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Leserbrief

Landquarter Trauermeile

Arthur Clement,
10. Januar 2018, 15:54:59

Ein Bravo den Mutigen, welche sich nicht aufzwingen lassen, welche Farbe Ihre Stühle vor ihren Geschäften haben müssen, oder welche Blumentöpfe den Vorgaben der Gemeindebehörde entsprechen..
Es ist wirklich an der Zeit, dass den Behörden, welche schlussendlich für das Wohl und die Anliegen der Geschäftsleute und der Bürgerinnen und Bürgern gewählt wurden einen Riegel zu schieben. Immer mehr, teilweise im engsten Behördenkreisen erfundene Vorschriften und Einschränkungen wollen der Bevölkerung aufgezwungen werden. Wer hat nicht schon die schmucken Gässchen in Italien, Frankreich oder anderen Ländern bewundert und ein paar schöne Stunden mit flanieren und meistens auch mit einem Einkauf verbunden ? Gerade die Abwechslung macht den Reiz dieser schönen Gassen aus.
Nicht nur Landquart, auch die Promenade in Davos wird zur Trauermeile. Immer mehr leere Schaufenster und eine mit Abgasen geschwängerte Luft laden nicht zum Bummeln ein. Man debattiert Jahrelang über die Freigabe des Fahrradverkehrs in die Gegenrichtung und rechnet mit exorbitanten Kosten und Aufhebung von Parkplätzen. Vorschläge meinerseits werden von einem Mitglied des kleinen Landrates als Blödsinn goutiert.
Aber dort gibt es wenigstens Visionäre, welche Ihre Zeit vertun und sich mit Traumvorstellungen einer, ausschliesslich mit Elektromobilen, befahrbaren Stadt und einem unterirdischen Parkhaus beschäftigen. Was allerdings diese Vision kosten soll und wann eine solche Idee realisiert werden könnte habe ich nicht gelesen. Zudem nimmt mich wunder, ob die anschliessenden Gemeinden im Landwassertal, nur noch über die Lenzer Heide befahrbar sein werden ?
Ich hoffe, dass mit etwas mehr Toleranz seitens Behörden, die Trauermeilen bald zu Traummeilen gedeihen können.

Zum Artikel: Landquart Trauermeile vom 9.Januar 2018

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