×

Die besten One-Hit-Wonder aus den 2010ern

«Waisch no früahner ...?» – ein Satz, der sofort alte Erinnerungen hervorruft. Da wird einem plötzlich ganz wohlig und eine gewisse Wehmut nach den «guten alten Zeiten» macht sich breit.

Jasmin
Schnider
13.07.22 - 04:30 Uhr
Kultur
Kopfhörer auf und geniessen: One-Hit-Wonder eignen sich perfekt, um in alten Erinnerungen zu schwelgen.
Kopfhörer auf und geniessen: One-Hit-Wonder eignen sich perfekt, um in alten Erinnerungen zu schwelgen.
Bild Pixabay

In unserer losen Serie «Waisch no früahner ...?» geht es diese Woche um One-Hit-Wonder. Wir haben für euch die besten Hits aus dem letzten Jahrzehnt bereit. Aber Achtung: Ohrwurmgefahr ist garantiert.

«Pumped Up Kicks»

Beginnen wir unsere musikalische Zeitreise mit «Pumped Up Kicks» von Foster The People. Die US-amerikanischen Indie-Elektropop-Band veröffentlichte den Song im Jahr 2010 – damit gelang der Band der internationale Durchbruch. Lange hielt der Erfolg von Foster The People jedoch nicht an, nach «Pumped Up Kicks» erreichte kein anderer Song der Band eine ähnliche Bekanntheit.

«Like A G6»

Mit «Like A G6» konnte die aus Los Angeles stammende Elektro-Hop-Band Far East Movement wohl ihren grössten Erfolg feiern. Der Song erschien im Jahr 2010 und stieg in den amerikanischen Charts bis auf Platz eins. Zudem wurde die Single in den USA mit über vier Millionen verkauften Exemplaren mit 4-fach-Platin ausgezeichnet. 

«Barbra Streisand»

Im selber Jahr stürmte mit «Barbra Streisand» noch ein weiteres One-Hit-Wonder die Charts. Der Dance-Song des DJ-Duos Duck Sauce belegte in zahlreichen Charts den ersten Platz. Der Song wurde nach der gleichnamigen Sängerin Barbra Streisand benannt. Die Wahl dieses Namens sei jedoch zufällig und hatte das Ziel, das Publikum zu belustigen, heisst es seitens Duck Sauce. Zudem ist die Textstelle «Barbra Streisand» im Refrain die einzige Textpassage im ganzen Song.

«We No Speak Americano»

Im Jahr 2010 mischte auch die australische Band Yolanda Be Cool die Charts auf. Mit «We No Speak Americano» erreichte die Band in der Schweiz, Deutschland, Österreich, Dänemark, den Niederlanden, Grossbritannien und Schweden Platz eins der Charts. Der Song benutzt ein Stimmsample des Liedes «Tu vuò fà l’americano» und wurde erstmals im Februar 2010 als Download veröffentlicht.

«Too Close»

Der britische Sänger und Songwirter Alex Clare veröffentlichte seinen Song «Too Close» bereits im Frühling 2011. So richtig eingeschlagen hatte der Song zu Beginn jedoch nicht. Erst als Microsoft rund ein Jahr später den Song für die Werbekampagne des neuen Internet Explorers 9 nutzte, katapultierte sich der Song innert kürzester Zeit an die Spitze vieler Charts. 

«Somebody That I Used To Know»

Einen absoluten Volltreffer landete der belgisch-australische Sänger Gotye im Jahr 2011, als er zusammen mit der neuseeländischen Sängerin Kimbra den Song «Somebody That I Used To Know» veröffentlichte. Der Song wurde mit zwei Grammys ausgezeichnet. Bis Ende 2012 wurden weltweit 11,8 Millionen digitale Exemplare des Songs verkauft. Danach war nicht mehr viel von Gotye zu hören und (Achtung Schenkelklopfer) heute ist er auch nur noch «Somebody That I Used To Know».

«I Follow Rivers»

«I Follow Rivers» ist ein Popsong aus dem Jahr 2011, den die schwedische Sängerin Lykke Li gemeinsam mit Björn Yttling und Rick Nowels schrieb. Richtig durchgestartet ist jedoch eine Remixversion des Songs durch die Fernsehübertragung des Champions-League-Finals 2012. 

