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Die Coninx-Sammlung zieht nicht nach Glarus um

Das Seilziehen um die Zürcher Coninx-Kunstsammlung ist beendet. Die Coninx-Stiftung gibt das Projekt für Glarus auf.

Südostschweiz
Samstag, 21. Dezember 2013, 19:30 Uhr
Der Hänggiturm (Bildmitte hinter dem Schornstein) wird nun doch noch nicht aus dem Dornröschenschlaf wach geküsst.

Ennenda. – Bis zuletzt hat Peter Jenny an einen positiven Ausgang geglaubt. Oder er strahlte zumindest grosse Zuversicht aus, dass das Coninx-Museum dereinst im Ennendaner Hänggiturm eröffnet werde.

Im April 2011 war er in Zürich dabei, als Ernst Hefti, Präsident der Coninx-Stiftung, bekannt gab, die 13 500 Kunstwerke von Werner Coninx (1911 bis 1980) würden von Zürich nach Glarus kommen. Nun gibt Jenny kurz vor Weihnachten bekannt, dass alles nur ein schöner Traum war.

Massiver Widerstand der Coninx-Familie

Dabei hat er, unterstützt von Glarner Politikern und Kulturkreisen, sämtliche Hebel in Bewegung gesetzt, um auch die eidgenössische Stiftungsaufsicht von den Vorteilen des Projektes zu überzeugen. Doch vergebens. Auch dem massiven Widerstand der Coninx-Familie und ihrem Komitee wurde die Stirn geboten. Dieses setzte sich auf der anderen Seite gegen die Pläne der Coninx-Stiftung und dafür ein, dass die Sammlung in der Villa am Zürichberg bleibt sowie die Stiftung letztlich in neue Hände gegeben wird.

Konsequenzen gezogen

Aus Sicht von Peter Jenny, der Stiftungsrat der Hänggiturmstiftung ist und seit Juli 2011 wegen des Glarner Projektes auch in der Coninx-Stiftung Einsitz nahm, wurden die Auflagen für eine Realisierung des Museums im Hänggiturm immer höher. Nun habe die Stiftung die Konsequenzen gezogen. Das Projekt Glarus, das mit einem Verkauf der Zürcher Villa verknüpft worden wäre, ist Geschichte. Jenny selbst wird sich aus dem Stiftungsrat der Coninx-Stiftung verabschieden. (ckm)

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