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Leserbrief

Frauen und Männer sind gleichberechtigte menschliche Wesen - aber nicht am Altar

Ingrid Schütz Gasparini,
02. April 2019, 02:50:03

Herr Maranta, wenn wir mal Ihrer Argumentation folgen, erwarte ich in Zukunft, dass in der gleichen Messe mindestens ein Mann und eine Frau gemeinsam wirken: der Mann hält die Eucharistiefeier (am Altar!) und die Frau den Wortgottesdienst (am Ambo selbstverständlich, nicht am Altar!), Problem gelöst oder etwa nicht?

Die Frau hielte die Predigt! Sie hätte damit die grosse Chance, die weibliche Seite und auch das echte Leben einzubringen und damit einen möglicherweise wertvolleren Beitrag für die Seelsorge der Menschen und vor allem für die Kirche, der Gemeinschaft der Gläubigen allerlei Geschlechts zu leisten.

Vielleicht stärkte das den Wert der Frau in der Kirche mehr, als wenn die Frauen dafür kämpfen, die gleichen Rechte zu erhalten, wie die Priester in ihrem (Alt-)Herrenclub, denen es so dringend und k(r)ampfhaft um den Erhalt ihrer vermeintlich von Gott (der kein Mann ist) gegebenen Stellung am Altar geht.

Noch eine Bemerkung: bei Matthäus heisst es so schön "Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mit ihnen". Es heisst aber nicht, "wo zwei oder drei Männer versammelt sind" und es heisst schon gar nicht, "wo ein Priester und ein oder zwei Männer oder Menschen versammelt sind". Alles klar?

Zum Artikel: Zum Artikel "Die Frau in der katholischen Kirche; ein Kampf der Geschlechter?" von Giovanni Martanta, Chur, 2.4.2019

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Ich bin seit ich 20 Jahre alt war ein Fürkämpfer für gleiche Rechte für Frau und Mann in der Kirche. Deswegen bin ich mit 20 Jahren aus der Kirche ausgetreten. Nur wenn es keine Schafe mehr gibt, wenn es nichts mehr zu gewinnen gibt, dann lässt man die Frauen "wirken"..Rolf Klauser, Winterthur