×
Leserbrief

Zum Leserbrief: Regulakirche - öffne dich vom Mi 21.11.18

Christina Tuor,
21. November 2018, 14:23:48

Zum Leserbrief: Regulakirche - öffne dich
Wer öffnet sich?
Um es gleich vorwegzunehmen: Der Leserbrief von Rosmarie Breuer hat nichts damit zu tun, dass die Kirchgemeinde Chur für das Projekt Regulakirche eine neue Pfarrerin sucht. Als Projektverantwortliche erlaube ich mir, einiges richtigzustellen. Frau Breuer wurde bereits anlässlich der Kirchgemeindeversammlung von Anwesenden darauf hingewiesen, dass ihre Darstellungen falsch sind. Es stimmt nicht, dass die Regulakirche nur während zwei Stunden wöchentlich belegt ist, sondern mehrmals unter der Woche. Neben regelmässigen Anlässen und täglichen Öffnungszeiten für individuelle Besuche der Kirche gibt es auch eben das, was Frau Breuer wünscht: Vorträge, Gesprächsabende und spezielle Veranstaltungen – man muss es nur wahrnehmen. Im November und Dezember finden zusätzlich zum Wochenprogramm sechs spezielle öffentliche Veranstaltungen statt. Das ist viel für den Platz Chur. Und viel für die Kirchgemeinde, die mit dem Projekt Regulakirche keine Konkurrenz zu den anderen Anlässen schaffen wollte. Es trifft weiter nicht zu, dass kleinere Anlässe parallel zum Programm des Projekts nicht mehr möglich sind. Noch andere Aussagen im Brief zeugen von Unkenntnis der Hintergründe. Schade, dass der Weg des wohlwollenden Gesprächs nicht gesucht wurde. Und schade, dass der Vorstand an der Kirchgemeindeversammlung nicht deutlicher Position bezogen hat.
Nach meiner Einschätzung hat sich die Kirchgemeinde Chur mit dem Projekt Regulakirche auf einen spannenden Weg begeben, der freilich weitgehend Neuland ist. Kirchliche Anlässe für ein breiteres interessiertes Publikum zu schaffen, ist herausfordernd. Es liegt in der Natur der Sache, dass zu diesem Lernweg neben guten auch weniger gute Erfahrungen dazugehören. Bisher wurde jedoch bei Unklarheiten oder Missmut meistens das Gespräch gesucht. So konnte schon Manches aufgefangen oder wenigstens erklärt werden.
Mir scheint es wichtig, dass die aktiven Mitglieder der Kirchgemeinde gemeinsam darüber diskutieren, was sie mit der Regulakirche wollen. Angesichts von Ressourcen, Lage, Nachbarschaft und weiterer Aspekte wird man immer Kompromisse eingehen müssen. Diese erfordern einen Willen zu Offenheit. Nicht alles gefällt allen. Um ein Projekt Regulakirche zu gestalten braucht es neben Wohlwollen und Offenheit aus meiner Sicht zudem den Schutz durch diejenigen, die das Projekt verantworten. Nur so kann die Kirche auch auf neuen Wegen ihre Aufgaben gut erfüllen. Christina Tuor, Chur/Surrein

Zum Artikel: Zum Leserbrief: Regulakirche - öffne dich vom Mi 21.11.18

Kommentar schreiben

Kommentar senden