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Leserbrief

Migration und Flüchtlinge

Beat MÄRCHY ,
27. November 2018, 22:59:52

Das Drama, welches sich aktuell an der US amerikanischen Grenze zu Mexiko abspielt, finde ich äusserst menschenunwürdig. Wenn man bedenkt, dass von den 327 Millionen Einwohnern in der USA fast alle in den letzten 550 Jahren immigriert sind. Nun haben einige 1000 mittel und südamerikanischer Menschen den mühsamen und gefährlichen Weg auf sich genommen, um ihre Lebenssituation zu verbessern. 10,000 Menschen bedeuten 0.003 % der Bevölkerung der USA. Deshalb bin ich sehr erstaunt darüber, dass diese nicht problemlos integriert und sinnvoll beschäftigt werden können. Aktuell absolviere ich einen Sprachaufenthalt in England und jetzt in Chicago. Dabei gewinne ich den Eindruck dass sehr viele Menschen in jüngster Zeit eingewandert sind. Insbesondere in England sind die meisten von ihnen gut integriert und leisten einen wertvollen Beitrag für die Gesellschaft und die Wirtschaft. Nun wie sieht es bei uns in der Schweiz aus? Meiner Meinung nach könnten wir die Immigration noch deutlich verbessern und wir sollten eine positivere Einstellung gegenüber den Flüchtlingen entwickeln. Viele bringen eine Grundausbildung und zum Teil auch eine Berufsausbildung mit. Dieses menschliche Kapital müssen wir nicht mehr finanzieren. Wir sollten diese Menschen bei der Ankunft in unserem Land mit einem Assessment beurteilen, um herauszufinden, welche Fähigkeiten sie mitbringen und wie sie diese in unserem Land wertvoll einsetzen können. Dann sollten sie dabei unterstützt werden, unsere Sprache zu erlernen, um möglichst bald arbeiten zu können. Damit könnten wir Engpässe bei unseren Fachkräften wie zum Beispiel im Gesundheitswesen entschärfen. Wenn aller Länder sich dabei beteiligen würden, Migranten positiv aufzunehmen, wäre die Belastung für die einzelnen Staaten deutlich kleiner, weil sich die Menschen mehr verteilen würden. Ich wünsche mir einen Schweiz, welche die Chancen, die uns die Immigranten bringen bessert nutzt.

Beat Märchy
Meggen

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