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Leserbrief

Bahnhof Domat/Ems

Patrick Bargetzi,
26. November 2018, 16:59:11

Die Emser Stimmbürgerinnen und Stimmbürger haben klar gesagt, dass sie keine Unterführung für den motorisierten Verkehr anstelle des Bahnüberganges an der Gassa Surò wollen. Die Frage, ob dieses klare Nein des Souveräns zur Unterführung auch bedeutet, dass die Emser die in Zukunft bestmögliche Anbindung an den öffentlichen Verkehr nicht wollen, ist mit dieser Abstimmung aber nicht beantwortet. Das Stimmvolk soll sich zu dieser für die Zukunft des Dorfes eminent wichtigen Frage unbedingt auch noch äussern dürfen. Aufgrund der geplanten Fahrplanverdichtung fahren künftig noch mehr Züge durch Ems. Nur mit einer Aufhebung des Bahnüberganges Gassa Surò kann Ems maximal von diesem Fahrplanausbau profitieren. Ohne Aufhebung des Bahnüberganges dürfen künftig, d.h. nach dem von der Bundesgesetzgebung zwingend vorgeschriebenen behindertengerechten Ausbau der Perronanlagen des Bahnhofes, nur noch die kurzen S-Bahnen in Ems halten. Die langen Züge mit direkter Anbindung ins Engadin und in die Surselva müssen nach der Umsetzung des Behindertengleichstellungsgesetzes in Ems ohne Halt durchfahren. Mit einer Aufhebung des Bahnüberganges hingegen ist ein Viertelstundentakt nach Chur umsetzbar. Dies ist wichtig für Schüler (Berufsschulen, Kantonsschule, Pädagogische Hochschule, Hochschule für Technik und Wirtschaft usw.), wie auch für Arbeitspendler. Zudem bildet der Viertelstundentakt nach Chur die Basis für den schnellsten Anschluss an den künftigen Halbstundentakt zwischen Chur und der Wirtschaftsmetropole Zürich. Ich bin der klaren Meinung, dass der Wohn- und Wirtschaftsstandort Ems die Chance für die bestmögliche Anbindung an den öffentlichen Verkehr ergreifen muss. Die Frage, ob die dafür notwendige Aufhebung des Bahnüberganges Gassa Surò umgesetzt werden kann – mit oder ohne Langsamverkehrsunterführung - soll das Stimmvolk beantworten.

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