×
Leserbrief

Landwirtschaft muss Umweltverantwortung endlich wahrnehmen

Stefan Reusser,
04. Januar 2019, 10:47:35

Die Feststellung von Bauernverbandspräsident Ritter ist richtig: Es geht auch um Leistungen, die am Markt keinen Preis, aber sehr wohl einen Wert haben. Das Fazit des neuen Brutvogelatlas der Schweiz ist eindeutig: Während in der Forstwirtschaft die Hausaufgaben gemacht wurden und die Vogelwelt von einer naturnahen Bewirtschaftung profitiert, ist dies im Landwirtschaftsraum immer noch die Ausnahme und nicht die Regel. Initiativen, welche auf ein Verbot von Pestiziden abzielen und die ökologischen Voraussetzungen für den Erhalt von Subventionen erhöhen, sind deshalb bedingungslos zu unterstützen!

Zum Artikel: Mehr Wert, als es auf den ersten Blick scheint; 4.1.19 GR

Kommentar schreiben

Kommentar senden

Hahaha...usaufgaben? Macht die auf unserer arm(gemacht)en Welt überhaupt einer? Zuallerletzt die geizgeilen Konsumenten, die sich einerseits als Souverän brüsten, andererseits sich paradox gegenteilig zu Wilhelm Tell verhalten und den Kühen nicht mal ihre höchsteigenen Hörner gönnen.

Dass in nächster Zeit mehrere Landwirtschafts-Umweltinitiativen anstehen - bei denen die Bauern, Herr Ritter, komischerweise gegen den Umweltschutz sind in der Regel - müsste zumindest jenem Volksteil bedeutsam sein, der Kinder hat. Aber nur schon ein Blick auf unsere Strassen desillusioniert einen. Je mehr die Probleme zunehmen, umso mehr werden sie verdrängt. Redewendung: "Die Welt ist ein Openair-Irrenhaus mit Behandlungspersonalmangel." Kabarettist Rolf Miller: "Ich sag jetzt nicht, nach mir die Sintflut, Hauptsache, sie ist nicht vor mir." Optimist!

 

Eine naturnahe Bewirtschaftung ist heute vorherrschend. Die Vogelwelt ist dafür ein guter Indikator, entsprechend positiv wird die Entwicklung der Biodiversität im 20-Jahresvergleich beurteilt. Mehr dazu finden Sie auf der Homepage von Birdlife Schweiz.

Alle Kommentare anzeigen