×

Politische Filme gewinnen beim Filmfest München

Das Drama «To a Land Unknown» über zwei palästinensische Cousins auf dem Weg nach Deutschland ist auf dem Filmfest München als beste Koproduktion ausgezeichnet worden. Mahdi Fleifels Film nehme das Publikum mit in eine Welt, in der die Figuren nicht anders könnten, als das Falsche zu tun, begründete die Jury am Samstag die Vergabe des mit 100.000 Euro dotierten CineCoPro Awards. Erzählt werde das Porträt junger, gestrandeter Männer, die in ihrer Verzweiflung jegliche Grenzen überschreiten müssten, um ihren Traum von einem sicheren Leben in Europa aufrechtzuerhalten, da sie weder Papiere noch Geld haben. An der Produktion beteiligt waren Deutschland, Frankreich, Griechenland, Katar, Niederlande, Palästina, Saudi-Arabien und das Vereinigte Königreich.

Agentur
sda
06.07.24 - 19:33 Uhr
Kultur
Publikumspreise gingen an den Film «Führer und Verführer», in dem Robert Stadlober (l) Joseph Goebbels spielt. Und Regisseurin Yasemin Samdereli wurde für den Film «Samia» ausgezeichnet. Foto: Felix Hörhager/dpa
Publikumspreise gingen an den Film «Führer und Verführer», in dem Robert Stadlober (l) Joseph Goebbels spielt. Und Regisseurin Yasemin Samdereli wurde für den Film «Samia» ausgezeichnet. Foto: Felix Hörhager/dpa
Keystone/dpa/Felix Hörhager

Am Samstag, dem vorletzten Tag des Festivals, wurden noch etliche andere Preise verliehen. Bester internationaler Film wurde die slowakisch-ungarische Produktion «Eine Erklärung für alles», in der ein junger Mann vor lauter Liebe bei seiner Abschlussprüfung durchfällt - womöglich wegen seiner politischen Gesinnung. Der CineMasters Award ist mit 50.000 Euro dotiert.

Den Publikumspreis unter den deutschen Beiträgen erhielt die deutsch-slowakische Produktion «Führer und Verführer» von Joachim A. Lang mit Robert Stadlober, Fritz Karl, Franziska Weisz, die bereits am Donnerstag (11. Juli) ins Kino kommt. Im Mittelpunkt steht das Machtgefüge von Joseph Goebbels, einst Propagandaminister der Nationalsozialisten, der 1945 Selbstmord beging. International in der Gunst der Zuschauerinnen und Zuschauer siegte «Samia» von Yasemin Samdereli. Der Film handelt von einer somalischen Sprinterin, die von den Olympischen Spielen träumt.

Zum besten internationalen Nachwuchsfilm kürte die Jury «Simón de la Montana» von Federico Luis. In der Kinderfilmreihe CineKindl gewann der norwegische Wettbewerbsbeitrag «Lars ist Lol». Weitere Auszeichnungen gingen an «Viet and Nam» (CineRebels), «Sad Jokes» (Firepresci-Preis) und «Petra Kelly - Act now!» (One-Future-Preis).

Die Kommentarfunktion wurde für diesen Artikel deaktiviert.
Mehr zu Kultur MEHR