett kennen gelernt. Bei diesem Bauern-Lümmel hier, muss es sich um eine neue Bauern-Spezies handeln.

Als er dann noch erwähnte, dass dies ja kein Grasland sei, sondern Kulturgrass, waren sowohl wir, wie auch Guido, sprachlos. Wir wussten ja nicht, das Kulturgrass anders sein soll als Naturgrass, wuff wuff. Aber in Zukunft werden wir sehr wohl darauf achten dass wir nicht auf irgendwelchem Kulturgrass herumtollen. Wir möchten ja nicht, dass die Kühe beim Fressen den Unterschied zwischen Grass und Kulturgrass nicht mehr herausfühlen können.

Als derselbe Bauer sich dann noch dahingehend äußerte, dass die Hunde sowieso nur zur Zierde für irgendwelche komischen Menschen eine Lebensberechtigung hätten, und wir keine sinnvolle Notwendigkeit in dieser Gesellschaft hätten, waren wir und auch Guido etwas vor den Kopf gestoßen, denn auch wir Hunde hatten doch die Meinung, dass Bauern grundsätzlich den Sinn und Nutzen von Tieren erkennen können. Die Frage hier ist doch; wer ist mehr Luxus für die Schweiz?? Wir Haustiere, oder die Bauern, wuff!

Hunde wollt Ihr ewig Leben, so wird es wohl irgendwann hier in Chur heißen, denn unser Freiraum wir immer mehr eingeschränkt.

Liebe Freunde, wenn Ihr Ideen habt meldet Euch einfach hier im Leserforum oder wendet Euch doch direkt an den Stadtrat. Es kann ja nicht angehen, dass wir Hunde und Hundehalter oder auch die Pferde und Reiter, einfach immer nur die Buh-Tiere der Stadt sein sollen.

Vielen Dank fürs lesen und hoffe Ihr bleibt uns als Freunde noch lange erhalten.

Eure Freunde
Chipo, Titou und Guido

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Herr Gyssler Guido in einem Punkt gebe ich Ihnen Recht.
Die Menschen sollten wieder mehr miteinander reden. Aber genau wie das «Miteinander Reden», haben die Menschen heutzutage das Zuhören verlernt.
Besonders schlimm ist es, wenn der Gesprächsgegenüber bewusst unterbricht oder der lautstark kläffende Hund daneben, jedes weitere Gespräch verunmöglicht.
Ohne mit dem Finger auf andere «Umweltsünder» zu zeigen, müssen Sie endlich auch lernen die Mitmenschen zu respektieren.
Zum Beispiel respektieren, dass der Bauer auf seinen Wiesen und Feldern, absolut keine Hunde haben will. Da gibt es nicht zu Wiederreden!
Oder wenn neu Leinenzwang eingeführt wird, gelten derartige Regeln für alle betroffenen HundhalterInnen.
Leider gibt es von der Spezies Hundehalter viel zu viele.
Zu viele die nicht die geringste Befähigung zur Haltung eines Hundes oder eines Haustieres haben. Von artgerechter Haltung oder vom Zeitaufwand den ein Haustier beansprucht, sind sich die meisten scheinbar gar nicht bewusst.
Sie müssen auch lernen! Zum Beispiel, dass der entgegenkommende Spaziergänger nicht das geringste Interesse hat mit Ihren Hunden zu spielen.
Darum! Der Gesetzgeber wird bald einmal einen Befähigungsnachweis für alle Halter von Hunden und anderen Haustieren einführen müssen.
Noch etwas! Kein Mensch ist als Hundehasser auf die Welt gekommen. Dass es Menschen wie den Herrn Reuss gibt, dafür ist einzig und allein die gesamte Hundelobby verantwortlich.

