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Frust und Ärger wegen Snowboardschule für Flüchtlinge

Frust und Ärger wegen Snowboardschule für Flüchtlinge

Die IG Offenes Davos organisiert in diesen Wochen eine Snowboardschule für Flüchtlinge. Auf der Südostschweiz-Facebookseite sorgt das für rote Köpfe. Es gibt aber auch positive Reaktionen.

Südostschweiz
vor 4 Jahren in
Die Schule ist gut gestartet, die Teilnehmer hatten sichtlich Spass. Bild Fb/IG offenes Davos

Unter den Artikel über die Snowboardschule für Flüchtlinge in Davos wurden unzählige Kommentare geschrieben. Einige Verfasser ärgern sich darüber, dass Flüchtlingen dieses Angebot ermöglicht wurde. Dabei gäbe es auch viele Schweizer Familien, die gerne auf die Piste gehen würde, aber kein Geld dazu haben.



Der eine oder andere Verfasser eines Kommentars verteidigt das Angebot der IG Offenes Davos. Einer schreibt zum Beispiel: «Ich frage mich, wie man dermassen neidisch und missgünstig sein kann gegenüber Menschen, die Krieg und/oder grosse Armut erlebt haben. Wir Schweizer sind extrem privilegiert, es ist peinlich, wie wir rumjammern, wenn auch andere mal ein bisschen an unserem Reichtum teilhaben dürfen...»


 


Keine Unterstützung von Kanton oder Gemeinde

Fakt ist, dass die Snowboardschule für Flüchtlinge die Steuerzahler nichts kostet, bestätigt der Präsident der IG Offenes Davos Philipp Wilhelm gegenüber «suedostschweiz.ch». Die IG Offenes Davos wird von Ettinger Sport, der die Ausrüstung frei zur Verfügung stellt, unterstützt. Weiter halfen freie Spenden dabei, die Lifttickets zu bezahlen. Wilhelm weist auch daraufhin, dass die Helfer viele Stunden für dieses Angebot opfern, ohne dafür bezahlt zu werden. Dennoch ärgern sich einige Personen in ihren Kommentaren über das Projekt.

Ziel des Projektes ist es, dass Flüchtlinge die Schneesportkultur kennenlernen. So komme man zusammen, und lerne nebenbei noch Deutsch. Die IG erhofft sich, dass Flüchtlinge neue Erfahrungen sammeln können, sich mit den Bergen vertraut machen und einfach Spass haben. 

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