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Leserbrief

Klimastreiks

Rosalina Müller,
03. April 2019, 16:58:27

Ja, die Klimadiskussion kommt immer wieder und in allen Bereichen vor. Haben wir es langsam gehört? Nein. Diese Diskussion und somit auch die Demos und Streiks gehen solange weiter, bis konkretere Massnahmen ergriffen werden die den Klimaschutz verbessern und noch grössere Auswirkungen verhindern. Plumpe Ausreden seitens der Politik, dass alles Mögliche getan sei, reichen definitiv nicht mehr aus.
Die Wissenschaft zeigt auf, wir haben noch etwa 15 Jahre Zeit das Ruder herum zu reissen um eine noch stärkere Erwärmung zu stoppen. Es bringt also nichts, wenn wir Daumen drehen und darüber diskutieren, ob Schüler*innen weiterhin mit dem Flieger auf Maturareise gehen. Dies ist eine berechtigte Detailfrage, sie lenkt aber von den eigentlichen Verursachern des Klimawandels ab.
Als Start und starkes Zeichen soll der Kanton Graubünden, so wie der Kanton Waadt und Baselstadt, den Klimanotstand ausrufen und als gutes Beispiel für andere Kantone und Länder vorangehen.
Wir fordern die Politisierenden auf jetzt den Schwung dieser Bewegung zu nutzen und Massnahmen für den Klimaschutz zu beschliessen. Noch enormere Schäden können so und nicht anders verhindert werden.
Wir bedanken uns bei allen, die uns helfen, auf der Strasse kämpfen und uns einen langen Atem wünschen.

Im Namen der Klimastreikbewegung

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Rosalina Müller, lassen sie sich nicht verrückt machen. Die sogenannte Wissenschaft kommt mit Zahlen wie 12, oder mal 15 Jahren daher. Ich denke, eine solche Aussage ist einfach unseriös. Auf welchen Erkenntnissen beruht dies wohl. Einfach nur Annahmen, oder Hochrechnungen? Es gibt sicher viele Gründe für den Klimawandel. Aber mit Fahrverboten und einer neuen Benzinsteuer ist da nicht geholfen. Wenn ich denke, wie früher die Luft in den Städten durch Autoabgase verpestet war, kann ich heute nichts mehr dergleichen wahrnehmen. Da stört mich Elektrosmog mehr. Der Himmel wird durch die Flugzeuge vernebelt, Chem trails? Die Nahrung wird mittels Chemie vergiftet. Man könnte ja auch mal versuchen, die freie Energie, wie sie Hr. Tesla und andere vor hundert Jahren schon entdeckt haben aus den Schubladen nehmen. Aber da sind mächtige Leute, die das zu verhindern wissen.