Ebenfalls 2012 veröffentlichte die belgische Band Triggerfinger eine Unplugged-Coverversion des Songs und erreichte damit ihren bislang grössten Chart-Erfolg. Somit könnte man «I Follow  Rivers» gleich als doppeltes One-Hit-Wonder bezeichnen.

«Safe And Sound»

Obwohl das US-amerikanische Indie-Pop-Duo Capital Cities seinen Hit «Safe and Sound» bereits im Jahr 2001 veröffentlichte, dauerte es eine Zeit lang, bis der Song bekannt wurde. Abhilfe schaffte der deutsche Netzanbieter Vodafone, der den Song 2013 in einem Werbevideo nutzte. Spätestens dann war der Song auch in den Schweizer Charts zu hören – und das sogar während 35 Wochen.

«Gangnam Style»

Es geschah vor zehn Jahren, als alle Radios mit «Gangnam Style» plötzlich ein koreanisches Lied spielten. Es war dies doch sehr aussergewöhnlich, da hierzulande meist nur englische und vereinzelt deutsche, italienische oder spanische Songs gespielt werden. Das Genre K-Pop gewann durch «Gangnam Style» enorm an Popularität, lange bevor BTS die Charts stürmte.

Mit «Gangnam Style» erreichte der südkoreanische Rapper Psy in zahlreichen Ländern die Spitze der Hitparade. Das Musikvideo wurde im Jahr 2012 als das Video mit den meisten Like-Klicks in der bisherigen Geschichte YouTubes ins Guinness-Buch der Rekorde aufgenommen. Auch heute zählt das Video mit fast 4,5 Milliarden Aufrufen und über 25 Millionen Likes zu den beliebtesten aller Zeit.

«Take Me To Church»

Bei «Take Me To Church» gehen die Meinungen auseinander, ob der Song wirklich ein One-Hit-Wonder ist. Es ist jedoch mit Abstand der bekannteste Song des irischen Sängers Hozier, womit er sich den Platz in dieser Auflistung verdient. 

Mit «Take Me To Church» erreichte Hozier die Chartspitzen in zahlreichen Ländern. Alleine in der Schweiz war der Song während 17 Wochen in den Top 3 vertreten. Kein anderer Song von Hozier schaffte das jemals. Der Song überzeugt vor allem mit seiner Botschaft. Denn Hozier schrieb das Lied, um den Liebesakt als etwas Positives und Menschliches darzustellen, unabhängig von der Sexualität.

«Another Love»

Wo Beziehungen sind, sind Trennungen nicht weit, weshalb Tom Odells Hit «Another Love» perfekt an diese Stelle passt. In der Schweizer Hitparade reichte es zwar nie für eine Top-Ten-Platzierung, der Song hielt sich aber während sagenhaften 156 Wochen in den Charts – und mit sieben Jahren zwischen dem ersten und letzten Auftauchen. 

Zum ersten Mal war «Another Love» vom Winter 2013 bis Herbst 2014 in der Hitparade. Im Frühling 2021 folgte dann das Comeback – «Another Love» wurde durch die Onlineplattform Tiktok erneut zum Hit. Und mit dem 13. Platz erreichte Odells Hit diesen April sogar seine beste Platzierung.

«I Love It»

Und wenn wir schon bei Trennungen sind, dann passt auch das nächste Lied perfekt. In «I Love It» des schwedischen Elektropopduos Icona Pop geht es nämlich über das Hinwegkommen nach einer gescheiterten Beziehung. So singen Icona Pop beispielsweise davon, wie sie ihr Auto gegen eine Brücke krachen lassen und das brennende Wrack betrachten.

Weiter handelt der Song davon, wie sie das Eigentum ihres ehemaligen Liebhabers in eine Tasche werfen und diese die Treppe hinunterstossen. Dazu singen die beiden immer wieder «I don’t care, I love it!» – zu deutsch: «Es kümmert mich nicht, ich liebe es!» Nachmachen ist nicht gerade empfehlenswert, aber um auf andere Gedanken zu kommen, hilft der Song garantiert.

«Am I Wrong»

«Am I Wrong» ist ein Lied des norwegischen Duos Nico & Vinz. Da das Duo sich einst Envy nannte, veröffentlichte das Duo den Song in Norwegen, Schweden, Dänemark und Finnland unter dem Namen Envy. 

