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Doku von Laura Poitras gewinnt Goldenen Löwen beim Filmfest Venedig

Der Dokumentarfilm «All the Beauty and the Bloodshed» der US-amerikanischen Regisseurin Laura Poitras hat den Goldenen Löwen der Filmfestspiele Venedig gewonnen. Das gab die Jury am Samstagabend bekannt. Das Werk erzählt vom Leben der Fotografin Nan Goldin.

Agentur
sda
10.09.22 - 20:43 Uhr
Kultur & Musik
ARCHIV - Die US-Dokumentarfilmerin Laura Poitras steht im Schauspielhaus in Hamburg. Der Goldene Löwe des Filmfestivals Venedig geht an den Dokumentarfilm «All the Beauty and the Bloodshed» der US-amerikanischen Regisseurin Laura Poitras über die…
ARCHIV - Die US-Dokumentarfilmerin Laura Poitras steht im Schauspielhaus in Hamburg. Der Goldene Löwe des Filmfestivals Venedig geht an den Dokumentarfilm «All the Beauty and the Bloodshed» der US-amerikanischen Regisseurin Laura Poitras über die…
Keystone/dpa/Georg Wendt

Die 58-jährige Poitras ist für «Citizenfour» bekannt, ein oscarprämierter Dokumentarfilm über den Whistleblower Edward Snowden. Poitras ist seit 1949 die siebte Frau, die den Goldenen Löwen gewinnt.

«All the Beauty and the Bloodshed» erzählt von Goldins Leben, ihrem künstlerischen Schaffen und ihrem Kampf gegen die Familie Sackler, die für die Vermarktung des abhängig machenden Medikaments Oxycontin und Kultursponsoring bekannt ist. Goldin war selbst abhängig davon. Die 68-Jährige wurde mit intim wirkenden Fotografien berühmt, die Themen wie Sexualität, Krankheit, Begierde oder Gewalt behandeln.

Der Grosse Preis der Jury ging in diesem Jahr an die Französin Alice Diop für «Saint Omer». Der inhaftierte iranische Filmemacher Jafar Panahi wurde mit dem Spezialpreis der Jury für «No Bears» geehrt. Den Silbernen Löwen für die beste Regie erhielt der italienische Regisseur Luca Guadagnino für «Bones and All», der Preis für die beste Schauspielerin ging an Cate Blanchett für ihre Rolle in «Tár». Colin Farrell erhielt für «The Banshees of Inisherin» den Preis als bester Schauspieler.

Die Filmfestspiele Venedig, die am 31. August begonnen hatten, zählen neben den Filmfestspielen in Cannes und der Berlinale zu den drei bedeutendsten der Welt. Im diesjährigen Wettbewerb hatten 23 Werke um die Preise konkurriert. Die Auszeichnungen wurden von einer internationalen Jury verliehen. Ihre Vorsitzende war die US-amerikanische Schauspielerin Julianne Moore.

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