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Goldschmiedekunst nach 180-jähriger Weltreise zurück in der Schweiz

Ein vergoldeter Silberpokal kehrt zurück nach Schaffhausen. Das Trinkgefäss gilt heute als Meisterwerk europäischer Goldschmiedekunst. Vor 181 Jahren hatten es die Schaffhauser zu Geld gemacht. Jetzt hat es die Schaffhauser Sturzenegger-Stiftung zurück gekauft.

Agentur
sda
23.05.24 - 11:05 Uhr
Kultur
Ein seltenes Zeugnis der mittelalterlichen Goldschmiedekunst Schaffhausens kehrt nach 180 Jahren zurück in die Schweiz: den vergoldeten Silberpokal haben die Schaffhauser Behörden damals verkauft, jetzt findet er seinen Platz in der Dauerausstellung des…
Ein seltenes Zeugnis der mittelalterlichen Goldschmiedekunst Schaffhausens kehrt nach 180 Jahren zurück in die Schweiz: den vergoldeten Silberpokal haben die Schaffhauser Behörden damals verkauft, jetzt findet er seinen Platz in der Dauerausstellung des…
Keystone/ENNIO LEANZA

«Es passiert nur ein Mal im Leben, dass man ein solches einmaliges Objekt zurück in seine Heimat holen kann», schwärmte Daniel Grütter im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Er ist Kurator für Kulturgeschichte am Museum zu Allerheiligen in Schaffhausen.

«Unbedeutend und durchaus entbehrlich», lautete 1843 das Verdikt der Schaffhauser Behörden, weshalb sie den Pokal versteigert haben. Zuletzt gehörte er einem Sammler aus Südamerika.

Dank persönlicher Beziehungen konnte die Sturzenegger-Stiftung ihn nun zurückkaufen. Als Dauerleihgabe stellt sie den Pokal, aus dem einst der zeremonielle Hochzeitstrunk gereicht wurde, dem Museum zu Allerheiligen zur Verfügung.

Am Donnerstag hat das Museum das Prunkstück den Medien präsentiert. Ab 1. Juni wird es Teil der Dauerausstellung.

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