Der Beckenboden und die Frauengesundheit
Im öffentlichen Vortrag zeigen Fachpersonen des Spitals Linth die Funktion des Beckenbodens sowie die medizinischen, physiotherapeutischen und operativen Behandlungsmöglichkeiten bei Beschwerden auf.
Im öffentlichen Vortrag zeigen Fachpersonen des Spitals Linth die Funktion des Beckenbodens sowie die medizinischen, physiotherapeutischen und operativen Behandlungsmöglichkeiten bei Beschwerden auf.
Der Beckenboden spielt eine entscheidende Rolle für das körperliche Wohlbefinden und die Lebensqualität. Er beeinflusst die Kontinenz, die Sexualität, die Körperhaltung und viele weitere Aspekte der Frauengesundheit. Oft wird dies nicht bewusst wahrgenommen - bis Beschwerden auftreten. Harninkontinenz beispielsweise ist die häufigste chronische Erkrankung bei Frauen, über ein Drittel der Frauen sind in ihrem Leben betroffen. Senkungsbeschwerden treten sogar bei der Mehrheit der Mütter auf.
Im öffentlichen Vortrag der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe des Spitals Linth vom 22. Januar im ENTRA in Rapperswil erläutern Dr. med. Stefanie Huggle, Chefärztin und Martin Delev, Stv. Chefarzt, die Funktionsweise des Beckenbodens und gehen auf die verschiedenen möglichen Beschwerden ein, die von einer Schwäche des Beckenbodens verursacht werden können.
Dazu gehören Inkontinenz, vermehrter Harndrang (Reizblase) oder Senkungsbeschwerden. Die Diplomierte Hebamme Sabrina Giezendanner beleuchtet die Rolle des Beckenbodens in der Schwangerschaft und bei der Geburt, da gerade Überdehnungen und Einrisse der Faszien und Bänder eine der häufigsten Ursache für eine Funktionsstörung des Beckenbodens sind.
Eine Beckenbodenschwäche beziehungsweise die dadurch verursachten Symptome können auch emotionale Belastungen, Schamgefühle und eine reduzierte körperliche Aktivität verursachen, was das Risiko für Übergewicht, Arthrose und Typ-2-Diabetes erhöht. Glücklicherweise stehen heute diverse Behandlungsmöglichkeiten von gezielter Physiotherapie bis hin zu operativen Eingriffen zur Verfügung. Auch dazu geben die Fachpersonen im Vortrag einen umfassenden Überblick. Für ergänzende Fragen steht zudem eine spezialisierte Physiotherapeutin zur Verfügung.