Wetter- und Klimatheorien in einer 100 Jahre dauernden Epoche
Die Wissenschaft sucht seit mehr als 100 Jahren nach den Ursachen wie es immer wieder zu langfristigen Wetter- und Klimaschwankungen kommt. Jedes Mal, wenn Wissenschaftler glaubten die Ursache gefunden zu haben, wendete sich das Blatt. Man war sich darüber einig, dass es nicht nur wenige Faktoren sein können, die im langfristigen Wettergeschehen eine Rolle spielen. Trotzdem wird heute von einem Klimawandel geredet, dem nur eine Ursache zugeschrieben wird. CO2, das wir technisch erzeugen bleibt die Ursache. Die Erklärungen zu den langfristigen Wetterschwankungen der letzten 100 Jahre zeigen im Zeichen des Klimawandels ein interessantes Bild.
Es sind erst ein paar Jahrzehnte vergangen, als während 100 Jahren in den Südpolregionen jährlich 1000 km3 Wasser neu als Eis gebunden wurden. Dieser lange Kälteeinbruch konnte nie befriedigend geklärt werden.
Eine andere auffallende Klimawandlung, die von Dauer war, war die Erwärmung der Arktis, die 1918/19 einsetzte und 1938/39 den Höhepunkt erreichte. Rund um Spitzbergen war das Nordmeer eisfrei. Man begründete diese Wärmezunahme mit einer Änderung der allgemeinen Luftzirkulation, wodurch die Wärme weiter nach Norden vordringe als bisher.
Nach Jahren der Erwärmung wurde das Wetter in den 1950-er Jahren schlechter. Es wurde vermutet, dass die Atombombenversuche der Grossmächte daran schuld seien.
Ab 1960 setzte eine Abkühlung des Atlantiks ein. Das arktische Eis dehnte sich weit nach Süden aus. Von einer kommenden Eiszeit war die Rede. Jedoch das Pazifikwasser vor der Westküste Amerikas erwärmte sich. Der Trockengürtel in der westafrikanischen Sahelzone wanderte nach Süden. In Indien erreichten die regelmässigen Monsun-Südwinde nicht mehr den Norden des Landes. Der Klimaverschiebung werden grosse Hungersnöte folgen, so die Sprache der UNO.
Um 1970 rechnete man mit einer Klimaänderung aufgrund der Umweltverschlechterung durch die Industrie, Verkehr und unsauberem Umgang mit Abfällen. Auch haben amerikanische Wissenschaftler 1971 nachgewiesen, dass landwirtschaftliche Techniken der Entwicklungsländer einen ebenso ungünstigen Einfluss auf das Klima der Erde haben können wie die Luftverschmutzung der Industrienationen.1974 waren verschiedene Wissenschaftler davon überzeugt, dass an diesen Klimaverschiebungen die Jetströme schuld sind, die sich allmählich von Polnähe nach Süden verlagern. 1975 berichteten amerikanische Wissenschaftler, dass der Überschallverkehr einen Temperaturrückgang bewirkt. Langfristige Untersuchungen in den USA haben 1976 ergeben, dass die Kühltürme der Atomkraftwerke das Klima verändern können. Doch es gab auch schon in den 1970-er Jahren Klimaforscher die eine Warmzeit prophezeiten. So sah ein Amerikaner sogar bis zum Jahre 2000 ein eisfreies Nordpolgebiet.
1988 brachte eine zu allem entschlossene Gruppe in den USA das CO2 ins Spiel. Die Menschheit soll mit einem einzigen dramatisch, klingenden Wort „Klimakatastrophe“ wachgerüttelt werden.
Wie geht es weiter mit den Erklärungen? Welche Theorie wird die momentan aktuelle Theorie ablösen? Sind die Ideen, viele waren es schon, bald ausgeschöpft?
Max Matt, Altstätten

Quellen:
Kleine Enzyklopädie NATUR, VEB Bibliographisches Institut Leipzig 1966
Weltpanorama Faunus Verlag AG Basel, 1970, 1971, 1972, 1974, 1975, 1976

Rosalina Müller, Sie wünschen sich "langen Atem", jedoch, bei der falschen Strategie nützt nicht mal "ewiger".
"15 Jahre" und "Ruder herumreissen", keine Ahnung, wie Sie darauf kommen und was das heissen soll.
Haben Sie eine Liste, was Sie wollen? Haben Sie eine Homepage, wo Sie Vorschläge sammeln?
Massnahmen?
Notstand? Notstandsgesetze?
Sina Menn redete von "Systemwechsel", ich sah aber keinerlei Erläuterung dazu.
https://www.suedostschweiz.ch/politik/2019-03-17/angriff-auf-die-gruene…
Was wollen Sie konkret, auf welchem Weg?
Beispiele für Schüler:
Vor Greta Thunberg gab es Victoria Grant und Felix Finkbeiner ("Bäume pflanzen", der 2011 als 13-jähriger vor der UNO-Generalversammlung sprach):
https://www.suedostschweiz.ch/leserbriefe/2019-03-15/die-fdp-gruen#comm…
https://www.youtube.com/watch?v=OfJrxTpjQ4Y#t=56m30s
Während justament heute 4.4.2019 die SO auf der letzten Seite titelt "Vier Grad frischer" über die fundamentale Klimarolle des Waldes, sehe ich leider weder von KlimaschülerInnen noch von irgendjemandem Interesse an meinem "Gesundheitstourismus auch für Einheimische – Vorbild für die Welt", wo es auch um die Frage geht, wie man eine unmotivierbare Menschheit motivieren könnte.
"Wir wissen alles, und trotzdem, es passiert nichts":
https://www.youtube.com/watch?v=adw2wKVI430#t=8m25s

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