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Leserbrief

PostFinance streicht Service wie Wester Union und Mobile Transfer

Guido Gyssler,
07. Januar 2018, 06:59:41

Hallo liebe Leser und eventuelle (noch) Kunden der PostFinance

225 Kunden die den nicht mehr existierenden Service Mobile Transfer, und 1% der Postfinance Kunden die den Western Union Service brauchten, stehen ab Januar 2018 vor der vollendeten Tatsache, dass sie ihr Geld leider nicht mehr durch die PostFinance versenden können.

Die Kunden wurden jedoch in keiner Weise vorab informiert, dass diese beiden Service nicht mehr angeboten werden durch die PostFinance. Also einfach raus damit, und danach die Sintflut. Ist ja egal was die Kunden davon halten.

In meinem speziellen Fall war es doch wirklich ärgerlich, da ich bereits mein Geld immer erst am 7ten oder 8ten auf meinem Konto habe (IV-Rente), und diesen Monat ausnahmsweise mal am 6ten das Geld schon zur Verfügung stand, damit ich meine monatlich Überweisung nach Kenia hätte machen können, damit meine Familie in Kenia, den Zins bezahlen kann und Essen kaufen kann. Auch das Schulgeld meiner Tochter muss ja immer pünktlich überwiesen werden, da sie ansonsten nicht mehr dieselbe besuchen darf.

Tja, und welch schauerlicher Schrecken für mich, als ich feststellen musste dass PostFinance die BEIDEN Service aufgelöst hat. Als ich dann mit einer netten Dame der PostFinance sprechen durfte (nach 15 Minuten Wartezeit), wurde mir erläutert, dass dieser Service leider für die PostFinance NICHT RENTABEL sei, und zu wenig genutzt werde.

Als Alternative bot man mir eine Giro-International-Cash Möglichkeit an, die aber leider nicht mehr 20 Sekunden dauerte für die Transaktion, sondern zwischen 4 bis 8 Tage. Also wo ist da die Alternative. 

Zurück in die Steinzeit mit den Schweizer Banken, und jetzt auch mit der PostFinance.

Kenya ist (trotzt afrikanischer Verhältnisse) führend in der Mobile Transfer Geschichte, und unsere Bänker könnten wirklich einiges lernen und profitieren von der Vorgehensweise in diesem Land. Gelder werden sicher durch M Pesa verschoben, ohne grosses Tam-Tam, nicht so wie bei uns hier in der Schweiz.

Also Leute, packt Euren Rucksack, und sucht Euch schon mal eine Höhle am Calanda oder am Mittenberg, denn da werden wir sicher in den nächsten 50 Jahren hausen, wenn es so weiter geht.

Alles Gute und ein tolles 2018 Euch allen

Euer Guido 

 

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Lieber Guido Gyssler, stets schön von Ihnen zu lesen, zumal es knapp grade mal noch digital geht, aber wer weiss wie lange noch, das Neadertal dräut (oder verlockt vielleicht auch angesichts des Zivilisationsoverkills).
Dass die Reichen immer reicher, die Armen immer zahlreicher werden, wer anders als das Wahl- und Stimmvolk könnte dafür die Ursache sein?
Der aktuelle Beobachter 1/2018 berichtet auf Seite 26, dass Mieter zwar "eigentlich" mit etwas weniger teuren Wohnungen rechnen könnten wegen des Baubooms (der eben wegen des Hypergoldeseleffekt entstanden sein dürfte), andererseits aber wegen des "Rechts-Rutsches" (da bekommt der Neujahrswunsch "Guten Rutsch" eine besondere Bedeutung) in Regierung und Parlament nun aber sogar mit drastischen weiteren Verschlechterungen zu rechnen ist: "Der beste Mieterschutz wäre die Abschaffung des Mietrechts", sagt HEV-Präsident Hans Egloff (SVP).
Die familiäre Mitenand-Kultur, der Gute Alte Service Public, der den Charme der Schweiz für mich beispielsweise an Zugstationen und Poststellen ausmachte, wo ist er geblieben? Wir selbst, das Volk, sparen uns zu Tode (an der Urne, bis zur Urne). Damit die Reichen noch reicher werden. Okay, für diesen "Guten Zweck" lohnt sich natürlich jedes Opfer, oder?
Siehe Kommentar:
https://www.suedostschweiz.ch/tourismus/2018-01-05/ferien-in-graubuende…