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Neue Gruppe für «falschsexuelle» Jugendliche

Homo-, bi-, pan-, trans-, inter- oder auch asexuell - Sexualität ist heute nicht mehr so «einfach» zu definieren. Und auch wenn wir uns als fortschrittliche Gesellschaft bezeichnen - wir sind längst nicht soweit, wie wir denken. Diesem Umstand trägt nun eine neu Gruppe in Graubünden Rechnung.

Südostschweiz
Montag, 24. Oktober 2016, 09:42 Uhr Bündner Gruppe «whatever»
Anders sein ist ok. Diesem Umstand trägt «whatever» Rechnung. Symbolbild Marco Hartmann

Am vergangenen Wochenende haben sich interessierte Jugendliche und junge Erwachsene zur Gruppe «whatever» zusammengeschlossen. «'whatever' beschäftigt sich hauptsächlich mit der ausserberuflichen und ausserschulischen Freizeitgestaltung und will einen geeigneten Safespace für die «falschsexuelle» Jugend in Graubünden schaffen», schreiben die Verantwortlichen in einer Mitteilung.

Die Gruppe geht auf einen Vorstoss des Churer Jugendparlaments im November 2015 zurück. Der Parlamentsvorstand damals beauftragt eine solche Jugendgruppe zu gründen. Nun ist es soweit - die Gruppe trifft sich jeden ersten Donnerstag des Monats um 19 Uhr im Treff der Jugendarbeit der Stadt Chur. Die Gruppe sei offen für alle interessierten bis 28 Jahre.

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Es ist ok anders zu sein

«Das Stillschweigen darüber, dass Heterosexualität als normal angesehen wird, muss gebrochen werden. Queere Leute sind ein gleichwertiger Gesellschaftsteil, der diskriminiert wird», heisst es im Schreiben weiter. «whatever» will deshalb den Jugendlichen eine Raum geben, in dem sie sein können, wie sie sind, ohne sich zu verstellen. Der Leidensdruck der Jugendlichen soll gemindert werden. (so)

 

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