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Neue Nationalgalerie zeigt Künstlerbücher von Gerhard Richter

Künstlerbücher spielen im Werk von Gerhard Richter eine besondere Rolle. Entstanden sind sie häufig zu Zeitpunkten, an denen der deutsche Künstler einen für ihn neuen Weg mit seinen Arbeiten eingeschlagen hat.

Agentur
sda
07.02.22 - 15:19 Uhr
Kultur
Eine Sonderausstellung zum 90. Geburtstag von Gerhard Richter "Gerhard Richter. Künstlerbücher" ist vom 10.2. bis 29.5.2022 in der Neuen Nationalgalerie in Berlin für das Publikum geöffnet. Foto: Wolfgang Kumm/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen…
Eine Sonderausstellung zum 90. Geburtstag von Gerhard Richter "Gerhard Richter. Künstlerbücher" ist vom 10.2. bis 29.5.2022 in der Neuen Nationalgalerie in Berlin für das Publikum geöffnet. Foto: Wolfgang Kumm/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen…
Keystone/dpa/Wolfgang Kumm

Die Kunstbibliothek der Staatlichen Museen zu Berlin befasst sich zum 90. Geburtstag des Malers an diesem Dienstag in der Ausstellung «Gerhard Richter. Künstlerbücher» in der Neuen Nationalgalerie Berlin vom 10. Februar bis 29. Mai mit diesen Werken. Sie sind seit 1966 im Laufe der Jahrzehnte sowohl als Sonderausgaben wie auch als normale Bücher erschienen.

«Gerhard Richter zeichnet aus, dass er nichts dem Zufall überlässt, obwohl der Zufall in seinem Werk eine grosse Rolle spielt», sagte Kurator Michael Lailach am Montag in Berlin zur Rolle von Künstlerbüchern für den in Köln lebenden Richter. Er kümmerte sich jeweils selbst um die Auswahl des Papiers, Auflage, Format und Gestaltung der Exemplare. Einige Dutzend Künstlerbücher entstanden auf diese Weise.

Die Ausstellung zeigt exemplarisch, in welcher Weise sich Richter für die Künstlerbücher mit seinem eigenen Werk auseinandersetzte. Von seinem 1998 entstandenen Gemälde «Halifax» etwa machte er 128 Fotos in kleinen Ausschnitten.

Auch wegen der grobkörnigen Aufnahmetechnik wirken die Fotos kaum noch wie Abbildungen eines Gemäldes, erinnern eher an die kaum strukturierte Oberfläche eines unbekannten Planeten. Übertragen in das Künstlerbuch bekommen die Aufnahmen wieder einen neuen Zusammenhang. Texte - in den Künstlerbüchern auch ohne sich erschliessenden Zusammenhang zu den Abbildungen - tragen eine weitere Bedeutungsebene in das so entstandene neue Werk.

Als Blickfang zwischen Vitrinen, Drucken und Künstlerbüchern dient in der Ausstellung das grossformatige Bild «Atelier» von 1985 aus dem Bestand der Neuen Nationalgalerie. Die Ausstellungsmacher wollen damit auch in Erinnerung rufen, dass Richter als Maler bekannt und berühmt wurde. Zudem zeige die Ausstellung mit den Künstlerbüchern das «geistige Atelier von Richter».

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