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«Mad Heidi»: Co-Produzent verspricht ein blutiges Schweizer Trash-Filmspektakel

Ab Donnerstag läuft der Crowdfunding-Film «Mad Heidi» in den Schweizer Kinos. Darin wird die Kultfigur zur blutigen Rächerin. Co-Produzent Mark Benecke gewährt einen Einblick in die Produktion.

Jürg Abdias
Huber
24.11.22 - 04:30 Uhr
Kultur & Musik

Mit «Heidi» schuf die Zürcher Schriftstellerin Johanna Spyri 1879 eine der berühmtesten Kindererzählungen und brachte somit die idyllische Schweizer Bergwelt dem Rest der Welt näher. Nebst den zahlreichen Romanerzählungen sorgten vier Musicals, acht Zeichentrickfilme, sechs TV-Serien, acht Comics und zwölf Spielfilme für die endgültige Etablierung in der weltweiten Popkultur. Das neuste Filmprojekt zum Werk von Spyri zeigt uns aber nun ein brutales Alpenmädchen, das vor Waffen, Gewalt und Blut nicht zurückschreckt.

Das Crowdfunding-Projekt «Mad Heidi» ist ein Trash-, Horror-, Exploitation-Film, der die Schweiz und ihre Kultur ordentlich auf die Schippe nimmt und nur so mit Schweizer Vorurteilen und Klischees jongliert. Exploitation heisst, dass man die Vorurteile zu einem Thema nimmt und mit diesen dann noch mal stark übertreibt.

Einer, der sich in der Trash-Filmwelt gut auskennt, ist der deutsche Kriminalbiologe Mark Benecke. Er wirkte bereits beim Film «Sky Sharks» mit und war nun als Co-Produzent bei «Mad Heidi» tätig. 

Darum gehts

Der Feind: In «Mad Heidi» verkörpert der Flumser Max Rüdlinger spielt im Film den Kommandant Knorr.
Der Feind: In «Mad Heidi» verkörpert der Flumser Max Rüdlinger spielt im Film den Kommandant Knorr.
Bild Swissploitation Films / madheidi.com

In einer dystopischen Schweiz, die unter die faschistische Herrschaft eines bösen Käsetyrannen gefallen ist, lebt Heidi ein einfaches Leben in den Schweizer Alpen. Grossvater Alpöhi tut sein Bestes, um Heidi zu beschützen, aber ihre Sehnsucht nach Freiheit bringt sie bald in Schwierigkeiten mit den Schergen des Diktators. Das unschuldige Mädchen verwandelt sich in eine schlagkräftige Kämpferin, die sich aufmacht, das Land von den wahnsinnigen Käsefaschisten zu befreien.

Investoren aus 19 Ländern

Diktatur: Die Schweiz wird vom Film von «Starship Troopers»-Star Casper Van Dien regiert. 
Diktatur: Die Schweiz wird vom Film von «Starship Troopers»-Star Casper Van Dien regiert. 
Bild Swissploitation Films / madheidi.com

Obwohl «Mad Heidi» zurzeit in aller Munde ist und bereits an verschiedenen Filmfestivals gezeigt wurde, ist der Film aus einer Crowdfunding-Kampagne 2017 entstanden. Drei Jahre später starteten die Verantwortlichen einen Investitionsaufruf. Schliesslich liessen sich 538 Filmfanatiker aus 19 Ländern für das Projekt begeistern. Die «Mad Investors», so werden die Gönner genannt, sind je nach Höhe der Spende direkt an den Einnahmen des Films beteiligt. Zudem erhielten sie einen Gegenstand oder eine kleine Rolle im Film. 

Trailer zu «Mad Heidi»

Am 24. November kommt «Mad Heidi» in der ganzen Schweiz in die Kinos, ab dem 8. Dezember wird er exklusiv auf madheidi.com zu sehen sein. 

Jürg Abdias Huber ist Multimediaredaktor bei «suedostschweiz.ch». Der gelernte Kaufmann aus der Stadt Zürich hat Multimedia Production studiert und lebt im Herzen von Chur. Er arbeitet seit 2018 für die Medienfamilie Südostschweiz. Mehr Infos

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