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Bergün Fotografierverbot

Bergün Fotografierverbot

Eigentlich kann das nur "schon wieder eine neue 'Strategie' des Tourismus" sein, ein Marketing-Gag - aber so oder so: Am multimaximal-disqualifizierendsten finde ich die Begründung (SO 30.5.2017):

"Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Ferienfotos in den sozialen Medien die Betrachter unglücklich machen, weil sie selbst gerade nicht vor Ort sein können. Das möchte die Gemeinde Bergün verhindern."

Ich fände es toll, wenn die Medien endlich null Fotos und am besten auch sonst nichts mehr von Bergün bringen.

https://www.suedostschweiz.ch/politik/2017-05-30/wer-in-berguen-fotografiert-wird-gebuesst

https://www.suedostschweiz.ch/aus-dem-leben/2017-05-30/fotos-aus-berguen-bitte-sehr

Motto: "Wenn man nicht positiv auffällt, macht man es negativ"? oder: "Statt das Produkt verbessern, verbessert man die Einbildung“?

"Sich ein Bild machen" von Bergün geht auch ohne Fotoapparat:

Weitere Beispiele (neben obigem "Bestseller")::

BERGÜN:

Hirschabschuss: Zitat: Ich bin sonst überhaupt nicht der Motzer», versichert Urs Serena aus Bergün. «Aber ich bin ehrlich entsetzt.»

https://www.suedostschweiz.ch/panorama/2015-08-12/das-risiko-minimiert-oder-hilflos-gehandelt

BERGÜN:

Schädlingsbekämpfungsgifte im KURhaus: «Ich konnte mich nicht mehr bewegen»

https://www.gesundheitstipp.ch/artikel/d/ich-konnte-mich-nicht-mehr-bewegen/

Meine Anmerkung an die Bergüner Touristiker oder wer immer dort das Fotoverbot lanciert hat: Kennen Sie das gutschweizerische Wort "Verschlimmbesserung"?

Wolfgang Reuss
30. Mai 2017, 16:58:07
Leserbrief
Ort:
Chur
Zum Artikel:
Wer in Bergün fotografiert, wird gebüsst, online 30.5.2017

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"Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Ferienfotos in den sozialen Medien die Betrachter unglücklich machen, weil sie selbst gerade nicht vor Ort sein können. Diesen Aussage ist falsch. Es gibt keine Studien dazu.

https://www.suedostschweiz.ch/wirtschaft/2017-05-31/schoenheit-graubuen…
Was sagen eigentlich die Steuerzahler in GR dazu, dass sie diese - aus meiner Sicht unamüsanten Peinlichkeiten - (Zitat SO 31.5.2017 Reto Furter: "Das Fotoverbot ist amüsant - aber schon heute Mittag ist es leider nur noch dumm") subventionieren (der Kanton GR zahlt den grössten Teil des Privatverein-GRF-Jahresbudgets von rund 12 Millionen Franken), während Ex-GRF-Präsident Andreas Wieland (SO 3.2.2017) sinngemäss sagte, dass viele Touristiker in GR keine Steuern zahlen so schlecht gehe das Geschäft: "Die meisten Unternehmen bezahlen praktisch keine Steuern - weil nichts übrig bleibt."
Ich jedenfalls kenne nur schlechte Marketingaktionen von GRF, insbesondere "Gian und Giachen", und das Kinderbilderbuch, wo sie den armen Schneehasen Vincenz erschrecken*** – bereits mich erschreckten die affektierten Böcke in jedem Werbe-Spot(t), das ist meine MEINUNG.
Sorry, aber ich sehe bei GFR nur Rosabrille-Marketing statt Produktequalität in meinem Sinne. Nicht einmal die Frage sehe ich beantwortet, wer die Idee Fotografierverbot hatte (denn das kann nur einer gewesen sein). Frage der SO: "Für solche Aktionen benötigt man ja auch eine Gemeinde, die mitmacht. Wie ist hier das Vorgehen? Ging GRF auf Bergün zu oder umgekehrt?" Antwort GRF-Mediensprecher Roland Signer: "Es gibt beide Wege. Diese Aktion entstand mit der Gemeinde Bergün, Bergün-Filisur Tourismus und Graubünden Ferien. Wir haben das zusammen auf die Beine gestellt. Wir suchen schöne Bergdörfer, die Graubünden repräsentieren."
Hauptsache, der Steuerzahler zahlt es? Ich finde: Wenn die Touristiker wirklich in Not wären, würden sie sich doch radikaler mit Lösungsvorschlägen (wie beispielsweise meinen) auseinandersetzen, oder?
***Schneehase Vincenz:
Früherer Kommentar (in der SO online):
Wolfgang Reuss
Do 03.11.2016 - 12:06
Arme Kinder.
Furchtbar!
DAS ist mir wieder exakt die"richtige" Pädagogik:
Gian und Giachen, deren (teure) Werbespots stets mich verstören/erschrecken, "wurden erschreckt durch Schneehase Vincens" und "beschliessen es Vincenz HEIMZUZAHLEN und ihn ebenfalls in Angst und Schrecken zu versetzen."
Rache, Angst und Schrecken!
Beelendendes Armutszeugnis.
"Mein Gesundheitstourismus" ist DAS GEGENTEIL.

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