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Guarda wappnet sich für Schellen-Ursli-Hype

Guarda wappnet sich für Schellen-Ursli-Hype

Am 15. Oktober kommt der Film von Xavier Koller «Schellen-Ursli» in die Schweizer Kinos. Guarda und die regionale Tourismusorganisation möchte auf den Zug aufspringen, ohne dabei die Einheimischen zu überfahren.

Südostschweiz
vor 6 Jahren in
Kultur & Musik
Beste Werbung: Der Film «Schellen-Ursli» von Xavier Koller zeigt Guarda und das Unterengadin von der schönsten Seite. Bild Rolf Canal

«Schellen-Ursli» hat das Dorf Guarda zu nationaler Bekanntheit verholfen. Die Autorin Selina Chönz lebte in Guarda. Dem Illustrator des Buches, Alois Carigiet, diente  das Haus Nr. 51 als Vorbild für das Elternhaus von Ursli. Wer heute nach Guarda fährt, kann zwar das berühmte Haus von aussen fotografieren und den Schellen-Ursli-Weg abwandern, ansonsten wird die Figur aber kaum vermarktet. Daran soll sich jetzt etwas ändern. Im Oktober startet nämlich der Kinofilm Schellen-Ursli» von Xavier Koller. Vom prognostizierten Schellen-Ursli»-Hype will auch die Tourismusdestination Engadin Scuol profitieren. 

Guarda ist mehr als Schellen-Ursli

Am Montagabend ist die Bevölkerung von Guarda darüber informiert worden, mit welchen Massnahmen Schellen-Ursli im Dorf präsenter gemacht werden soll. Es geht um die Beschilderung und um Informationstafeln im Dorf, um eine Auffrischung des Schellen-Ursli-Wegs und schliesslich um die Schaffung einer «Chasa Uorsin». Der Grundtenor zu den geplanten Teilprojekten ist  laut Thomas Lampert, Präsident von Guarda Tourismus, zwiespältig. «Es besteht die Angst, dass Guarda künftig nur noch  auf die Figur Schellen-Ursli reduziert wird», erklärt Lampert. Der Effekt, den der Film für Guarda haben wird, lässt sich zwar noch nicht abschätzen, einigen Einheimischen graust es aber bereits vor der Vorstellung von vollen Carladungen mit Schellen-Ursli-Fans. Andererseits lassen sich die positiven Nebenwirkungen auch nicht leugnen: Dank Schellen-Ursli kann Guarda mit fremder Hilfe in die touristische Infrastruktur investieren. Und: «Ein paar Gäste mehr könnte Guarda in diesen Zeiten auch nicht schaden», meint Lampert.

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