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Leserbrief

steigende Krankenkassenprämien

Bettina Thalmann,
20. Dezember 2018, 20:56:04

Jedes Mal gegen Ende des Jahres werden die Erhöhung der Krankenkassenprämien bekannt. Auch ich mache mir Gedanken, wie lange das wohl noch so weiter geht, dass wir jedes Jahr ein paar Prozent mehr monatlich für unsere Krankenversicherung zahlen müssen. Um die steigenden Krankenkassenprämien zu bewältigen sind jedoch keine idealistischen Lösungen gefragt. Das richtige Rezept ist meiner Meinung nach der freie Wettbewerb zwischen den verschiedenen Anbietern. Seit Jahren bin ich bei der selben Krankenkassen und grundsätzlich auch sehr zufrieden mit deren Service. Trotzdem habe ich einiges an Sparpotenzial aufgeddeckt, indem ich meine Franchise erhöht habe. Diese Wahlfreiheit schätze ich sehr. So kann ich meine Versicherung so gestalten, anhand dessen was mir wichtig ist. Auf keinen Fall möchte ich die Einführung einer Einheitskasse bei der mir jegliche Wahl genommen wird. Zudem befürchte ich, dass wenn der freie Wettbewerb wegfällt, die Motivation für die Krankenkassen sinkt, für ihre Versicherten die besten Leistungen zum best möglichen Preis zu bieten. Die Einführung einer Einheitskasse würde für mich schlechtere Dienstleistungen, geringere Qualität der medizinischen Leistungen und der Verlust der freien Wahl bedeuten. Das will ich auf keinen Fall!

Zum Artikel: Mittelmässige Menge an Initiativen vor dem Wahljahr (4.12.18)

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Redaktion Handelszeitung - Handelszeitung - Sonntag, 23. Dezember 2018

Familien zahlen Fünftel ihres Budgets für die Krankenkasse

Die Krankenkassenprämien steigen, Familien sind davon stark betroffen. In einigen Regionen ist die Belastung besonders hoch.
Viele Haushalte spüren den Prämienanstieg massiv. Dies zeigen neue Zahlen des Bundesamts für Gesundheit, über welche die «NZZ am Sonntag» berichtet. In neun Kantonen übersteigen die Prämienkosten einen Fünftel des Haushaltsbudgets, darunter in Zürich, Bern, Luzern sowie in den beiden Basel.
Die Berechnung gilt für eine vierköpfige Familie mit zwei älteren Kindern und einem Jahreseinkommen von 70'000 Franken. Berücksichtigt ist ebenso die staatliche Prämienverbilligung. Haushalte aus dem Mittelstand, welche keine Vergünstigung erhalten, werden zum Teil noch stärker belastet. Spitzenreiter ist gemäss der Erhebung des BAG der Kanton Basel-Stadt mit einer Jahresprämie von maximal 21600 Franken für eine vierköpfige Familie. Dies entspricht einer Zunahme von 50 Prozent seit 2007.
Das ist im Kanton Graubünden nicht besser. Die Verantwortlichen wissen davon, aber niemand getraut sich etwas dagegen zu tun. Ist der Stimmbürger wirklich so naiv?
Frau Thalmann, machen Sie einen konkreten Vorschlag. Die Erhöhung der Franchise ist nichts anderes als eine versteckte Prämienerhöhung.

hak

Nun, wenn man liest, dass jährlich über eine Milliarde Franken allein durch die Administration der Krankenkassen aufgefressen wird, dann habe ich gewisse Zweifel ob das heutige System wirklich das Gelbe vom Ei ist. Das eine SUVA sehr gut funktioniert muss nicht mehr bewiesen werden. Tatsache ist, dass Krankenkassen aber auch Pensionskassen keine Wohltätigen Institutionen sind und schlicht und einfach nur Geld verdienen wollen und das auf Kosten der Versicherten. Als effizient und schlank können die Strukturen dieser Versicherungen nicht bezeichnet werden. Daher ist es nicht verkehrt sich mal nach alternativen Modellen umzuschauen.