Herr Peter Mauerhofer! Pfui Teufel! Schämen sie sich! Damit haben sie ganz klar aufgezeigt wie viel Ihnen ein friedliches Miteinander zu andersdenkenden Mitmenschen ist. Demnach ist es offensichtlich, dass Sie auch zu den uneinsichtigen und rücksichtlosen Spezies gehören denen der eigene Hund mehr wert ist. Und dem Tier alles erlauben was andere als absolutes «NoGo» erachten. Wahrscheinlich können Sie sich auch nicht verstehen, dass es Menschen geben könnte die ein derartiges Verhalten auf gar keinen Fall tolerieren und lieber einen weiten Bogen um solche rücksichtslosen Gestalten machen.

Sorry Leute! Eigentlich wollte ich hier im SO Leserforum meine Meinungen nicht mehr veröffentlichen. Leider ist im Frühling das Thema Hund omnipräsent. Das mit dem Velo beschriebene, ist mir vor einigen Tagen passiert. Zu hören bekommt man nichts anderes als Ausreden und Beschimpfungen. Es hat auch keinen Sinn, wenn man Hündelern erklärt, dass er den Vierbeiner nicht auf Wiesen, Feldern und in Gärten herumrennen lassen darf. Und schon gar nicht in meinem Garten. Am nächsten Tag sieht man denjenigen wieder mit freilaufendem Hund. Und man fragt sich! Hat denn der das Recht auf seiner Seite?

Friedliches Miteinander und andersdenkende, lässt sich schwer vereinbaren. Nur dem Tier alles erlauben, für Sie ein No Go, jedoch für sich selbst schon. Lassen Sie doch Ihre Frustration beim Sport oder sonst wo aus, das Weltbild gehört nicht Ihnen. Zum Thema Hundekot ; leider gibt es überall schwarze Schafe... Nur was ist bei den Katzen... wieso gibt es hier keine Kommentare. Ich jedenfalls esse lieber Bärlauch wo Hunde frei herumlaufen dürfen, als solchen, welcher mit Pestizid, Zigarettenstummeln, Redbulldosen, oder Plastik kontaminiert ist. Das ist ein NO GO, Herr Huber
Naturell; noch zum Wild, was im Winter hier unten sein Geschäft verrichtet, wer nimmt dies zusammen…………

Herr Roger Widmer! Sie haben also wirklich nicht die geringste Ahnung wie viel von dem von Ihnen oben beschriebenen Müll ich auf meinen Touren einsammle und Zuhause richtig entsorge. Beim Thema Hundekot sehe ich leider «NICHT - NUR» ein paar wenige schwarze Schafe. Und den Katzen, die offensichtlich meinen Schrebergarten besonders gerne mögen, habe ich schon längst den Kampf angesagt. Allein schon wegen dem Vogelschutz bin ich öfters und viel länger als früher präsent. Ist leider das einzige legale Mittel um die Katzen zu vertreiben. Den Stubentigern darf man nämlich kein Haar krümmen, sonst bekommt man es mit Tierschützern zu tun.

1. Ich bin ganz klar Tierfreund. 2. Wir haben in und um Chur herum wirklich Sehr viele Hunde, was mir aber auffällt ist, dass die Hunde ja einfach herum Toben wollen, - die Hunde HalterInnen aber total überfordert sind, warum? weil viele von Ihnen glauben, ihr Hund dürfe machen was er wolle.Und das stellen wir heute ja nicht nur im Zusammenhang mit Hunden fest. Gruss H.P.

Leider habe ich absolut kein Mitleid mit derlei Spezies. Weder für Hund noch für sein Herrchen. Freilaufende Hunde bezeichne ich als Raubtiere und das zu Recht. Im Hund erwacht der Jagdtreib. Das «Raubtier freilaufender Hund» sieht zum Beispiel in einem Velofahrer eine flüchtende Beute, die unbedingt eingeholt und erlegt werden muss. Leider sind sehr viele Haustierhalter derart Arrogant und uneinsichtig, dass man nicht nur vor dem bissigen Hund, sondern noch viel mehr vor dem ausser Kontrolle geratenen Halter richtig Angst haben muss. Dass auf Wiesen, Feldern und in Gärten Lebensmittel heranwachsen, sollte eigentlich jeder Mensch wissen. Weder Nutztiere noch Konsumenten mögen Lebensmittel die mit Hundescheisse und anderem Zeug verunreinigt sind.

