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Jung, psychisch krank und vom Sozialstaat abhängig

Junge Menschen mit psychischen Problemen, welche schon früh eine Invalidenrente beziehen – und oftmals ein Leben lang nicht mehr davon wegkommen. Um dieses Thema dreht sich das «RSO im Gspröch».

Südostschweiz
17.05.16 - 09:54 Uhr

Es ist keine schöne Vorstellung: eine IV-Rente ab einem Alter von 18 Jahren, nie in der Arbeitswelt integriert und ein Leben lang abhängig vom Sozialstaat. Niemand möchte das – aber doch gibt es immer noch zu viele junge Menschen mit psychischen Problemen, welche IV-Rentner sind.

Keine Rente für unter 30-Jährige

Das Bundesamt für Sozialversicherung hat deshalb im letzten Jahr eine Studie in Auftrag gegeben, welche die Schwachpunkte im ganzen System zeigt. Eine Forderung – als Konsequenz der Studie – ist, dass junge Menschen mit psychischen Problemen nicht vor 30 Jahren eine IV-Rente bekommen und so zu Neurentnern werden. Die Begründung: So werden alle Beteiligten – von der IV bis zu beruflichen Einrichtungen – dazu gezwungen, besser zusammenzuarbeiten und sich mehr für die Patienten einzusetzen.

Suzanne von Blumenthal, Chefärztin bei den Psychiatrischen Diensten Graubünden, ist davon überzeugt, dass die Zusammenarbeit besser werden muss. Aber: Die Forderung «Keine IV-Rente für unter 30-Jährige» findet sie problematisch:

 


In der Sendung «RSO im Gspröch» kommt zudem eine junge Betroffene zu Wort: Die 18-jährige Melina erzählt von ihrer psychischen Krankheit und wie es ist, ohne eine IV-Rente zurechtzukommen. Hier gibt es die ganze Sendung zum Nachhören:

 


«RSO im Gspröch», jeden Sonntag jeweils von 10 bis 11 Uhr und in der Wiederholung am Montagabend von 19 bis 20 Uhr auf Radio Südostschweiz.

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