×
Leserbrief

Schlechte Verliererin

Robert Cavegn,
27. November 2018, 14:40:45

So so, nun ist also laut Frau Martullo-Blocher die Mutlosigkeit der Bünderinnen und Bündner für das miserable Resultat ihrer Initiative schuld. Da will die SVP mit ihrer Initiative Selbstbestimmung und direkte Demokratie – wenn zwei Drittel des Volks dann aber in einem Akt der Selbstbestimmung und Demokratie die Initiative verwerfen, gibt es verbale Prügel. Gegen Ende ihres Interviews verrät uns die enttäuschte Frau Martullo-Blocher, was sie tatsächlich vom Volk hält, nämlich, dass es die Zusammenhänge oft nicht erkenne. „So kann man dem Stimmvolk alles Mögliche vorgaukeln“. So denkt Martullo-Blocher also vom Volk: Es ist mutlos und blöd. Liebe Bündnerinnen und Bündner, in einem Jahr sind Nationalratswahlen. Ich jedenfalls wähle keine Volksverächterin als Nationalrätin.

Zum Artikel: Interview zur Abstimmungsniederlage mit Martullo-Blocher, BT vom 26.11.18

Kommentar schreiben

Kommentar senden

Wer Blocher oder Trump wählt, ist von allen demokratischen Geistern verlassen. Aber viele machtlosen Menschen liebäugeln mit der Macht, mit Diktatoren, so lange, bis es zu spät ist, zu spät, um die Geister zu verjagen, die jene gerufen haben.
Rolf Klauser, Winterthur

Dass viele SVP-Gegner und Blocher- bzw. Martullo-Feinde nicht nur Freude nach der klaren SBI-Niederlage, sondern auch Schadenfreude empfinden, ist irgendwie menschlich und ein Stück weit verständlich. Nun, es wurden vor der Abstimmung von der Front der SBI-Gegnerschaft schon gar Angst-Szenarien geschürt und teilweise wurde massiv übertrieben. Nun, ich spüre, dass mir die Gegenseite erwidern möchte, das sei von der Befürworterseite nicht anders gewesen, ich bin jedoch anderer Meinung. Was sicher ist, die direkte Demokratie als solche wurde geschwächt. Aber das Schweizer Stimmvolk hat das in Abwägung und unter Berücksichtigung anderer Faktoren nun so hingenommen und gewollt. Der Volksentscheid ist zu akzeptieren. Ich selber hoffe, dass dennoch künftig die Übernahme internationaler Vorgaben nicht gar überhandnimmt. Das Wohl im eigenen Land und von dessen Bevölkerung sollte weiterhin im Vordergrund stehen, so wie es meiner Meinung nach in jedem anderen Staat auch sein sollte, natürlich immer in Respektierung anderer Länder und der Menschen anderer Staaten und Kulturen.
Hans Hösli, Mollis

Alle Kommentare anzeigen