Oberinspektor Stephan Derrick fragt jeweils nach dem Motiv.
Bettina Thalmanns epischer Feldzug gegen die Einheitskasse (seit mindestens 2011, siehe weiter unten).
Nein, Bettina Thalmann. Ich finde nicht, dass wir eine bessere Medizin haben, wenn wir aufgesplittert 60? oder 70? oder wie viele? Krankenkassendirektoren mit Spitzensalären zahlen (die beste Bilanz hatte damals schon die SUVA, eine Einheitskasse). Ich finde analog ebenso nicht, dass wir bessere und preiswertere Wohnungen haben mit reinem Kommerz(markt)bauen (ohne Genossenschaften, ohne Sozialwohnungsbau den beispielsweise Österreich hat, ein Alpenland wie die Schweiz), was ja leider fast flächendeckend der Ist-Zustand ist in der Schweizer Wohnenmüssenszene.
https://www.ktipp.ch/artikel/d/so-viel-verdienen-die-chefs-dank-den-zwa…
https://www.aargauerzeitung.ch/wirtschaft/so-viel-zahlen-sie-mit-ihrer-…
.......
Die SP lanciert momentan die Prämienentlastungs-Initiative:
https://bezahlbare-praemien.ch/
https://www.sp-ps.ch/de/publikationen/medienmitteilungen/versicherte-en…
https://www.sp-ps.ch/de/thema/krankenkassenpraemien
........
Früherer Kommentar von mir:
Liebes Publikum,
bitte überlegen Sie sich stets, ob Empfehlungen für die Masse des Volkes oder für die "Oberen Zehntausend" förderlich sind.
Die umtriebige Leserbriefschreiberin Bettina Thalmann kommentiere ich bereits im Dezember 2016:
...
Bettina Thalmann, Ihnen, weil Sie es sind, glaube ich sofort, dass eine deutlich noch höhere Krankenkassen-Mindestfranchise für Arme wie mich das Allerbeste ist, gell (auch wenn ich früher mal las, dass das eine weitere Schröpfung gegen die Armen sei)?
Bettina Thalmann, Sie sind FDP-Mitglied (in Ihrem Leserbrief von 2011 "Studentin mit knappem Budget“) – obwohl unter Ihrer Wohnadresse die Schwyzer Kantonsrätin Irene Thalmann-Kühni gemeldet ist, also offenbar Ihre Mutter?
Mir kommen die Tränen über Ihre Armut, wie lautet Ihr Spendenkonto?
https://de.wikipedia.org/wiki/Kantonsrat_(Schwyz)
21.12.2018: Dass folgende zwei Links NICHT mehr in Betrieb sind: Warum? Reiner Zufall? (zum Glück KOPIERTE ich damals den Leserbrief in linth24.ch):
http://www.freienbach.ch/documents/Behoerdenverzeichnis.pdf
http://www.linth24.ch/Leserbriefe.151+M5315b2d8a6d.0.html
"Montag, 12. September 2011 05:27
Leserbriefe
Umfrage zur Einheitskasse
Von: Wilen, Bettina Thalmann
In den letzten Tagen konnte man in den Medien über die Ergebnisse der Umfrage zu Einheitskasse und Managed Care lesen. Auch wird in der Bevölkerung rege darüber diskutiert. Das Klagen über die Krankenkassenprämien ist weit verbreitet. Ich bin eine 21-jährige Studentin mit knappem Budget, das Studium muss ich mir selber finanzieren. Somit kenne ich die Sorge, wie ich jeden Monat meine Prämie bezahlen kann sehr gut. Trotz allem ist es mir jedoch viel lieber, wenn ich zwischen verschiedenen Versicherern auswählen kann und ich nicht einfach eine Einheitskasse akzeptieren muss. So kann ich die verschiedenen Angebote vergleichen und den für mich besten Anbieter auswählen. Wenn ich von meiner Krankenkasse nicht korrekt behandelt werde, kann ich jederzeit meinen Versicherer wechseln. Bei einer Einheitskasse wäre man komplett machtlos und müsste jegliches Verhalten der Kasse akzeptieren. Wenn ich schon viel Geld für die Krankenkasse ausgeben muss, dann will ich zumindest den Anbieter selber wählen. Eine Einheitskasse raubt uns allen unsere Wahlfreiheit und bringt keine Vorteile.

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