Hallo Guido
grundsätzlich finde ich deine Art der Leserbriefe sehr gut und ich lese sie wirklich gerne.
Aber: hier hat der Bauern-Lümmel absolut recht! Löst doch eure Probleme in Chur! Für was jetzt nach Felsberg ausweichen?
Wir Bewohner der Agglomerationen wurden mehr als nur Arg vor den Kopf gestossen als die Churer Card eingeführt wurde.
Ihr habt anscheinend gröbere Probleme in der Stadt - löst sie selber! Ihr wollt kein Leinenzwang? Sammelt Unterschriften dagegen!

Der Ausweg nach Felsberg ist der Falsche. Und ja, seit 1.April herrscht Flurverbot. Wir Landeier wissen das und Leben damit, respektive halten uns (grösstenteils) daran.

Chipo, Titou dito Guido, ihr müsst raus aus eurer Schweine... äh, Froschperspektive.
1) Der Bauer hat Recht, das könnt ihr beispielsweise über die Gesetze im Churer Amtsblatt nachlesen, wenn ihr lesen könnt, ansonst bittet einen Vorleser, Vormund? Wir Krankenkassenkostenexplosionsopfer wollen keine Hundescheisse etc. im Gemüse, Gras bzw. Milchprodukten.
2) Hunde werden aus egoistischen Gründen von ihren Haltern gehalten, denn das Hundeleben ist ein Hundeleben, nicht-artgerecht, das bestätige ich. Mehrfamilienhäuser sind keine Hundehütten, solen menschengerecht sein, diese Hühnerbatterien.
PS: Die Naturgesetze können Sie auch via Stadtrat nicht aushebeln.

Beispiel für die Verrohung der Gesellschaft, was zu was führt? Gegenaggression?

Beispiel 1:

Am 12.4.2019 etwa 20:20 Uhr gehe ich aus dem Wohnhaus zum Veloständer, wo aber ein Auto mit laufendem Motor mich blendet. Wie komme ich zu meinem Velo, ich habe es eilig. Dort und ringsherum herrscht absolutes Autofahrverbot, das ist denen doch wurscht. (SO 12.4.2019 titelt "Vier Millionen Asthmafälle wegen Autoabgasen (jährlich neu bei Kindern)", obwohl WHO-Grenzwerte eingehalten. Mir war schon lange klar, warum das viel schädlicher ist, als es im Mainstream heruntergespielt wird.

Beispiel 2:

Als ich kurz darauf aus der Stadt zurück velofahre, stehen mehrere Personen samt mehreren Hunden auf dem Weg. Ich komme extra langsam, aber die gehen nicht aus dem Weg, stattdessen greift mich ein Hund (ohne Leine) an, putzt seine Schnauze an meinem Hosenbein ab. Notabene: Hier herrscht Leinenpflicht im Quartier, aber da handeln die doch mit Schmackes dagegen.

Muss ich Körperkontakt mit Kötern haben, wenn ich das keinesfalls will? Ich sehe das als Übergriff. Das kommt nicht gut.

Herr Reuss ein Hundehasser von alter Schule. Ich hoffe nur, dass er irgend in einer Form nicht einmal auf ein solches Lebewesen angewiesen ist. Denn dies wäre eine schlecht Symbiose. Zum Glück kommen in der Neuzeit selten solche Spezies nach.
In dem `Dichtestress ` heutzutage frag ich mich oft, wieso die Menschheit nicht gemütlicher miteinander, anstatt gegeneinander, lebt....
oder gibt es nicht schon genug Einschränkungen...

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