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Leserbrief

WorldSkill

Theo Hess,
22. Dezember 2017, 11:16:14

Es ist schon kläglich, wie gross die Reaktion der Bündner Bevölkerung auf die Initiative von Jan Mettler für die Durchführung der WorldSkills-Wettbewerbe in Graubünden oder der Ostschweiz ist. Da studieren die Schlauen eher an einer weiteren Landesausstellung herum. Ein Vorschlag ziehlt darauf ab, die Ausstellung zu einer überdimensionierten Gewerbeausstellung zu machen. https://www.aargauerzeitung.ch/aargau/kanton-aargau/svizra27-findet-die…. Eine weitere Idee besteht darin, die Ausstellung in der Ostschweiz zu veranstalten. Mehr ist nicht zu erfahren. Das ist alles Quatsch und bringt uns gar nichts. Wenn aber die Berufswettbewerbe hier stattfinden und in alle Welt übertragen werden, wird mehr für unser Land heraus schauen als all die Tourismus-Millionen, die wir Jahr für Jahr zum Fenster hinaus werfen. Wir müssen viel mehr für Bildung tun, nicht nur davon reden. Das Geschwafel von Schneider-Ammann kann man ja schon nicht mehr höhren. Sport wird nur so lange betrieben, wie das Geld in den Taschen der Arbeitnehmer in diesem Land kingelt. Ist die Bildung weg, ist der Verdienst weg, ist aber auch der Spass am Sport weg.
Und dann noch dies.
Schweizer know-how hat sich letzte Woche wieder einmal ganz deutlich positiv positioniert. Die neue Seilbahn auf die Zugspitze mit einer freien Spannweite von 3200m und einer einzigen Stütze von 127m Höhe ist von Caraventa AG in Goldau gebaut worden. Der zuständige Bayrische Minister Joachim Herrmann hat an der Eröffnung gesagt: Wir haben bewiesen, dass man auch Termingerecht und ohne Kostenüberschreitung bauen kann. Eben, Schweizer Handwerk, Gewerbe, vom Feinsten, Arbeit von der man spricht. Wo Herr Mettler recht hat, hat er recht. Wir müssen das Wissen fördern, die harte Arbeit recht machen, nicht mehr versprechen als man halten kann, ehrliche Verträge abschliessen im Sinne von, Handschlag gilt, dann stellt sich der Erfolg ein.

Zum Artikel: Leserbrief von Jan Mettler

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