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Leserbrief

Offender Brief zum Projekt Landsgemeindeplatz (Stele und Podest)

Rudolf Isler,
11. Februar 2019, 23:15:06

Lieber Präsident Christian Marti,
liebe Gemeinderätin, liebe Gemeinderäte,

da ich als Ennendaner kein Recht auf eine Einsprache habe, will ich mit diesem offenen Brief meine Meinung zum Projekt darlegen.

Ich habe heute das Baugesuch studiert und dabei ist mir Einiges klar geworden: zwei Gesuchsteller sind da aufgeführt:
1. Glarus Service, Hauptstrasse 41, 8750 Glarus
2. Frank Baumann c/o Glarus Service, Hauptstrasse 41, 8750 Glarus

Die geplante Landsgemeinde-Installation ist also nicht auf Glarner Mist gewachsen, da musste ein Zürcher "Spassmacher" (Frank Baumann) her.

Wer die Fernsehreihe "Der Ventilator" von Frank Baumann nicht kennt, sollte versuchen, das nachzuholen. Dann weiss er oder sie, was ich meine.
Baumann versteht etwas von Unterhaltung der Massen, kein Zweifel.
Gerade darum ist sein von Glarus Service übernommenes Projekt ungeeignet, die Landsgemeinde "zu erklären". Abgesehen davon: braucht die Landsgemeinde eine Erklärung? Nein! Sie soll ja sicher nicht zum blossen Event verkommen.
Eine Stele ist laut Duden ein freistehender Steinpfeiler, ein "antikes Grabmal". Im Projekt wird sie uns jedoch als "Tor zur Demokratie" schmackhaft gemacht. Was für ein Gegensatz! Sie käme mitten in der Zufahrtsstrasse zum Landsgemeindeplatz zu stehen, würde den Zugang also erschweren. Ich hoffe nicht, dass sie dadurch das Begräbnis der Landsgemeinde einläuten wird.
Aus dem Guckloch in der Stelen-Türe soll man übrigens direkt auf das Podest sehen können. Witzige Idee, die leider in der Praxis schon durch ein einziges, parkiertes, grosses Auto verhindert wird. Die Event-Macher lassen grüssen!
Ich hoffe, dass Sie liebe Gemeinderätin, liebe Gemeinderäte das unnötige Baugesuch ablehnen werden. Es wäre schade, wenn auch an dieser Baustelle noch unnötig Porzellan zerschlagen würde. Das Mass ist voll!

Freundliche Grüsse, Rudolf Isler, Ennenda

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