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Biohof Las Sorts: Kartoffeln mit Herz

In Bergün Filisur bewirtschaftet Familie Heinrich den Biohof Las Sorts mit Herzblut. Auf sonnigen Höhenlagen entsteht hier mehr als Landwirtschaft – ein lebendiger Beitrag zur regionalen Ernährung.

Leben & Freizeit
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09.09.25 - 04:30 Uhr

Bergackerbau statt Milchwirtschaft 
Seit 2001 setzen Marcel Heinrich-Tschalèr und seine Frau Sabina auf regenerative, biologische Landwirtschaft. Mit ihren drei Töchtern und einem engagierten Team haben sie den elterlichen Hof radikal neu ausgerichtet: weg von der Milchwirtschaft, hin zum Bergackerbau mit seltenen Sorten, Mutterkuhhaltung und regionaler Direktvermarktung. 

Parli, Rote Emmalie und vergessene Schätz
Im Zentrum steht die Kartoffel – aber nicht irgendeine. Die berühmte Parli, eine alte Bündner Sorte, oder die Rote Emmalie mit rot/violettem Fleisch sind nur zwei Beispiele. Auch fast vergessene Bergacker-Bohnen aus dem Oberwallis, Urdinkel, Buchweizen, Gerste, Hafer oder aromatischer Waldstaudenroggen wachsen hier. «Wir suchen Sorten mit Geschichte, Charakter und Geschmack – ideal für unsere steinigen Böden und das raue Klima», erklärt Marcel. 

Regionalität, die man schmeckt und versteht 
Die Produkte vom Biohof Las Sorts sind direkt auf dem Hof, an Märkten oder über ausgewählte Partner erhältlich – vom kleinen Hofladen bis zur Spitzengastronomie. Was verkauft wird, ist oft auch gleich mit einem Rezept versehen. Besonders beliebt: Berghumus aus eigenen Bergacker-Bohnen und Müesli mit gekeimtem Waldstaudenroggen – einfach, gesund und überraschend aromatisch.

Landwirtschaft mit Haltung 
Die Familie Heinrich lebt Regionalität konsequent: im Verkauf, im Konsum, in der Philosophie. Mit regenerativer Landwirtschaft, Humusaufbau und Agroforstsystemen schafft sie zukunftsfähige Strukturen. «Unsere Vision ist eine Landwirtschaft, die im Einklang mit Natur und Klima steht und Teil der Lösung ist statt Teil des Problems. 

Politik trifft auf Parli 
Auf die Frage, mit wem Marcel gerne zu Tisch sitzen würde, kommt die wohl überraschendste Antwort: Trump, Putin und Xi Jinping. Aber nicht zum Essen – zuerst würden wir gemeinsam eine Woche lang Kartoffeln auflesen. Danach serviert Marcel ihnen Maluns mit hofeigenem Apfelmus und einem Glas selbst gebranntem Parli-Schnaps. «Weil Erdverbundenheit der Anfang von Veränderung ist.» 

Ein Besuch, der sich lohnt 
Wer erleben möchte, wie Geschmack, Verantwortung und Vielfalt zusammenspielen, sollte den Weg ins Albulatal auf sich nehmen. Der Biohof Las Sorts ist ein Ort für bewusste Geniesser:innen – und für alle, die wissen wollen, wie Zukunft schmecken kann. 

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