Nachdem der Song international veröffentlicht wurde, änderte das Duo seinen Namen in Nico & Vinz und erlangt mit dem Lied in verschiedenen Ländern kommerziellen Erfolg.

«Rude»

Im Jahr 2013 erschuf die Band Magic! mit «Rude» das nächste One-Hit-Wonder. Im Song geht es um einen Mann, der beim Vater seiner Freundin um ihre Hand anhält. Als dieser ihm seinen Segen verweigert, kontert der Erzähler mit der rhetorischen Frage, warum er so unhöflich sei. Er werde das Mädchen trotzdem heiraten, egal was er sage. Gemäss dem Frontmann der Band beziehe sich ein Teil des Refrains auf einen Streit mit seiner ehemaligen Freundin. Da können wir ja von Glück reden, hat das mit der Liebe und dem Sänger damals nicht geklappt, sonst hätten wir noch auf diesen Ohrwurm verzichten müssen.

«Ripetide»

Kaum eine Castingshow vergeht, ohne das nicht mindestens einmal «Ripetide» von Vance Joy performt wird. Veröffentlicht wurde der Song im Jahr 2013, danach folgten weltweite Charts-Platzierungen. Den grössten Erfolg feierte Vance Joy in seinem Heimatland Australien. Als höchste Platzierung erreichte der Song zwar nur Platz sechs, er hielt sich aber zehn Monate in den Top 50 und in den erweiterten Top 100 war der Song länger als jede andere Single zuvor.

«The Fox»

Wie gewisse Songs in den Charts landen können, ist nicht immer ganz ersichtlich. So lässt es sich auch nicht wirklich erklären, wie der Song «The Fox» des norwegischen Comedyduos Ylvis im Jahr 2013 zum «top Trending Video» wurde. Da können wir nur von Glück sprechen, dass sich das Lied eindeutig zu einem One-Hit-Wonder entpuppte.

«Shut up and Dance»

Ein absoluter Gute-Laune-Song veröffentlichte die US-amerikanischen Rockband Walk the Moon im Jahr 2014. «Shut Up And Dance» war 27 Wochen lang in der Schweizer Hitparade vertreten. Im Song geht es um einen jungen Mann, der im Nachtleben sein Traummädchen erblickt. Dieses fordert ihn auf, «still zu sein und zu tanzen». 

«The Best Day Of My Life»

Ein ähnlicher Gute-Laune-Song veröffentlichte die US-amerikanische Pop-Rock-Band American Authors mit «The Best Day Of My Life». Die fröhliche Melodie mit eindeutigem Wiedererkennungswert ist wohl auch das Einzige, was wir von American Authors je zu hören bekommen werden.

«I Took A Pill In Ibiza»

Mike Posner veröffentlichte seinen Song «I Took A Pill In Ibiza» erstmals im April 2015. Bekannt wurde jedoch nicht das Original mit Klängen von einer akustischen Gitarre. Stattdessen stürmte der Remix der norwegischen Produzenten Seeb die Charts. Diese Version wurde im Juli 2015 veröffentlicht.

«Panda»

Dass «Panda» derart durchstartet, hatte der US-amerikanische Rapper Desiigner wohl selbst nicht gedacht, als er 2014 einen Beat eines europäischen Musikproduzenten für 200 US-Dollar über das Internet gekauft hatte. Ende 2015 veröffentlichte er dann den Song «Panda» und stürmte danach die Charts der Welt. In der USA war es das sechsterfolgreichste Lied im Jahr 2016. 

Jasmin Schnider produziert als Redaktorin Beiträge und Interviews für Radio Grischa. Sie kommt aus Obersaxen, hat am MAZ in Luzern Journalismus studiert und ist seit August 2020 Teil der Medienfamilie Südostschweiz. Mehr Infos

Kommentieren
Wir bitten um euer Verständnis, dass der Zugang zu den Kommentaren unseren Abonnenten vorbehalten ist. Registriere dich und erhalte Zugriff auf mehr Artikel oder erhalte unlimitierter Zugang zu allen Inhalten, indem du dich für eines unserer digitalen Abos entscheidest.

Jetzt für den «zMorga»-Newsletter anmelden

Mit unserem Morgenbriefing von Montag bis Freitag top informiert in den Tag starten.

Könnte euch auch interessieren
Mehr zu Kultur MEHR