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Leserbrief

Chipo – (und andere Hunde) contra - grosse Tiere im Bund

Gyssler Gyssler,
11. Januar 2019, 16:11:20

Hallo Freunde
Ich hoffe Ihr hattet alle ein großartiges Neues Jahr gefeiert, und viele wichtige Vorsätze gefällt (die eh keiner einhält, wuff). So glaube ich, auch der Bund und unsere Regierung in Chur hier, haben Vorsätze gefällt, die sie hoffentlich nie umsetzen.
Als wir heute auf dem Rossboden im tiefen Schnee herumtollen konnten mit vielen anderen Hunden, und wir diesen Schnee so richtig genießen konnten, wurde uns wieder einmal klar, wie wunderschön wir Hunde und unsere Menschen es hier haben. Frei und ungezwungen spielen zu dürfen, einfach klasse.
Als wir dann auf dem Heimweg waren, traf Guido einen Herrn mit Fahrrad, der uns informierte, dass es ab März 2019 vorbei sein würde mit dem freien Herumtollen.
Der Bund hat anscheinend beschlossen, dass auf dem Rossboden ab März 2019 ein Leinenzwang besteht, das würde bedeuten, dass wir, und unsere Freunde nicht mehr herumtollen dürfen sondern nur im Bereich der Leine uns bewegen könnten (ca. 2 Meter Radius). Das wäre gar nicht schön.
Wir haben natürlich keine Ahnung, wer auf solch absurde Ideen kommt, aber allem Anschein nach, stören unsere Freunde manchmal das wichtige Treiben der Armee, die hier manchmal umherwandert, und dann auch aus komischen Stöcken, Dinge auf die andere Seite des Rheins schießt.
Also wenn da die Fahnen stecken und abgesperrt ist, geht ja auch keiner von uns runter, ist viel zu laut für uns. Aber anscheinend vergessen die Grünen Leute manchmal unsere Freunde zu warnen, also sie vergessen die Absperrungen oben an der Strasse. Na ja, dann kann es schon vorkommen, dass unsere Begleiter diesen Umstand zu spät erkennen.
Ich frage mich jedoch ernsthaft, wo dann alle Hunde und Begleiter in Zukunft mit ihren Lieben hinsollen, damit wir wieder frei toben können? Trimmiser Rüfi, Domat-Ems, Felsberg?? Geht alles, wenn man da hingefahren wird.
Das ist wirklich eine schwierige Sache. Aber vielleicht dürfen wir ja dann frei in der Churer Altstadt herumrennen, denn in Chur selbst gibt es ja noch keine Leinen-pflicht? Oder?
Vielleicht schickt der Bund auch an alle Hundebesitzer eine Schleppleine von 20 Meter Länge, damit wir uns dennoch etwas freier bewegen können.
Also so oder so, es ist wirklich eine nicht sehr erfreuliche Sache für uns, ja ich möchte sogar sagen es ist eine Schweinerei, nur betrifft es ja uns Hunde und nicht die Schweine, also eine riesen Hunderei.
Vielleicht lässt sich der Bund ja erweichen, und verzichtet auf dieses sinnlose Verbot, und unsere Stadtväter wehren sich auch gegen einen solchen Bescheid.
Also liebe Hundefreunde, wir müssen nicht einfach alles hinnehmen was man uns vorschreibt, man kann sich auch mal wehren für eine gute Sache, oder?
Bis dann und noch eine freie Zeit Euch allen.
Hoffen wir alle auf das Beste.
Liebe Grüsse
Chipo, Titou und Guido

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Herr Gyssler: tollen, toben, Schweinerei – in Feld und Altstadt?
Sie drehen sich um Ihr Universum.
Realität: Nur ein kleiner Bruchteil der Hunde dürfte so sozialisiert sein, dass eine Assimilation – in der Schweiz nennt mans oft Integration (von der behinderten Inklusion ganz zu schweigen) – behauptbar wäre, was aber artfremderweise nicht artgerecht stattfinden könnte für BEIDE Seiten, denn Mehrparteienhäuser sind keine Hundehütten, Kläffer keine Friedensheiler (in unserer eh überstressenden Ära), leinenloser Auslauf sollte noch viel mehr limitiert werden gemäss Schadenspotenzial unzivilisierter "Wölfe im Hundepelz", und nebenbei: von echten Wölfen ist in der Schweiz noch niemand zu Tode gekommen (im Gegensatz zu Hunden) bzw. traumatisiert durch Erschrecken oder äusserste Aggressivität beispielsweise gegen gesundheitlich angeschlagene zurückhaltende Spaziergänger (was den staatlichen Gesundheitsbemühungen "Bewegen Sie sich mehr" nicht vermehrt auf die Beine helfen dürfte).
Fazit:
Sie in Ihrem Universum und die Köter auf den Mond.