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Leserbrief

Nachruf für Prof. Dr. Franz Annen, 1942-2018

Pius Wihler,
23. November 2018, 10:09:05

Im Priesterseminar Chur - an einem Jugendleiterkurs 1977 - lernte ich Franz Annen mit seiner weltoffenen und freundschaftlichen Art kennen und schätzen. Dies bewog mich ihn 1979 zu fragen, ob er Beatrice und mich in Stalden OW trauen würde, dem er gerne zustimmte. Es entwickelte sich eine schöne Freundschaft, da wir Franz jährlich zu uns nach Zizers zum Essen einluden und zusammen einen interessanten Abend verbringen konnten. Ich erinnere mich noch gut an die für ihn sehr schwere „Bischof-Haas-Zeit“, wo ausser Prof. Pfamatter und ihm die weltoffenen und dem Volk zugewandten Priester und Professoren das Bistum Chur verliessen. Als ich ihn fragte, warum er dieses Leiden weiter auf sich nehmen würde, antwortete er:“ Wenn wir auch noch gehen, bestimmen nur noch fundamentalistische Leute die Zukunft des Priesterseminars und des Bistums Chur, und das wäre nicht gut“. Ja, man kann sagen, dass sich diese zwei wunderbaren Menschen richtiggehend für das Volk aufgeopferten. Deshalb war ich auch nicht verwundert, als Franz mir vor ca. 10 Jahren mitteilte, dass er ein Krebsleiden hätte. Nach seiner Pension wohnte er in seiner Heimat in Schwyz, wo er liebevoll von seinen Geschwistern und ihren Familien umsorgt wurde. Vor wenigen Wochen war ich in Schwyz durchgefahren und wollte ihn besuchen. Sein Telefonanschluss war aber nicht mehr in Betrieb und so nahm ich an, dass er schon verstorben ist, was wenig später auch so war. Ich hätte ihm gerne nochmals in seine liebevollen Augen geschaut und ihn verabschiedet… Herzlichen Dank Franz, für alles was du den Menschen gegeben hast. Ruhe in Frieden.
Pius Wihler aus Zizers

Zum Artikel: Nachruf für Prof. Dr. Franz Annen vom 22. Nov. Seite 12

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