×
Leserbrief

Lawinengefahr im Alpenraum - Respekt gegenüber dem Leben

Stefan Treier,
18. Januar 2019, 17:00:40

Die starken Schneefälle dieses Winters haben die Lawinengefahr auch im Schweizer Alpenraum drastisch ansteigen lassen. Zum Teil wurden Warnungen mit höchster Alarmstufe notwendig, um die Wintersportler vor Risikofahrten, schweren Unfällen und Lebensgefahren zu warnen.

Bereits mussten zahlreiche schwere Lawinenunfälle, zum Teil gar mit tödlichen Folgen für betroffene Sportler, beklagt werden. Häufig wurden Lawinen ausgelöst durch Skifahrer, welche die markierten Pisten verlassen haben und dadurch zum Urheber tragischer Vorkommnisse wurden. Es ist absolut unverständlich, dass noch immer viele Wintersportler derart unvernünftig sind, die markierten Pisten nicht beachten und sich sogar noch damit brüsten. Da wird wirklich ein “falscher Kick” gesucht, denn nicht umsonst markieren die Pistenverantwortlichen schlussendlich die Pisten. Letztlich sollen dadurch doch Unfälle vermieden werden.

Was besonders zu denken gibt, sind kürzliche Meldungen, wonach laut Aeusserungen eines Vertreters der Beratungsstelle für Unfallverhütung (!) “das Verlassen der markierten Pisten nicht verboten, aber sehr riskant” sei. Dabei wird je nach Situation auf unterschiedliche Haftungen für Schadenverursacher verwiesen. Es wäre doch viel vernünftiger, das Fahren ausserhalb der markierten Pisten generell zu verbieten und so wirksame Prävention zu betreiben. Was nützt einem Verunfallten und seinen Angehörigen die Haftungsregelung, wenn er letztlich gar das Leben wegen Fehlverhalten anderer Fahrer verliert. Dieses kann nicht mehr zurückgewonnen werden, weshalb dem Respekt gegenüber dem menschlichen Leben höchste Beachtung geschenkt werden muss. So wie es beim Strassenverkehr Regeln gibt, sollten ebenso auf den Skipisten welche bestehen und überwacht werden.

Stefan Treier, Wohlen AG

Kommentar schreiben

Kommentar senden