Am Scalettapass 6000 Geschosse gefunden
Als eine Familie Ende Juli beim Wandern zwischen dem Scalettapass und der Fuorcla da Grialetsch Munitionsreste und mehrere Dutzend Blindgänger entdeckt, wurde es dem Vater und seinen beiden Kindern unwohl. Wie die Familie dem Regionaljournal Graubünden von SRF erzählte, bestand keine Ausweichmöglichkeit. Und die Ungewissheit, ob sich auf dem Feld noch weitere Blindgänger befänden.
Vergangene Woche fand in diesem Gebiet eine seit Längerem geplante, aufgrund der Meldung aber vorgezogene Aufräumaktion statt. 24 Leute sammelten während fünf Tagen 3,5 Tonnen Material ein. Der Grossteil davon waren laut dem Bericht 6300 Flugabwehrgeschosse. Zudem wurden 300 Kilogramm Munitionsabfall sowie drei ungefährliche Blindgänger gefunden.
Die Geschosse, die die Familie entdeckt habe, seien wahrscheinlich vor dem Jahr 2000 verschossen worden und nun durch Bewegungen an die Oberfläche gekommen, heisst es im Bericht weiter. Einen explosiven Blindgänger fand der Suchtrupp allerdings nicht.
Auf dem Schiessplatz S-chanf werden jeweils im Frühling und im Herbst 10‘000 Geschosse abgefeuert. Dann ist das Gebiet jeweils gesperrt. Gefährlich sei insbesondere ältere Munition. Denn auf dem 1940 eröffneten Schiessplatz wurde früher auch mit scharfer Munition geschossen.
Die Armee rät, jegliche Munition der Blindgängerzentrale unter Telefon 033 223 57 27 zu melden.